Stuttgart. Huschke von Hanstein wäre heute 100 Jahre alt geworden. An den legendären Rennbaron erinnern sich auch aktuelle Formel 1-Stars wie Michael Schumacher. In der Biografie über den Rennbaron von Tobias Aichele beschrieb der siebenfache Weltmeister einen der herausragenden Köpfe des internationalen Rennsports wie folgt: „Huschke von Hanstein gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten auf und neben der Rennstrecke – über Jahrzehnte und Generationen“.
Die Allround-Begabung war auf allen Rennstrecken zu Hause, gleichermaßen erfolgreich im Gelände, auf der Rundstrecke oder bei Langstreckenprüfungen – auf zwei oder auf vier Rädern: So siegte Huschke von Hanstein mit einem BMW 328 bei der Mille Miglia 1940. Und es war der Rennbaron, der die Marke Porsche in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine Presse-Auftritte und Renneinsätze weltweit bekannt machte. In Personalunion war er Rennfahrer, Rennleiter, PR-Chef, Fotograf, Kameramann sowie Erfinder und Neuerer: die Werbung auf Rennfahrzeugen, der Schutz der Rennfahrer durch Helme bereits seit 1938 und später durch Sicherheitsanzüge sind genau wie die Einführung des Zebrastreifens sein Werk. Seine Kompetenz und sein allzeit souveränes Auftreten, das von wahrer Weltläufigkeit geprägt war, faszinierte Mitstreiter, Kollegen aber auch Rivalen. Diese Faszination ist bis heute geblieben.
Wer anhand von Memorabilia eine Zeitreise in die Welt des Rennbarons antreten möchte, dem sei ein Besuch des Auto + Technik Museums in Sinsheim empfohlen. Dort hat Tobias Aichele mit Ursula von Hanstein im Jahr 1999 eine Dauerausstellung über das Leben Huschkes initiiert.


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