…und Reggae, und Ska und und und…hey, das ist gute Launemusik vom Feinsten, und man kann sich vorstellen, wie es auf den Konzerten von Rupa und ihren Aprilfischen zugeht.
Die Direktorin des globalen Musikzirkus ist zurück – nach einer wirbelnden Tournee rund um den Erdball heißt es Vorhang auf für ein neues klingendes Welttheater! Rupa Maryas zweites Werk jongliert zwischen Gypsy Swing-Atmo, kräftigen Chanson-Anstrichen, leichten Cumbia-Anflügen und indischen Vibrations. Die Indo-Amerikanerin vertraut erneut auf die weltgewandten Musizierqualitäten ihres verrückten Quintetts The April Fishes, in eine schlüssige Klangphilosophie gebündelt von Tom Waits’ Meisterproduzenten Oz Fritz. Neben Akkordeon, Trompete, Bass, Drums und Gitarren bereichern Saxophone, eine Klarinette, Tabla-Beats, ein brasilianischer Musikbogen und eine indische Flöte die Textur, in der auch etliche Feldaufnahmen lauern – von den Rufen eines Eisverkäufers über Regen und Donner bis hin zum Sound einer alten Filmvorführmaschine.
Die Aprilfische machen Platz für sage und schreibe Auftritte von zehn special guests: Solche gibt es vom Tin Hat-Trompeter Ara Anderson, dem serbischen Bassisten Djordje Stijepovic und dem Rapper Boots Riley. Ihre spannenden Geschichten erzählt Rupa nun verstärkt in spanischer Zunge: Immer wieder thematisiert sie die Grenze zwischen den USA und Mexiko, die sich – im wahrsten Sinne des Wortes – als kleine rote Linie durch das Album zieht. Sie berichtet von den tödlichen Wanderungen der Wirtschaftsflüchtlinge im Niemandsland und von Verstrickungen unserer Seele in den Ängsten vor dem Tod und vor der Freiheit des Lebens. Sie beichtet uns eine große Liebe, die zerbricht, und sie findet Trost in der Anrufung des Mondes. Ein Elefant ist einem Poem von Krishnamurti entfleucht und zieht auf der Erkundung der Wahrheit durch den Dschungel. Der persische Sufi Hafez hilft ihr bei der Suche nach dem Licht, und ihrem ganz persönlichen Idol Pablo Neruda hat sie einen fiktiven Dialog auf die Feder geschneidert. Este Mundo erzählt von der Welt als einem Ort, der voll von verrückten Augenblicken ist. Die staubige Wüste und der Sternenhimmel über ihr, ein Elefant als Zerstörer und Erleuchter, die einende und entzweiende Kraft der Liebe – all dies wird in einem polyglotten Spektakel zwischen Gypsy-Flair, Latin Moods und östlicher Philosophie gefeiert.


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