Seit 1973 waren Rosanna Tavares und Zélia Fonseca enge Freundinnen. Sie schrieben Lieder zusammen, traten gemeinsam auf und folgten schließlich einer Einladung, die sie von Brasilien nach Portugal brachte, wo sie mit 200 Dollar in der Tasche ankamen. Über Finnland ging die Reise 1989 weiter nach Deutschland, wo sie bald als „Rosanna & Zélia“ eine beachtliche Karriere starteten und vier Alben aufnahmen. Ihre jazzige Popmusik, unterfüttert mit Sounds aus verschiedenen brasilianischen Folkloren, aber auch aus anderen Teilen der Welt, fand nicht nur die Begeisterung der Kritiker, sondern rege Unterstützung durch illustre Gäste wie Dino Saluzzi, Howard Levy oder Katharina Franck. Das letzte Album von Rosanna & Zélia, „Àguas Iguais“, erschien 2004 auf ENJA und wurde von der Presse begeistert aufgenommen.
„Welch sanfte, eigenständige und heitere Stimmpräsenz, welch äußerst klug in Szene gesetzten Arrangements mit brasilianischen, Latino- und klassischen Stilzutaten! Das betörende Brasil-Duo kombiniert (…) einen unpathetischen, aufregenden Song-Reigen“, las man in Audio. Die Jazzthetik hörte „ein Album voller betörender Balladen und relaxter Rhythmik“. Doch das Märchen von Rosanna & Zélia endete viel zu früh: Im Oktober 2006 starb Rosanna Tavares nach einer langjährigen Krebserkrankung.
„Der Tod Rosannas war eine sehr existenzielle Erfahrung für mich“, berichtet Zélia Fonseca, „aber sie setzte auch unglaubliche kreative Energien frei, um unsere Arbeit fortzusetzen, die wir beide so geliebt haben. Mit der Musik, mit dem Komponieren aufhören, das wollte ich nie. Die Kompositionen kamen eine nach der anderen – leicht, dringend, fließend. Dennoch war es die schwierigste Produktion für mich – ohne Rosannas Stimme, ohne ihre Freude und Liebe zu unserer Musik. Es war natürlich undenkbar für mich, Rosanna durch eine neue Sängerin zu ersetzen.“
Davon spricht auch der Titel der CD: „Impar“ – ungerade, solo, partnerlos. Zélia Fonseca ist es gelungen, die Klangästhetik des Duos weiterzuentwickeln und ihrem eigenen Gesangsstil anzupassen. Ihr virtuoses Gitarrenspiel, ihr Gespür für originelle Balladen und ihre warme Stimme machen jeden der neuen Songs zu einem Ohrwurm mit Nachglüh-Effekt. Die klangliche Mixtur der Arrangements – mit Bläserfarben, Cello, E-Gitarre, Perkussion und mehr – klingt dabei so einmalig wie überzeugend. Auch alle anderen Mitwirkenden sind übrigens ausgewiesene Könner, darunter der Multi-Instrumentalist Marcio Tubino (Egberto Gismonti, Joe Zawinul, Dusko Goykovich), die Drummerin Angela Frontera (Nina Hagen, Airto Moreira, Lou Bega), der Gitarrist Michael „Kosho“ Koschorreck (Nena, Xavier Naidoo, Söhne Mannheims) oder der Bassist Davide Petrocca (Randy Brecker, Richard Galliano, Biréli Lagrène). Die Vision von Rosanna & Zélia lebt weiter.
Zélia Fonseca und Impar
Mit Impar stellt Zélia Fonseca ihr erstes eigenes Album vor. Noch im Sommer 2006 war es undenkbar für sie, dass sie bald als Solistin ins Studio gehen würde. Ihr Leben lang hatte sie mit Rosanna Tavares Musik gemacht. Doch nach dem Tod der Sängerin gab es nur die Alternative: Aufhören oder Weitermachen. Zélia ließ sich drei Jahre Zeit, um nun fortzusetzen und weiter zu entwickeln, was Rosanna & Zélia begonnen haben und was auf vielfältige Weise Publikum und Kritik begeisterte.
