In dieser Serie stellt das Herrenzimmer sehens- und hörenwerte Youtube Clips vor. Das können Filme oder Musik sein, lustiges oder eher bedenkliches. Wir freuen uns auch über Ihre Vorschläge, die Sie uns bitte zumailen.
XX. Eva Cassidy
Im Alter von nur 33 Jahren starb 1996 die amerikanische Sängerin Eva Cassidy. Sie lebte in Washington D.C. und hatte zu ihren Lebzeiten als Künstlerin einen gewissen Bekanntheitsgrad in ihrer Heimatstadt. Hauptberuflich war sie Gärtnerin in einer Baumschule. Was ihre musikalischen Fähigkeiten angeht hätte sie ein Weltstar werden müssen, denn es gab und gibt nur wenige Stimmen, die an Klarheit und Ausdruckskraft mit der ihren vergleichbar wären. Erst posthum erlangte Eva Cassidy auch international, vor allem in England Bekanntheit. 2007 gab es einen Überraschungserfolg, als eine ihrer Aufnahmen des Klassikers What a Wonderful World von Louis Armstrong mit der Stimme von Katie Melua gemischt wurde. Die Single, die als Benefiz-Single für das britische Rote Kreuz veröffentlicht wurde, erreichte Platz 1 in Großbritannien, obwohl sie ausschließlich von Englands führender Supermarktkette Tesco vermarktet worden war.
Kurz vor ihrem Krebstod trat Eva Cassidy in einem Washingtoner Jazzclub vor Fans, Freunden und Familie auf, der Abend wurde aufgezeichnet. Sehen Sie daraus: Over The Rainbow und What a Wonderful World.
XIX. Das Ministerium für verblödeten Gang
Zu den ewigen Klassikern im Bereich Comedy gehört ohne Zweifel die Truppe von Monty Python’s Flying Circus, über die man auch noch in den kommenden Jahrhunderten lachen wird (wenn sie denn kommen). Man denke nur an den Dead Parrot Sketch, den tödlichsten Witz der Welt oder den Lumberjack Song.
Monty Python hat bei Youtube einen eigenen Kanal eröffnet, in dem man in ausgezeichneter Qualität ausgewählte Sketche anschauen kann, und in einem dieser Sketche versucht ein Mr. Arthur Pewty im Ministerium für verblödeten Gang eine finanzielle Förderung für seine Art zu gehen zu beantragen. Auf geht’s.
XVIII. Die Bettwurst
Die Bettwurst ist ein früher Film von Rosa von Praunheim mit den Protagonisten Luzi und Dietmar, die sich kennen- und lieben lernen. Er ist von der merkwürdigen Sprechweise der Hauptdarsteller, besonders Dietmars Mannheimer Dialekt und sehr redundanten Dialogen geprägt. Wer den Film kennt weiß was ihn in unserem diesmaligen Cliptipp, einer Liebeszene, erwartet, wer ihn nicht kennt – nun ja, wir haben gewarnt.
XVII. Literal Video
In Literal Videos werden Musikvideos mit neuem Gesang unterlegt, in dem geschildert wird, was im Video zu sehen ist. So spröde das mit Worten zu beschreiben ist, so verblüffend ist die Wirkung, wenn man es sieht. Unser diesmaliger Youtube Tipp linkt zur Süddeutschen Zeitung, wo das Prinzip beschrieben und vor allem mit einigen Beispielen belegt wird. Ein großer Spaß!
XVI. Kentucky Fried Movie
Zu den großen Klassikern des albernen Films gehört ohne Zweifel Kentucky Fried Movie, im dem sich die Autoren Jim Abrahams, Jerry Zucker und David Zucker über so ziemlich alles lustig machen, was auf Bildschirm und Leinwand zu sehen ist. Nachrichtensendungen, Werbespots, Kinotrailer, Bildungsprogramme - alles bekommt in diesem Streifen aus dem Jahr 1977 sein Fett weg. Das meiste davon ist urkomisch und funktioniert auch heute noch nach mehr als 30 Jahren.
