Lenard Streicher

Der Berliner Sänger, Songwriter, Musiker und Entertainer liebt die kleinen und großen Genüsse zwischendurch. Ganz im Geiste seiner Helden Dean Martin und Frankie Boy schätzt er es, nach einem arbeitsreichen Tag am Klavier und dem Komponieren neuer Songs, oder nach einem Auftritt mit seiner Band in einer stilvollen Bar einen guten Malt Whisky samt Zigarre zu genießen. Sänger und Zigarre rauchen? Aber ja. Warum nicht?

Lenard Streicher schätzt die Atmosphäre einer Hotel Lounge oder Bar, weil sich dort Entspannung und Gelassenheit mit Melancholie und Einsamkeit paart – die idealen Zutaten für einen Roman von Raymond Chandler, Charles Bukowski oder Ernest Hemingway. Dazu der passende Soundtrack von Chet Baker oder Billy Holiday, und Lenard Streicher ist in seiner Welt.

Oft holt er aus solchen Situationen die Ideen für seine Songs, die sich zwischen purer Lebensfreude und Melancholie bewegen.

Lenard Streicher ist in Berlin geboren, aber zwischen der Nordseeinsel Amrum und Berlin aufgewachsen. Diese beiden Extreme: auf der einen Seite das Dorf, umgeben von Natur, Strand und Dünen mit seiner Ruhe und Gelassenheit und auf der anderen Seite die Großstadt mit ihren rauen und kantigen Seiten und ihrer Rastlosigkeit haben ebenso die Kindheit wie auch seine heutige Sicht der Dinge geprägt.

Trotz junger Jahre ist Lenard Streicher musikalisch ein alter Hase. Mit 5 Jahren bekam er die ersten klassischen Klavierstunden, aber so recht zu Hause fühlte er sich in der Klassik nicht. Mit 12 entdeckt er Blues, Rock´n Roll und später Swing und Jazz, und das Lebensgefühl hinter dieser Musik steckt ihn an. Lenard Streicher gründet seine erste Band, und die Leidenschaft bekommt ein Ventil.

Lenard gewinnt – bereits als Schüler – mit Bands einige Preise und beginnt eine vierjährige, private klassische Gesangsausbildung in den Disziplinen Phrasierung, Musical und Song, Klassik und Jazz. 1988 bekommt er den ersten Plattenvertrag mit der Jump´n Jive-Band Peppermint Dandies. 1989 startet er eine Musicalausbildung an der Neuköllner Musikschule. Es folgen div. TV-Auftritte und ausgedehnte Tourneen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz. Und er beginnt seine Arbeit als „Piano-Entertainer“ in Cafés, Nachtclubs und Hotelbars zwischen Berlin und Baden-Baden.

1993 veröffentlicht Lenard Streicher sein Debütalbum unter dem Pseudonym Leon Gouldt als Singer/Songwriter. Es folgen zwei Jahre „on the road“ als Solist und mit Band.

Er veröffentlicht einige Single CDs, experimentiert mit verschiedenen Musikstilen und ist auch als Schauspieler für Fernsehproduktionen tätig. Dann findet er 2000 durch einen Titelbeitrag für den Soundtrack des Kinofilms „Gran Paradiso“ (ein alter Hit von Dean Martin – „Sway“) wieder zu seinen Wurzeln zurück: Jazz & Swing und Entertainment. Gepaart mit seiner zweiten großen musikalischen Leidenschaft – dem Pop – ergibt sich die Mischung für sein aktuelles Album „Songs in the key of love“.

Auf der CD beleuchtet Lenard Streicher die verschiedenen Facetten der magischen Liebe. Dabei mischen sich eigene Erfahrungen mit Beobachtungen aus dem Alltag zu einem Mix aus Swing, Balladen und kammermusikalisch instrumentierten Popsongs.

Auch die neuen Songs, die er schreibt und die nach und nach Einzug in das Live-Programm halten, knüpfen  an dieser Stelle an und führen das Thema konsequent weiter, wovon man sich beim demnächst folgenden neuen Album gerne überzeugen kann!

Natürlich tritt Lenard häufig live auf, solo oder zusammen mit seiner Band, bevorzugt in Bars und Lounges, in Berlin zum Beispiel im Grand Hyatt Hotel, im Hilton und Interconti. Und auch in allen bekannten Berliner Clubs wie dem Quasimodo, dem Miles, dem A-Trane und dem Metropol ist er zu Hause. Weitere Stationen sind Hamburg, München, Potsdam, Leipzig, Baden-Baden. Um nur einige zu nennen. „…Ein Entertainer ganz nach dem Geschmack des Publikums…Lenard begeisterte mit Stimme und Klavier und ließ das Publikum swingen,“ schreibt eine Zeitung über ihn.

Musik ist für Lenard Streicher immer viel mehr als Klänge und Töne gewesen, nämlich Stil, Kleidung, Mode, Filme, Atmosphäre usw. – eben ein echtes Lebensgefühl! Und zu dem gehört für den Sänger und Pianisten auch immer wieder eine gute Zigarre.

Archi W. Bechlenberg
(Der Text erschien zuerst im Magazin Smoker’s Club)

http://www.lenardstreicher.de/

 
 
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