Hommage Andy Warhol vom 8. bis 17. August im Deutschen Filmmuseum

[flattr uid='herrenzimmer' btn='compact' lng='de_DE' /]

Frankfurt am Main (4. August 2008) – Im Rahmen der slowakischen Kulturtage würdigt das Deutsche Filmmuseum, Frankfurt am Main in einer Hommage den 1987 verstorbenen Künstler Andy Warhol. Der Sohn slowakischer Einwanderer mit dem bürgerlichen Namen Andrew Warhola, wäre am 6. August 80 Jahre alt geworden.

Filme im Überblick

Fr 8.8. 18.00 Uhr | Sa 9.8. 22.30 Uhr
ABSOLUT WARHOLA
BRD 2001, Stanislaw Mucha, Dokumentarfilm, 80 min OmU

Die Tatsache, dass Andy Warhols Eltern Einwanderer aus der Slowakei waren, machte Stanislaw Mucha in der höchst unterhaltsamen Dokumentation ABSOLUT WARHOLA (2001) zum Thema. Der Film führte Mucha nach Ruthenien in das Dorf Miková zu den letzten europäischen  Verwandten Warhols, einer Urgroßtante und zwei Vettern dritten Grades, sowie in das Städtchen Medzilaborce, Ort eines 1991 gegründeten Warhol-Museums. So entstand das Portrait einer Gegend, in der die Arbeitslosigkeit so groß wie die Trinkfestigkeit ist, ein Portrait, das sich bei aller Skurrilität niemals über die Menschen lustig macht und das mit erstaunlichen Verbindungen zwischen Warhols Kunst und der Heimat seiner Vorfahren aufwarten kann.

Zwischen 1963 und 1968 drehte Warhol über fünfzig 16-mm-Filme. Obwohl er zu dieser Zeit ein arrivierter Künstler war, blieben sie weitgehend unbekannt: Außerhalb des New Yorker Undergrounds hielt man sie eher für ein Gerücht, als dass sie wirklich gesehen wurden. Daran hat sich bis heute wenig geändert. Ein Grund dafür ist sicher ihre ästhetische Radikalität, ihr provozierender Minimalismus. Tatsächlich erschloss Warhol dem Kino völlig neue künstlerische Dimensionen – wovon die kleine Auswahl, die in zwei Programmen zu sehen ist, überzeugen soll.

Do 14.8. 20.30 Uhr | Kurzfilmprogramm
SHOULDER
USA 1964, R: Andy Warhol, Da: Lucinda Childs, 4 min OF
SOAP OPERA
USA 1964, R: Andy Warhol, Da: Baby Jane Holzer, 46 min OF
HARLOT
USA 1965, R: Andy Warhol, Da: Mario Montez, Gerard Malanga, 66 min OF
SHOULDER (1964) zeigt die Schulter von Lucinda Childs. In SOAP OPERA (1964) sah man erstmals einen von Warhols späteren “Superstars” Baby Jane Holzer. HARLOT (1965) war sein erster Tonfilm und ist eines seiner Schlüsselwerke: Vier Personen sitzen (im Mittelpunkt Mario Montez als Jean Harlow) auf einer Couch, während drei Männer sich im Off unterhalten.

So 17.8. 20.30 Uhr | Kurzfilmprogramm
HEDY
USA 1966, R: Andy Warhol, Da: Mario Montez, Ingrid Superstar, 66 min OF
BUFFERIN
USA 1966, R:
Andy Warhol, Da: Gerard Malanga, 33 min OF
HEDY (1966) handelt von Hollywood-Star Hedy Lamarr, ebenfalls von Mario Montez gespielt. Mit einer beweglichen Kamera erzählt der Film die authentische Episode von Lamarrs Verhaftung als Ladendiebin, unterlegt mit Musik von John Cale und Lou Reed. BUFFERIN (1966) war Warhols dritter Farbfilm und der erste, in dem er “strobe cuts” verwendete, man sieht Gerard Malanga, der eigene Gedichte vorliest.
Zusätzlich zu Wahhol 80 läuft in der Reihe “Frankfurter filmhistorische Vorträge: Kino ’68″ sein Werk THE VELVET UNDERGROUND AND NICO (1966).

Ähnliche Artikel im Herrenzimmer
Die Geschichte der Deutschen – Von den Germanen bis zum Mauerfall
Die Journalisten Teja Fiedler und Marc Goergen haben in ihrer vielbeachteten STERN-Serie die wechselvolle Geschichte der Deutschen spannend und pointiert zusammengefasst. So entstand ein informativer ...
Weiterlesen...
Die Geschichte der Deutschen – Von den Germanen bis zum Mauerfall
 
 
Alles aus der Rubrik Film
Alles aus der Rubrik Museum
Alles zum Thema Lesen, hören, sehen