Wir haben aus Kentucky Fried Movie 3 Beispiele ausgewählt. In dem ersten erklärt der große Charakterdarsteller Henry Gibson die Vorzüge einer Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bereits verstorbene Familienmitglieder wieder in die Gemeinschaft einzufügen. Im zweiten wird in Form eines Bildungsfilms dargestellt, wie die Welt ohne Zinkoxid ausschauen würde. Und im dritten Clip können wir die perfekte Verführung bewundern.
XV. Swing
Leider wenig bekannt in Deutschland ist der französische Filmregisseur Tony Gatlif, dessen Wurzeln bei den Roma und in Algerien liegen. Gatlifs Filme sind stark autobiografisch gefärbt, so Exil von 2005 (Regiepreis in Cannes) und der mitreißende Swing von 2002, der in der Welt der Manouche spielt. Beide Filme zusammen gibt es auf einer preiswerten DVD im Originalton mit deutschen Untertiteln.
Bei Youtube findet man diverse Ausschnitte aus beiden Filmen, und der, den wir heute empfehlen, zeigt für alle Freude der Manouchemusik eine unglaubliche Session in einem Wohnwagen. Augen und Herzen auf!
XIV. Tom Harrell
Tom Harrell (*1946) leidet seit seiner Jugend an Schizophrenie und ist zugleich ein brillianter Trompeten- und Flügelhornspieler. Wer Tom schon einmal auf der Bühne erlebt hat und nichts von seiner schweren psychischen Beeinträchtigung weiß wundert sich gewiss über den Mann, der, wenn er nicht gerade ein Solo spielt, in sich zusammengesunken dasteht und scheinbar an nichts Anteil nimmt. Auf seinen Instrumenten ist Harrell hingegen ein Meister, der seinesgleichen sucht, und er wird häufig mit Chet Baker verglichen.
In unserem Youtube Tipp kann man Tom Harrell am Flügelhorn sehen und hören, begleitet wird er von zwei Ikonen des Benelux Jazz, Philip Catherine an der Gitarre und Hein van de Geyn am Contrabass.
Ein weiterer Clip enthält ein grandioses Solo auf der Connstellation Trompete, und hier kann man ein Portrait und ein Interview mit diesem so außergewöhlichen Menschen sehen und hören.
XIII: Pierre Salinger und Fidels Cigarren
Pierre Salinger (1925 bis 2004) war in seiner langen publizistischen, politischen und diplomatischen Karriere auch Pressesprecher von Präsident Kennedy. Mit diesem teilte er unter anderem die Liebe zu cubanischen Cigarren. Deren Nachschub war mit Erklärung des Handelsembargos gegen die kommunistisch regierte Insel 1961 unterbrochen, und cubanische Cigarren durften in den USA nicht mehr verkauft werden - auf Erlass Kennedys. Das aber passte dem Präsidenten selber gar nicht, und so beugte er vor Unterzeichnung des Embargos seiner eigenen Entscheidung vor…aber hören Sie Salinger dazu aus seinen Erinnerungen.
XII. Nick Drake: A skin to few
Am 25. November 1974 wird der Sänger und Gitarrist Nick Drake im Haus seiner Eltern tot aufgefunden. Nick wurde nur 26 Jahre alt. Er starb an einer Überdosis Antidepressiva, nachdem er bereits seit langem an Depression gelitten hatte. Bis heute berufen sich zahllose Musiker auf Nick Drake, dem zu Lebzeiten nie die Anerkennung zuteil wurde, die er verdient hätte. Sein Einfluss auf die Musik bis heute zu kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das Stück “River Man” wurde von zahlreichen Künstlern gecovert.
Bei Youtube findet man neben zahlreichen seiner Stücke auch eine sehenswerte Dokumentation, die in mehrere Teile gesplittet ist: A Skin to few.
