Rhythm is what makes Jazz Jazz

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New York, London, Mailand, Tokyo — Top DJs internationaler Metropolen haben eine gemeinsame Konstante in ihren innovativen Sets für 2008: “The Bahama Soul Club“. Nach dem beeindruckenden Erfolg von “The JuJu Orchestra” haben die kreativen Köpfe um den Braunschweiger Produzenten Oliver Belz einen neues multinationales Club-Jazz Projekt gestartet und sich auf Anhieb in den Playlisten der “Tastemakers Worldwide” eingegroovt.

Dieses Album macht überall eine gute Figur. In der Bar, in der Lounge, am Strand, hinterm Steuer eines Autos – die Musiker um Produzent Oliver Belz haben das einzig wahre Credo feiner Musik im Blut, das nicht erst seit Duke Ellington lautet: “It don’t mean a thing if it ain’t got that swing!”

Swing hat dieses Album reichlich, dessen Stücke eine Synthese aus Bossa Nova, Jazz und Soul bilden, eine perfekte Mischung aus Vergangenheit und Zukunft, aus Style und Groove, aus Vintage-Sound und Hightec-Produktion.

Witzig gestaltet ist die CD, deren Cover an das Album A Night in Tunesia der Art Blakey Messengers erinnert, und man hat sogar die immer leicht vergilbten Ränder der schönen großen LP Cover von früher (die Älteren unter uns werden sich erinnern) ins Design mit aufgenommen, was sogleich einen sympathischen Eindruck macht.

Sympathisch, weil gute Laune verbreitend – so kann man Rhythm is what makes Jazz Jazz mit wenigen Worten beschreiben. Eine saftige Bläsersection, eine aufgeräumte Percussion, eine jazzige Gitarre, ein an Brian Auger erinnerndes Keyboard und natürlich die Stimmen von Bella Wagner, Pat Appleton (Till Brönner, DePhazz) Malena und Isabelle Antena ergeben eine explosive Mischung, die keine Sekunde langweilt und einfach nur mächtig Spaß beim Zuhören macht, Spaß, der, da bin ich sicher, umgehend in Bewegung umgesetzt werden will. Einziger Wermutstropfen: nach rund 40 Minuten ist der Spaß leider schon zu Ende. Aber man kann seinen Player ja auf Wiederholung stellen – diese Musik wird so schnell nicht langweilig.

A new defining of superb dancefloor-jazz” betitelten die weltbekannten Top-DJs von “Turntables On The Hudson” aus New York das ausgesandte Demo. > Mit viel Liebe zum Detail und tief verwurzelt im Soul, Jazz und Bossa der 60er und 70er Jahre ist der unbedingt tanzbare, clubbige “Bahama-Sound” entstanden, der völlig zu Recht als “Sound of Summer 2008″ gefeiert werden kann. Auf den man leider noch einige Tage warten muss: das Album erscheint am 4. Juli 2008. Unbedingt vormerken!

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