Die Beaufort von Barbour

Beaufort von Barbour

John Barbour hütete in dem rauen Klima Schottlands auf der elterlichen Farm die Schafe und wusste wetterfeste Kleidung deshalb zu schätzen. 1894 gründete er die Firma Barbour und begann, Ölzeug für Seeleute, Fischer und Hafenarbeiter zu produzieren.

Seit dieser Zeit ist die Beaufort wohl auch schon im Angebot der Firma vorhanden. Diese Jacke ist mit ihren vielen durchdachten Extras nicht nur sehr praktisch sondern auch zeitlos stilvoll. Von den Pattentaschen an der Vorderseite abgesehen, in welche nicht nur Jagdutensilien Platz finden sondern durchaus auch der Büroplaner oder das Smartphone.

Am Rücken ist eine durchgehende Tasche vorhanden, welche sich bestens für den Transport auch größerer Gegenstände eignet.

Früher als Jagdbegleiter konzipiert, ist diese Jacke heute ein Alltagsbegleiter, welcher ein Leben lang genutzt werden kann. Für die Jacke sind nicht nur Zusatzartikel wie eine Kapuze oder ein Innenfell erhältlich sondern auch ein Spezialwachs. Die Jacke kann somit, wenn deren Regenschutz durch die Tragedauer nicht mehr optimal ist, nachgewachst werden.

Über die Beaufort scheiden sich durchaus die Geister. So schreibt die SZ in einem Artikel: “[...] Ebenso wenig ist zu begreifen, wie eine sackförmige, schlammfarbene Wachstischdecke mit Ärmeln es geschafft hat, sich zu einem Prestigeobjekt zu mausern. Allein das Gewicht! Als ob der Alltag nicht schon erdrückend genug wäre. Und dann der Geruch – was so nach alter Kerze muffelt, sollte unter Verschluss gehalten werden. Ganz zu schweigen von den überdimensionalen, stets vollgestopften Taschen, die den Träger aussehen lassen wie einen wandelnden Sitzsack mit Beulen.”

Ich besitze nun bereits seit einiger Zeit selbst ein solches Exemplar und es war mir nicht nur bei längeren Spaziergängen mit dem Hund in der Landschaft sondern auch im übrigen Alltag ein nützlicher Begleiter. Ich habe diese Jacke selbst bereits einmal nachgewachst und muss sagen, dass diese wieder “wie neu” wirkt. Ein wenig Patina macht sich auf die Dauer z. B. auf den Pattentaschen bemerkbar, aber gerade dies macht den Charme eines solchen Kleidungsstückes aus.

Aufgrund der sehr guten Trageeigenschaften und wirklich durchdachten Taschenaufteilung, habe ich inzwischen bereits mehrere Jacken der Firma Barbour und bisher wurde ich von keiner enttäuscht. Die Beaufort ist und bleibt im “Jägergrün” jedoch der ungeschlagene Klassiker. Und…wenn die Jacke nunmehr wohl bereits 100 Jahre am Markt präsent ist und noch immer erworben wird, dann wird dies wohl auch in 100 Jahren noch so sein.

Die Investition lohnt sich somit in doppelter Hinsicht. Man kauft kein einfaches Kleidungsstück sondern ein Stück Geschichte und einen dauerhaften Alltagsbegleiter mit zeitlosen Chique. Solche Ausnahmen findet man selten in Zeiten der Fast-Food-Bekleidung und Billigwaren. Als Tipp sei angemerkt, dass man keineswegs nur über den Fachhändler zum vollen Preis zu einem solchen guten Stück gelangt. Es besteht hin und wieder auch die Möglichkeit, eine solche Kostbarkeit im Second Hand Geschäften zu erwerben. Dort liegen dann die Preise zum Teil weit unter dem Neupreis. Dann noch ein wenig Wachs drüber und die Jacke ist wie neu.

Abschließend bleibt nun noch zu sagen, dass Worte zwar beschreiben können, aber erfahren müssen Sie das vorstehend Beschriebene schon selbst…..

Andreas M. Löbner

Andreas M. Löbner ist 26 Jahre alt und Rechtsanwalt. Seine knapp bemessene Freizeit verbringt er mit Frau und Hund (Foxterrier) oder mit einem guten Buch.

 
 
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