XI. Scrat
Zu den liebenswertesten Geschöpfen der Computeranimation gehört ohne Zweifel der Nager Scrat, der in den zwei bisher erschienenen Folgen von ICE AGE immer wieder vergeblich auf der Suche nach Eicheln ist. Selbst das Feuilleton liebt Scrat, in der Süddeutschen wird sogar die Philosophie bemüht: „Wenn die Daseins-Sorge – wie Heidegger bemerkte – das entscheidende Existential aller Lebewesen ist, so steigert sich diese Sorge bei Scrat zur Panik. Scrats Beliebtheit hat gewiss damit zu tun, dass er ein von Katastrophen aufgeschrecktes Panikgefühl bis in die zitternden Spitzen seiner Krallen verkörpert.“ (Rainer Gansera: Ein Denkmal für Scrat!, 6. April 2006)
Für den Sommer 2009 ist ein 3. Teil von Ice Age angekündigt, und vorab kann man bereits einen Trailer sehen, in dem, wie könnte es anders sein, Scrat die Hauptrolle spielt. Bitteschön!
X. Tchavolo Schmitt & Fapy Lafertin
Zahlreiche Gitarristen halten bis heute mit großem Publikumserfolg das Erbe Django Reinhardts in Ehren, unter ihnen der deutsche Joscho Stephan oder der Franzose Bireli Legrène oder der niederländische Sinto Stochelo Rosenberg. Auch Tchavolo Schmitt hat schon lange unter Fans der Manouchemusik einen guten Namen, nicht zuletzt durch den Film “Swing”, in dem er die Hauptrolle spielte und die komplette Filmmusik komponierte.
In unserem diesmaligen Youtube Tipp können Sie Tchavolo Schmitt zusammen mit Fapy Lafertin hören, auch er in Frankreich ein gefeierter Gipsy Swing Spieler.
IX. Paolo Conte
Zu den großen musikalischen Künstlern unserer Zeit gehört ohne Zweifel Paolo Conte. Der gelernte Rechtsanwalt (*1937) ist seit Jahrzehnten mit weltweitem Erfolg als Liedermacher, Chansonsänger, Jazzmusiker und Komponist sowie als Maler und Grafiker tätig.
Zahlreiche Kompositionen Paolo Contes sind zu Ohrwürmern geworden und überall auf der Welt bekannt. Zu nennen sind zum Beispiel Gli Impermeabili, Sotto le stelle del jazz, Max, Genova per noi , Lo Zio, Jimmy ballando, Troppo difficile, Vieni via con me (auch als It´s wonderful bekannt) oder auch Gelato al limon. Alle diese Lieder sind bei Youtube zu finden. Wir haben eine andere Komposition ausgewählt, weil uns das Video dazu zu gefällt, es zeigt Conte in allerbester Laune. Das Stück wurde durch Adriano Celentano bekannt – oder war es eher umgekehrt? Ganz gleich, hören und sehen Sie Paolo Conte live mit Azzuro.
VIII. Jacques Brel
Im Oktober vor dreißig Jahren starb in Paris Jacques Brel, der, obwohl aus Belgien stammend, wie kaum ein anderer für das französische Chanson steht. Brel wurde nur 49 Jahre alt. Er ist auf der Insel Hiva Oa in Französisch-Polynesien begraben, nur wenige Meter entfernt vom Grab Paul Gauguins.
Bei Youtube findet man sehr viele Clips mit Chansons Brels, sowhl von ihm aus auch von anderen wie z. B. David Bowie interpretiert. Sein wohl bekanntestes Stück ist das tieftraurige “Ne me quitte pas”, wir haben das nicht weniger melancholische “Voir un ami pleurer” (Einen Freund weinen sehen) ausgewählt.
Eine weitere Chanson-Ikone ist ebenfalls mit dem gleichen Lied bei Youtube zu finden: Juliette Greco, sie interpretiert die Komposition Brels weniger zerbrechlich. Ein interessanter Vergleich.
VII. Willkommen bei den Sch’tis
Seit letzte Woche läuft in den deutschen Kinos Frankreichs grandioser Filmerfolg “Willkommen bei den Sch’tis“. Einem Postbeamten aus dem Süden Frankreichs passiert etwas, das schlimmer als eine Entlassung ist: Er wird in den Norden versetzt, der vom Süden des Landes ebenso weit entfernt ist wie Spitzbergen. Bei Youtube kann man den Trailer des formidablen Spaßes anschauen und sich damit endgültig zu einem Besuch überreden lassen. Willkommen bei den Sch’tis.
