
Carmen Cuesta-Loeb : You Still Don’t Know Me
Was für eine Stimme. Anmutig. Weich. Herzlich. Melancholisch. Dazu kommen Musiker vom Feinsten, unter ihnen Ehemann Chuck Loeb, Tochter Lizzy, Michael Brecker, Till Brönner, Will Lee und Wolfgang Haffner. Gefühlvolle Arrangements. Alle Stücke sind Eigenkompositionen der Sängerin, zwei hat sie mit Ehemann Chuck Loeb geschrieben. Carmen Cuesta Loeb stammt aus Madrid und lebt seit Jahren in New York. Sie hat bei vielen Produktionen namhafter Musiker mitgewirkt, so für Grover Washington Jr., Michael Franks, Gato Barbieri, Peabo Bryson, Earl Klugh, Jim Hall, Till Brönner und Peter Fessler.Die zwölf Songs auf You still don’t know me, dem dritten Album unter ihrem eigenen Namen, sind eine abwechslungsreiche Mischung von Latin Music, Balladen, Fusion-Jazz und anspruchsvollen Popsongs, gesungen auf spanisch und englisch. Jeder Song hat Ohrwurmqualität, und auch die Texte bewegen und bewegen sich auf hohem Niveau. Das wie immer bei SKIP aufwändig und liebevolle Drumherum versteht sich da natürlich von selber. Eine perfekte Platte.

Peter Fessler & NDR Bigband: I concentrate on You
Seit mehr als 20 Jahren ist der Deutsch-Kanadier Peter FESSLER eine feste Größe im Jazzgesang, und heute gilt der Sänger zweifellos als kompetentester Interpret zeitgenössischer brasilianischer Klänge in unseren Breiten. Seine künstlerische Findung ging mit Stationen wie Latin Pop, Jazz Standards, Bach Vokalesen und nur von der Gitarre begleiteten Song-Interpretationen einher.
Fessler wurde in Köln geboren, lernte mit 12 Jahren das Gitarrenspiel, ging nach der Schule in die USA und begann nach seiner Rückkehr ein Studium an der Musikhochschule in Köln. Bekannt wurde er 1987 als Sänger der Latin-Jazz-Formation TRIO RIO. Er hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Soloalben aufgenommen, in denen er sich konsequent dem Jazz- und Latinjazz-Repertoire und, zunehmend, seinen eigenen Kompositionen widmete.
Spätestens seit seinen grandiosen Duetten mit AL JARREAU in Montreux ist Fessler längst zum legitimen Aushängeschild für Jazzgesang aus Deutschland geworden.
Und nun erscheint ein echtes Traumprojekt, Fessler mit der NDR Bigband. Hier hat Peter Fessler seine persönlichen “Lifetime Ballads” aus dem Great Songbook zusammengetragen, darunter Cole Porters “I Concentrate On You” und “You Go To My Head”, “My one and Only Love” von Robert Mellin & Guy Wood oder “Triste” und “Dindi” von Antonio Carlos Jobim. Arrangiert von Steve Gray, der früher mit der Gruppe Sky weltweite Erfolge feierte und mit Brian Eno und John Williams ebenso zusammen arbeitet wie mit Jamie Cullum.
Über die NDR Bigband, die “Bigband der Solisten”, darunter Reiner Winterschladen, Christof Lauer und Nils Landgren müssen keine großen Worte verloren werden. Da veredelt Nils Landgren den Shirley Horn Klassiker “Here’s To Life” mit seinem unverwechselbaren Posaunensound und Claus Stötter erweckt mit seiner Trompete die Latin Welt in Antonio Carlos Jobims “Triste”, während der warme Flügelhornton von Ingolf Burkardt “My One And Only Love” wahre Gänsehautmomente beschert. Weltklassedrummer wie Danny Gottlieb und Gary Husband sorgen zusammen mit dem Percussionisten Marcio Doctor dafür, dass aus Schlaginstrumenten Klangmalereien entstehen und jedes der handverlesenen Stücke seine eigene Atmosphäre erhält. Besonders auch diese kammermusikalischen Fähigkeiten haben in Fessler den Wunsch entstehen lassen, dieses Projekt mit der NDR – Bigband zu erarbeiten. Ein großartiges Projekt, zu hören auf diesem außergewöhnlichen Album.

South Africa presents: Women With A Voice
Eine typische SKIP Produktion: ansprechende Aufmachung, ein informatives Booklet und natürlich Musik vom feinsten.
Als zweites gemeinsames Projekt mit dem “Afrika – Experten” Wolfgang König von South Pool hat SKIP Records eine Compilation mit dem Titel “Women With A Voice” zusammengestellt. Es wird ein umfassender Überblick über das weite Spektrum an Stilen und Generationen südafrikanischer Sängerinnen angeboten: von Mbaqanga bis Jazz, von Maskanda bis zu modernem Afro Pop, von viel versprechenden Newcomern bis zu den legendären Divas – ein Tribut an die Vielschichtigkeit der südafrikanischen Musikszene. Der Querschnitt großartiger Songs reicht von Südafrikas neuem Vocal Star Simphiwe Dana bis zu Mama Afrika Miriam Makeba
Afrikanische Sängerinnen hatten und haben weit über die Musik hinaus eine wichtige Bedeutung für ihr Land, was man aus diesem Zitat Nelson Mandelas entnehmen kann: “That black women singers triumphed over the obstacles of racial and gender discrimination. To offer their art as both consolation and inspiration to millions of their compatriots is another ringing testimony to the old saying, that if you touch the women, you hit the rock.”
Schon die Namen der Sängerinnen wie Sibongile Khumalo, Busi Mhlongo, Letta Mbulu oder Suthukazi Arosi klingen wie Musik, und was sie auf dieser CD präsentieren ist eine einzigartige Sammlung südafrikanischer Sangeskunst mit immenser Bandbreite, von der Ballade über Ethno-Rhythmen, Jazz-Funk und Gospel bis hin zu Swaziland-R’n'B ist alles dabei. Eine Mischung, die nicht nur Liebhaber afrikanischer Musik begeistern dürfte.


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