Die Asche meiner Mutter

Soeben erschienen ist die Hörspielfassung von Frank McCourts Meisterwerk DIE ASCHE MEINER MUTTER – mit einem wie immer grandiosen Harry Rowohlt als Sprecher. Das Buch wurde mit über 6 Mio. Exemplaren zum internationalen Bestseller und brachte seinem Autor 1996 den National Book Critics Circle Award und 1997 den Pulitzer-Preis. Der Roman wurde 1999 von Alan Parker verfilmt. Die deutsche Übersetzung besorgte Harry Rowohlt – und der ist nun auch in der Hörspielfassung als Sprecher mit dabei.

“Schlimmer als die gewöhnliche unglückliche Kindheit ist die unglückliche irische Kindheit”, schreibt Frank McCourt in Die Asche meiner Mutter. “Schlimmer noch ist die unglückliche katholische irische Kindheit.”

Frank McCourt erzählt die Geschichte seiner Kindheit in Irland. Eine Kindheit in bitterer Armut, geprägt durch den arbeitslosen und alkoholabhängigen Vater, die bettelnde Mutter und immer wieder Kindstode und Krankheiten. Frank schafft es trotz all dieser Widrigkeiten, seinem Traum vom gelobten Land Amerika immer näher zu kommen, ohne dabei seinen Humor zu verlieren. Poetisch und ergreifend fängt Regisseur Axel Pleuser („Das zweite Königreich“) im Hörspiel das Irland der 1930er und 1940er Jahre ein. Harry Rowohlt leiht Frank McCourt als Erzähler seine Stimme und Jele Brückner als Mutter Angela klingt zerbrechlich und sensibel zugleich.

Ein Hörbuch mit Harry Rowohlt – da kann man beim Kauf kaum etwas falsch machen, zudem die literarische Vorlage von Frank McCourt ein außergewöhnliches Stück Literatur darstellt. Beste Voraussetzung also für eine gelungene Adaption. Daher kann man diese 125 Minuten Tragikkomik in der Hörspielfassung von Claudia Kattanek, die dank der großartigen Sprecher, der Musik und auch der Geräusche atmosphärisch überaus dicht gelungen ist uneingeschränkt empfehlen. Zwei Stunden großartige Literatur.

 
 
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