VI. Geht es Ihnen gut?
Freuen Sie sich des Lebens? Sehen Sie aus dem Fenster und sagen “Egal, ob es nebelt oder regnet, es ist ein schöner Tag!”? Haben Sie ein Liedchen auf den Lippen? Und nervt Sie diese gute Stimmung? Dann ist unser diesmaliger Youtube Tipp etwas für Sie: Bohren & Der Club Of Gore. Das war ursprünglich mal eine Heavy-Metal- bzw. Hardcore-Band aus Mülheim an der Ruhr, heute sind alle Metalanklänge aus der Musik verschwunden. Geblieben ist eine getragene, meist düstere Atmosphäre, die der Musik die Genre-Bezeichnung “Horror-Jazz” einbrachte. Klingt obskur? Nun, wenn Sie Bohren und den Club Of Gore kennen wissen Sie, was gemeint ist, wenn nicht, ist unser Youtube vielleicht das Richtige. Bohren & Der Club of Gore – Constant Fear
V. Aleksey Igudesman und Richard Hyung-ki Joo
Zum Spielen von Sergeij Rachmaninoffs Werken benötigt man, so weiß es jeder Pianist, große Hände. Hat man die nicht muss man sich anders behelfen, wie die beiden klassisch ausgebildeten Musiker Aleksey Igudesman (Geige) und Richard Hyung-ki Joo (Piano) in ihrer Show “A LITTLE NIGHTMARE MUSIC” vorführen. Seit dem großen Erfolg dieser Musik-Comedy-Show im Wiener Musikverein 2004 trat das Duo Igudesman & Joo weltweit in Konzerten und bei Festivals auf und wird seither von Publikum und Kritikern gleichermaßen begeistert gefeiert. Sehen Sie selbst, wie Pianist Joo die Tücken der nicht vorhandenen großen Hände mit Hilfe seines Partners meistert. Und auch Mozart und Bond, James Bond, lassen sich bestens miteinander in Einklang bringen.
IV. Mr. Mann sucht ein Gemälde
Britischer Humor ist außerhalb Britanniens nicht jedermanns Sache. Meine ist es, drum sehe ich mir auch bei jeder Gelegenheit die meist großartigen Sketche von Matt Lucas und David Walliams an, die diese für die Serie Little Britain geschrieben und gespielt haben. Leider läuft Little Britain im deutschen Fernsehen in dem ansonsten geistiger Highlights eher unverdächtigen Sender Comedy Central und wurde daher von manchem noch gar nicht wahrgenommen.
Besonders hervorzuheben ist die, und das ist wirklich eine große Ausnahme, hervorragende deutsche Synchronisation der Serie; als Kommentator wurde der 92jährige Friedrich Schönfelder gewonnen und Lucas und Walliams werden von Oliver Kalkhofe und Oliver Welke – man muss das Wort hier mal rauskramen – kongenial gsprochen. Selbst Kenner der englischen Originale bestätigen das.
Auf Youtube findet man zahlreiche Little Britain Sketche, von denen manche eine Stufe an Surrealität erreichen, wie sie selbst Monty Python nur in ihren besten Momenten hinbekamen. Besonders sehenswert sind die Sketche mit Mr. Mann, der einen Laden betritt und in diesem den Verkäufer mit einfachen Mitteln dem Wahnsinn ein gutes Stück näher bringt. Stellvetretend für die Mr. Mann Geschichten (es gibt noch zahlreiche weitere auf Youtube) sei “Mr. Mann sucht ein Gemälde” genannt, den man hier finden kann.
III. Chet Baker im Amsterdam
Bei Youtube sind auf Betreiben der Chet Baker Foundation sämtliche Soundclips entfernt worden – ob man so der Verbreitung seiner Musik einen Dienst erweist sei dahin gestellt.