Um die Einzigartigkeit von Zélia Fonsecas Musik zu verstehen, muss man weit zurück in ihre Kindheit gehen. Mit ihrer zwölfköpfigen Familie – die Mutter stammte aus einer jüdischen Familie aus Portugal, die Ur-Oma väterlicherseits hatte indianische Wurzeln – lebte sie in den Sechzigerjahre zunächst auf dem Land, dann am Rande Itaúnas, einer kleinen Stadt in Minas Gerais, einem Bundesstaat im Südosten Brasiliens. Sie liebte die Natur, besaß einen Papagei und dreizehn Spinnen und fühlte sich ein wenig wie Pippi Langstrumpf. Unbeschwert war ihre Jugend dennoch nicht, denn der Vater hatte sich ein Taxi gekauft und das einzige öffentliche Telefon des Ortes war in ihrem Haus. So traf dort ständig Freud’ auf Leid, war es doch auch der Notfallposten über das eigenen Viertel hinaus. Als der Vater später einen Laden, den er „Zélia Bazar“ nannte, eröffnete, ging es der Familie finanziell dadurch auch nicht besser. Denn keiner der Kunden hatte Geld, die Waren wurden oft ohne Bezahlung abgegeben, die Namen nur notiert. Prägende Erlebnisse für Zélia, die vieles davon in ihren späteren Texten verarbeitete. Die Musik kam ins Spiel, als Zélia für Familie, Freunde und Nachbarschaft kleine Auftritte improvisierte – ein Tisch diente als Bühne. Die Inspirationen dafür kamen aus der Familie, Radio und Fernseher gab es nicht. Der Vater spielte Akkordeon und Gitarre, die Mutter sang. Als dann ein kleines Kiosk auf einem Hügel der Stadt von ihrem Vater betrieben wurde, gab es dort jeden August ein Fest, das von der katholischen Kirche organisiert und wo gesungen und getrommelt wurde. Die Ursprünge der Congado gehen auf afro-brasilianische Rituale zurück. Das beeindruckte Zélia Fonseca mehr als irgendwelche Schallplatten sie beeinflussen konnten. Und wir werden der Congado später wieder begegnen. Den Wunsch, Musikerin zu werden, formulierte Zélia trotzdem nie. Sie las lieber Bücher, schweren Stoff für einen Teenager, Nietzsche, Clarice Lispector, Adelia Prado. Klavier hätte sie liebend gerne gelernt, aber ein Instrument war unbezahlbar. Also spielte sie Theater, zum Beispiel die Rolle der Anne Frank, und lernte erst mit 16 erste Akkorde auf der Gitarre, schrieb aber gleich ein erstes eigenes Stück. Die Gitarre bekam sie von der Tante geschenkt.
Zu dieser Zeit, 1973, kam Rosanna Tavares mit ihrer Familie von Nanuque im Bundesstaat Bahia nach Itaúna. Die Mädchen wurden Freundinnen, machten Musik miteinander, traten bei Schulfesten auf, schrieben Lieder zusammen und behielten das gemeinsame Projekt im Auge auch als Zélia nach Belo Horizonte zog, um Journalismus zu studieren während sich Rosanna in Itaúna der Zahnmedizin widmete. Nach Abschluss ihres Studiums kam auch sie nach Belo Horizonte kam und überredete ihre Freundin in Bars, Restaurants und kleinen Theatern aufzutreten. Eine Einladung von zwei befreundeten Musikern, die in Portugal lebten, klang verlockend, weckte ihre Abenteuerlust. „Wir hatten überhaupt kein Geld, aber es gab kein Halten mehr. Wir verkauften alles. Die Möbel, die Instrumente, mein Büro, Rosannas Anteile an der Zahnarztpraxis und wir beschlossen uns Jobs zu suchen, mit denen wir schneller Geld verdienen würden“, erinnert sich Zélia Fonseca. Der Verkauf von Pao de Queijo war die Lösung. Einen Monat lang schleppten sie um 5 Uhr morgens Säcke mit Maniokmehl, literweise Milch, unzählige Eier und milden Käse vom Markt in die kleine Küche, rührten alles zu einem Teig, buken daraus Brötchen und verkauften sie an die begeisterten Einwohner von Bahia und ihre Sommergästen, um die Flugtickets finanzieren zu können. „Mit 200 Dollar in der Tasche kamen wir in Lissabon an, wurden noch am selben Abend in einem Jazz Club in der Altstadt zu einer kleinen Einlage auf die Bühne gebeten.“ Auftritte in Porto und Albufeira folgten, sie lernten einen Journalisten und Musikproduzenten aus Finnland kennen, wagten die lange Schiffspassage ins Land der tausend Seen, spielten dort in vier Monaten 56 Konzerte in 16 verschiedenen Städten, auch als Vorgruppe von Alice Cooper und Gary Moore, der von Zélia lernen wollte, wie man Bossa Nova spielt. 1989 ging die Reise von Rosanna & Zélia weiter nach Deutschland, Frankfurt wurde bald zur neuen Heimat.
