Jan Harbeck ist ein dänischer Saxofonist, der mit seinem warmen, vollen Ton an Johnny Griffin oder Ben Webster oder Dexter Gordon erinnert – vielleicht kein Zufall, lebten doch sowohl Griffin als auch Webster als auch Gordon eine längere Zeit in Skandinavien und spielte häufig mit dortigen Musikern.
Das Album In The Still Of The Night des Jan Harbeck Quartets verrät bereits im Titel, welche Art von Musik den Hörer erwartet: ruhige, oft balladenhafte Interpretationen von Standards wie If I Should Lose You, Come Sunday, Petite Fleur oder Bye Bye Blues. Das ist Musik zum Entspannen, zum Abschalten, zum Träumen, Zum Tag-ausklingen-lassen, im positivsten Sinne eine “altmodische” Platte. Harbeck beherrscht sein Instrument souverän, und seine drei Mitspieler stehen ihm in Nichts nach. Auf Harbecks Website kann man sich davon anhand von Soundsamples überzeugen, Anspieltipp: If I Should Lose You.
Jan Harbeck ist 1975 im dänischen Århus geboren, zu seinen Instrumenten gehören Sopran-, Alt-, Tenor und Bariton Saxofon sowie Klarinette und Flöten, die Bassklarinette hört man in John Lewis’ Komposition Django. Auf rund 20 CDs hat er bisher mitgewirkt, in Dänemark und dem übrigen Skandinavien ist er seit langem eine feste Größe im Jazzgeschehen. Mit In The Still Of The Night sollte ihm auch bei uns eine größere Aufmerksamkeit gewiss sein, das Album wird sowohl Jazzfans als auch mit dem Jazz weniger vertraute Hörer ansprechen.
In The Still Of The Night
Jan Harbeck Quartet
If I Should Lose You 8:11
La Rosita 10:02
Someday You’ll Be Sorry 4:56
In The Still Of The Night 9:40
Come Sunday 8:17
Petite Fleur 6:07
After You’ve Gone 5:11
Poinciana – Song Of The Tree 5:12
Django 5:43
Bye Bye Blues 7:04


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