Dennoch ist weiterhin eine wahre Rarität dort zu finden: eine Folge der niederländischen Produktion Geschiedenis.tv. Aufgenommen um die Jahreswende 1987/88, also wenige Monate vor seinem tragischen Tod. Chet spielte damals im Amsterdamer Club De Kroeg, und die Dokumentation von rund 15 Minuten Länger bringt Ausschnitte des Auftritts sowie ein Interview mit dem Trompeter. Unter diesem Link kann man die Dokumentation anschauen und -hören. Musikalisch nicht unbedingt der reine Genuss, auch durch die schlechte Tonqualität, dokumentarisch allerdings von hohem Wert. Die Sprache ist englisch, man braucht also keine Niederländischkenntnisse.
Über Chet Baker hat das Herrenzimmer breits mehrfach berichtet, so in der fünf Folgen umfassenden Doku Tod in Amsterdam. Darüber hinaus findet man weitere Texte und Infos zum Trompeter, indem man in das Suchfeld oben links den Begriff “Chet Baker” eingibt.
II. Du kleine Löterin
In den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts versuchte ein Mann namens Piet Janssens von Telgte im Münsterland aus das Land mit einer Mischung aus sozialistischem Agit Prop und christlicher Erweckungslyrik das Land zu verheeren; er kam damit immerhin bis nach Frankfurt am Main, wo er 1975 auf dem Kirchentag eine Großproduktion präsentierte unter dem Titel “Leben wird es geben”. Was soll man zu diesem Titel sagen außer: “Ja. Sicher.” Wiglaf Droste und das Spardosen-Terzett, hat, gepackt von einer Mischung aus Ergriffenheit und Fassungslosigkeit, ein Stück aus dieser Produktion aus dem verdienten Vergessen befreit und neu aufgenommen. Der Youtube Tipp der Woche: Du kleine Löterin.
Ach ja: Am 17. Juni 2004, dem Tag, an dem Peter Janssens 70 geworden wäre, benannte die Stadt Telgte eine Straße nach ihm.
I. And the Band Played Waltzing Matilda
And the Band Played Waltzing Matilda ist ein balladenhafter irisch-australischer Folksong von Eric Bogle aus dem Jahr 1972.
Das Antikriegslied handelt von einem jungen australischen Soldaten, der im Ersten Weltkrieg 1915 an der Schlacht von Gallipoli an den Dardanellen gegen die Mittelmächte und das Osmanische Reich teilnimmt und dort die Greuel des Krieges am eigenen Leib erfährt und zum Kriegsinvaliden wird.
Der Liedtitel nimmt Bezug auf Waltzing Matilda, Australiens bekanntestes Volkslied, das als inoffizielle australische Hymne gilt, und daher wohl von den Heeresmusikkapellen auf dem Weg nach Gallipoli gespielt wurde.
Eingangs beschreibt ein junger Soldat, wie er zum Kriegsdienst eingezogen und nach Gallipoli geschickt wird. Beim Ablegen des Schiffes spielt das Orchester Waltzing Matilda. Dann wird das Greuel des Krieges an sich, insbesondere des Ersten Weltkrieges und der Schlacht von Gallipoli beschrieben. In einem völlig entgrenzten exzessiven Gewaltszenario findet der junge Soldat sich wieder und beschreibt es als “mad world of blood, death and fire” (engl.: durchgedrehte Welt, voll mit Blut, Tot, Feuer). Als Kriegsversehrter – ohne Beine, um je wieder mit Matilda Walzer zu tanzen – kehrt er dann nach Australien zurück, um in der letzten Frage die Moral des Liedes aufzuzeigen: Angesichts der Militärparade am ANZAC Day fragen ihn junge Leute, wofür denn hier eigentlich marschiert wird; und er stellt sich selbst diese Frage nun auch. (Wikipedia)
Wir haben bei Youtube unter den vorhandenen Clips die Version der Pogues von 1985 ausgewählt, da sie nicht nur musikalisch, sondern auch visuell überzeugt. Wer mag kann verschiedene weitere Versionen bei Youtube finden, unter anderem von Ronnie Drew, Liam Clancy und natürlich das Original von Eric Bogle.

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