Das Duo nahm ein Live- und drei Studioalben, Passagem (1997), Coisário (1999) und Águas Iguais (2004), auf, arbeitete im Studio mit handverlesenen Gäste wie dem argentinischen Bandoneon-Star Dino Saluzzi, Mundharmonika- Virtuose Howard Levy (Béla Fleck & The Flecktones) und der Ex-Rainbirds-Sängerin Katharina Franck im beeindrukkenden Duett „Lady Multimelancólica“. Auf Tourneen und Festivals teilten sie die Bühne mit Topstars wie Compay Segundo, John McLaughlin, George Benson, Djavan, Joe Zawinul und Maria Joao. Hörte man beim Duo anfangs fast ausschließlich aufhellende Musik gegen schlechte Stimmung (so der programmatische Titel des Live-Debüts Contra O Mau Humor 1993) im lässigen Latin-Pop-Jazz-Idiom, fanden die beide Brasilianerinnen in Deutschland schnell zu ihrem eigenen wie eigenwilligen Stil. Ohne Samba-Stilvorlagen und frei von Karneval-Klischees wurde die „alte Musik“, der Bossa Nova fern der Heimat neu entdeckt, anders empfunden und interpretiert. Überhaupt wurde Brasilien – vor Ort undenkbar – kulturell als Ganzes gesehen, afro-brasilianische und indianische Wurzeln gleich behandelt wobei Minas Gerais, das oft als barock bezeichnete Bundesland als Ausgangspunkt der Reise von Rosanna & Zélia, besonders deutlich seine Spuren hinterließ. Schließlich wird der Mineiro gerne als in sich gekehrter, nachdenklicher, melancholischer und poetischer als die Bewohner Rios oder Bahias beschrieben. Bedeutende Musiker und kreative Geister wie Joao Bosco und Milton Nascimento gehören dazu und legen davon Zeugnis ab. Die Begegnung mit europäischem Jazz und eine Vorliebe für kammermusikalische Arrangements sorgten im Zusammenspiel mit den diversen Folk-Stilen dafür, dass der Sound der Zwei von den Medien als originär und singulär gewürdigt wurde. Impar setzt nun die Tradition von Rosanna & Zélia fort, wobei die erwähnten Ingredienzien längst als homogene Einheit Basis für einen neuen Quantensprung geworden sind. „Diesmal ging es nicht darum, die einzelnen Elemente zu betonen und es war mir auch nicht wichtig, ob die einzelnen Rhythmen besonders brasilianisch klingen“, setzte Zélia Fonseca ihr Hauptaugenmerk besonders auf Melodien, Texte und die Stücke an sich. „Für mich sollte es eine Songwriter-CD werden.“
Was früher in den Regalen der Plattenläden unter „Ethno-Jazz“ sortiert wurde, darf heute gerne auch unter „Pop“ stehen auch wenn Stücke wie Sentinela, Naufragio und Desoriente nach wie vor auf Maracat·-, Xote- und Afoxé-Grooves setzen, so tut such Zélia Fonseca vor allem auch als Komponistin wunderschöner Balladen hevor. Im Sound Studio Zerkall, wo unter der Regie von Walter Quintus auch schon Águas Iguais für Enja Records aufgenommen wurde, halfen neben den langjährigen Rosanna & Zélia-MitstreiterInnen Angela Frontera (Schlagzeug, Percussion), Marcio Tubino (Flöte, Saxophon, Percussion) und Davide Petrocca (Kontrabass) weitere Musiker, Impar um Leben zu erwecken. Rosana Levental (Cello) und Zélias Neffe Joao Luis Nogueira (akustische Gitarre und Co-Komponist vom Titelsong Impar) waren schon bei Águas Iguais dabei, mit Michael „Kosho“ Koschorrek schaute ein alter Freund und Sohn Mannheims vorbei, um mit seinen E-Gitarren stilvolle Sounds und Atmosphären zu kreieren. Und erstmals ist bei Fonsecas Musik auch ein Piano im subtilen wie ergänzenden Zusammenspiel mit den Akustik-Gitarren zu hören. Martin Kälberer spielt es, außerdem auch Vibrandeon und Hang, die Schweizer Antwort auf Steeldrums. Katja Quintus schließlich singt die zweiten Stimmen und mit Frank Wolff ist der Cellist des legendären Frankfurter Kurorchesters auf „Desoriente“ mit einem Solo zu hören. Mit ihm vertrat Zélia auch ihre langjährige zweite Heimat Frankfurt multikulterell beim Programm zur 20-Jahr-Feier der Städtepartnerschaft mit Guangzhou bei einer China-Reise im April 2008. Ein erster Schritt in Richtung Soloauftritte.
Impar, der CD-Titel, heißt übrigens aus dem Portugiesischen übersetzt ungleich, ungerade, im Umgangssprachlichen benutzt man das Adjektiv auch, um auszudrükken, dass man solo, ohne Partner ist. Musikalisch gilt das für Zélia Fonseca, seit Rosanna Tavares am 9. Oktober 2006 im Kreise ihrer Familie und Freunde an den Folgen ihrer langjährigen Krebserkrankung gestorben ist. Nun überzeugt Zélia Fonseca auch als Solistin mit ihrem gewohnt filigran-feinnervigen wie auch perkussiv-kraftvollen Gitarrenspiel, ihrer ausdrucksstarken Stimme mit wunderbar warmen Timbre, poetischen Texten auch voller assoziativer Wortspiele von literarischer Qualität und der atmosphärischen und stimmungsvollen Umsetzung der Geschichten.Luarmina e a ilha zum Beispiel beginnt mit den Wassergeräuschen, die Rosanna für „Luarmina e o mar“ vom Águas Iguais-Album im Studio kreiert hatte für ihr Märchen von der Wäscherin am Fluss, die sich in einen Fisch verliebt hat, und die hier nun weiter erzählt wird. Prece beginnt mit dem für einen Dokumentarfilm über Rosanna und Zelia aufgenommenen Gebet eines alten Mannes bei einer Congado – wir erinnern uns – in Zélias Heimatstadt Itaúna.
Niemand, nicht einmal seine Kinder, verstanden diese alte Sprache, eine Mischung aus Portugiesisch und einem afrikanischen Dialekt, aber es passte wunderbar zu „Prece“, das auch ein Gebet ist. „Let it be heard – the sound we call love“. Bei Ponto de vista, dem letzten Lied des Albums, beschwören alle MusikerInen, dass eine tiefe Freundschaft auch Trennung und Distanz überlebt. Ein Grund zu feiern. Der Sohn von Walter und Katja Quintus, Royce, spielt hier Schlagzeug und singt mit Elia, Zélias neunjährigem Sohn die Zeilen „The good returns again and again“.
(Detlef Kinsler 2010. Der Frankfurter Musikjournalist begleitet die Karriere von Zélia Fonseca/Rosanna & Zélia seit vielen Jahren.)
Zélia Fonseca: Impar
VÖ 23. April 2010
ENJA RECORDS/edelkultur
ENJ 9553 2
Zélia Fonseca acoustic guitars, vocals Angela Frontera drums,
percussion Marcio Tubino percussion, flute, soprano saxophone,
vocals Rosana Levental cello Davide Petrocca acoustic bass
Joao Luis Nogueira acoustic guitars, mandolin Michael Koschorreck
electric guitars, mandolin Martin Kälberer piano, vibrandeon, hang
Walter Quintus violin Katja Quintus backing vocals Frank Wolf cello u.a.
