wurde 1980 in Augsburg geboren und erlernte von Kindesbeinen an das Klavierspiel autodidaktisch. seine Leidenschaft für die Kunstform des jazz etablierte sich schnell und so sammelte er bereits in jungem Alter Erfahrungen in verschiedenen Jazz-Formationen im süddeutschen Raum.
Nach einer klassischen Klavierausbildung studierte er am Richard-Strauss-Konservatorium in München Jazz-Piano, wo er sein Studium 2007 mit magna cum laude beendete. 2006 gewann er den 2. Preis beim renommierten Gasteigwettbewerb, worauf die Uraufführung seiner Komposition “triptychon für solo-piano” im Carl-Orff-Saal in München folgte.
Tim Allhoff machte sich schnell weit über den süddeutschen Raum hinweg einen Namen, im Laufe der letzten Jahre bestritt der 29-jährige Konzerte und Tourneen, die ihn u.a. nach Österreich, Holland, Frankreich, England und in die tschechische Republik brachten. 2008 wurde er mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg ausgezeichnet.
Er ist als Sideman auf einigen CD-Einspielungen zu hören und spielte mit internationalen Künstlern wie Larry Grenadier, Charito, Jeff Ballard, Dieter Ilg, Thomas Quasthoff u.a. zusammen. Momentan intensiviert Tim Allhoff die Arbeit mit seinem eigenen Trio, das Debüt Album “Prelude” erschien im Februar 2010 im Rahmen der Jazzthing | next generation-Reihe auf doublemoon records. das Trio wurde für das Finale des “Neuen Deutschen Jazzpreis 2010″ nominiert. Tim arbeitet außerdem als freier Arrangeur und Komponist von Bühnen,- und Filmmusik und ist seit September 2009 als musikalischer Leiter für das Theater Ingolstadt tätig.
Zusammen mit Andreas Kurz (bass) und Bastian Jütte (drums) präsentiert der 29-jährige Pianist auf dem Trio Album Prelude fast ausschließlich Eigenkompositionen, es finden sich aber auch innovative Interpretationen von Standards aus dem great american songbook und der Popliteratur im Repertoire der Band.
Das Album ist spannungsreich und für ein Debüt geradezu überwältigend ausgereift. Die drei Musiker spielen zusammen, als seien sie sich spielerisch schon seit vielen Jahren vertraut, Allhoffs Originals beweisen den talentierten Komponisten, und die Interpretation von Standards wie “Long ago and far away” oder eines Popsongs wie “Don’t speak” geben allen drei Musikern Raum, ihre Inspirationen einzubringen, vor allem bei “Don’t speak” zeigt sich, was erstklassige Musiker aus einem eher banalen Lied mit den Mitteln des Jazz machen können. Und noch ein don’t findet sich auf der CD – Don’t explain, der bittertraurige Song, der so sehr mit dem Namen Billie Holiday verbunden ist. Auch in diesem Standard beweist das Trio seine Meisterschaft. In Tim Allhoffs Spiel kann man den Einfluss der Impressionisten erkennen, und tatsächlich haben Komponisten wie Debussy und Ravel eine große Bedeutung für seine Entwicklung als Pianist.
Dass die Musiker viel zu sagen haben kann man auch an der Länge der meisten Stücke, die immer mal wieder die 9 Minuten erreichen, erkennen, das ganze Album dauert rund 73 Minuten, viel Zeit, um sich in das Zusammenspiel des Trios hineinzuversetzen.
Zu Recht wurde Prelude nicht nur für den “Neuen Deutschen Jazzpreis 2010″ nominiert – am vergangenen Wochenende wurde das Album auch mit diesem hoch dotierten und wichtigen Jazzpreis ausgezeichnet. Wenn das kein schöner Erfolg für Tim Allhoff, Andreas Kurz, Bastian Jütte und das Label Double Moon und dessen Produzenten Volker Dueck ist. Liebhabern von Klavier Trios ist diese außergewöhnliche Platte wärmstens ans Herz gelegt.



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