Hören wir Vincent Klink vorweg:
Wenn es um Tiere geht, egal wie seltsame, dann ist immer auch Fett im Spiel. Klar gibt es pflanzliche Fette, und wie Freund Wiglaf meinte, können die auch ganz schön tierisch unterwegs sein, wenn man bedenkt, dass die Spanier Olivenöl statt Blut durch ihre Arterien pumpen.
Also gut, also Fett, und deshalb als kleine Krisengabe diesen fetten „Häuptling” ohne Mehrpreis, auch wenn wir für den Versand viel mehr Porto zahlen müssen. In Zukunft machen wir es wie beim Kochen: Alles, was man hat, wird in die Pfanne geschmissen. Sparen können wir immer noch, wenn die Ware knapp wird. Außerdem fühlen wir uns verpflichtet, uns gegen das Krisengeheul anzustemmen. Der „Häuptling” rechnet sich sowieso nicht in der Art, wie sich das ein Herr Ackermann vorstellt. Deshalb haben wir auch von Anfang an nicht kalkuliert, sondern reagieren erst, wenn die Bank anruft. Alle schnallen den Gürtel enger, wir halten uns an die probate Methode, das Gegenteil vom Rest der Herde zu tun. Wie die Geschichte wiederholt gezeigt hat, liegt die breite Masse immer falsch.
Diesmal handelt das Heft von „seltsamen Tieren”. Bei einigen Beiträgen mag der Verdacht aufkommen, die Autoren hätten das Thema verfehlt. Stimmt, aber nur über Essen und Tiere zu labern, davon wird man mit der Zeit ein bisschen gaga (wenn man’s nicht schon ist). Wichtiger ist uns deshalb, dass die Geschichten, die hier abgedruckt werden, tierisch gut sind. Liebe Leserin, lieber Leser, gehen Sie nun an die Hausbar und genehmigen Sie sich einen Schnaps. Sie haben ihn verdient, denn nicht nur haben Sie dieses Heft – fast ein Buch — gekauft, sondern auch noch diese Seite gelesen.
Sante, Ihr Vincent Klink
So vierteljährlich wie möglich ein prallvolles Heft für Wanst und Geist zu backen ist eine bewundernswerte Sache, und wenn das jetzt bereits 42mal gelungen ist noch viel mehr. “Seltsame Tiere” lautet das Motto dieses Mal, brillant und kubinesk illustriert von der großartigen Tatjana Hauptmann und textlich aufbereitet von allem, was hierzulande Rang und Namen besitzt oder verdient, darunter verlässliche Leute wie Thomas Bodmer, Franz Dobler, Wiglaf Droste, Fritz Eckenga, Bernd Gieseking, Joseph von Westphalen und Klaus Cäsar Zehrer, um nur einige wenige zu nennen. Bescheiden wie immer verweist auch Herrenzimmerherausgeber Archi W. Bechlenberg darauf hin, dass er, dieses Mal als Poet, mit im Gehege weilt. Für dieses Heft mit ohne Umschlag 164 Seiten muss der Gürtel wahrlich weiter geschnallt werden, aber das hat Vincent ja schon gesagt. Bestellen, am besten im Abo, kann man hier. Das Einzelheft für 14,95 € / Sfr 24,- plus 2 Euro Versandkosten, das Abo (4 Ausgaben pro Jahr) für 54 € inklusive Versand.


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