1. Era Uma Vez 2:38 2. Impar 4:10 3. Sentinela 4:00 4. Temporal 4:23
5. Naufrágio 4:19 6. Luarmina E A Ilha 4:56 7. Prece 4:07 8. Vigia 3:40
9. Sobre O Amor 5:10 10. Desoriente 4:01 11. Ponto De Vista 6:28
Interview Zélia Fonseca: „Die eigentliche Herausforderung war für mich das Singen“
Impar ist dein erstes Soloalbum nach dem Tod deiner langjährigen
Duopartnerin Rosanna Tavares vor vier Jahren. Ist es
die schwierigste Produktion in deiner bisherigen Karriere?
Natürlich war es für mich die schwierigste Produktion – nicht
das Komponieren, sondern allein die Vorstellung, meine Songs
ohne Rosannas Stimme zu hören, ohne ihre Freude und Liebe
zu unserer Musik.
Gab es nach dem Tod Rosannas Momente, wo du mit der
Musik aufhören wolltest?
Mit der Musik aufhören, und damit auch aufhören zu komponieren,
wollte ich nie. Aber ich hatte zunächst keine Freude
daran, ohne unser eigenes Projekt auf der Bühne zu stehen,
nur um Geld zu verdienen. Ich hätte lieber etwas ganz anderes
gemacht, ohne direkte Verbindung zur Musik.
Erstmals bist du für eine Album komplett alleine verantwortlich.
Du hast nicht nur die gesamte Musik komponiert,
sondern auch die Texte für alle Songs geschrieben. Wie bist
du mit dieser Herausforderung umgegangen?
Es war keine Herausforderung, eher ein tiefes Bedürfnis. Der
Tod Rosannas war eine so existenzielle Erfahrung für mich und
setzte unglaubliche kreative Energien frei: Unsere Arbeit fortzusetzen,
die wir beide so geliebt haben. Mir war noch nicht
klar, wie ich alles realisieren sollte, aber die Kompositionen
kamen eine nach der anderen: leicht, dringend, fließend. Die
eigentliche Herausforderung war für mich das Singen. Es war
und ist undenkbar für mich, Rosanna durch eine neue Sängerin
zu ersetzen.
Im Gegensatz zu euren drei vorigen Studioalben Passagem
(1997), Coisário (1999) und Águas Iguais (2004), die in kleiner
Besetzung entstanden sind, wurde Impar mit alten Weggefährten,
aber auch weiteren Musiker eingespielt – und damit
um einige neue Instrumente bereichert. War es dir wichtig,
den Sound zu öffnen?
Es hat sich aus den Songs heraus entwickelt, wie bei allen vorherigen
CDs auch. Das habe ich nicht vorher entschieden. Ein
paar Lieder boten sich an für Klavierlinien oder Gitarrensounds.
Auch auf den früheren Alben kamen songdienlich
andere beziehungsweise neue Sounds.
Du hast bereits früher Texte für eure CDs geschrieben, wobei
hauptsächlich Rosanna für die Lyrics verantwortlich zeichnete.
Haben sich deine Themen durch ihren Tod verändert?
Wir waren immer darauf bedacht, Songs gemeinsam zu entwickeln.
Wer schon einen Text hatte, ließ die Melodie für die
andere. Natürlich hatten jede von uns auch komplett eigene
Songs. Bevor ich Rosanna kennen gelernt und mit dem Komponieren
angefangen habe, habe ich immer schon geschrieben.
Texten gehörte immer schon zu meinem Alltag und war
mir sehr wichtig. Die Themen haben sich durch ihren Tod nicht
verändert.
Was, glaubst du, würde Rosanna zu Impar sagen?
Danke.
Tourdaten 2010/2011
2010
28.4. Karlsruhe, Tollhaus
6.5. Frankfurt, Brotfabrik
7.5. Stuttgart – Laboratorium
16.9. Halle – Objekt 5
17.9. Berlin tbc
12.10. München
14.10. Wien tbc
2011
22.1. Nürnberg tbc
2.4. Pforzheim- Kulturhaus Osterfeld



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