Georges Brassens, Stanley Kubrick, Edouard Manet – drei einmalige Künstler, die, jeder auf seine ganz eigene Weise, die Menschen in ihren Bann ziehen, stehen im Frühjahr im Fokus von Pariser Museen und Kulturinstitutionen. Die Ausstellungen für Kenner und Liebhaber zählen zu den Highlights der Hauptstadtregion in der ersten Jahreshälfte.
Brassens oder die Freiheit
Vom 15. März bis 21. August 2011
Nach Lennon, Hendrix und Miles Davis würdigt die Cité de la Musique als Nächstes eine weitere Kultfigur der Musikgeschichte: George Brassens. Anvertraut ist die Ausstellung zwei glühenden Verehrern von Brassens, darunter der Comicautor und Regisseur Joann Sfar. Ihm gelingt mit seiner unterhaltsamen Ausstellung ein ganz neues, bisweilen überraschendes Porträt des Sängers. Als Musiker war Brassens auf der ganzen Welt bekannt, als Mensch war er voller Widersprüche und eine seltene Persönlichkeit. In der Ausstellung wird sein ungebändigter Freiheitsdrang greifbar. Neben der Ausstellung von Exponaten wie bislang unveröffentlichte Dokumente, Tonaufnahmen aus den Archiven, Fotos und Brassens‘ Gitarren, stehen Forumsgespräche und Konzerte auf dem Programm, die den Künstler noch länger nachklingen lassen. Diese erste große Brassens-Ausstellung ist ein unumgängliches Ereignis der Pariser Kulturszene.
Cité de la Musique
221, avenue Jean-Jaurés
75019 Paris
www.citedelamusique.fr
Stanley Kubrick-Ausstellung in der Cinémathèque Française
Vom 23. März bis 31. Juli 2011
2001: Odyssee im Weltraum, Shining, Clockwerk Orange oder auch Eyes Wide Shut zählen zu den größten Klassikern der modernen amerikanischen Filmgeschichte. Eine erstmalige Kubrick-Ausstellung, die ab Ende März in der Cinemathèque im Pariser Stadtteil Bercy zu sehen ist, entführt den Besucher in die faszinierende Vorstellungswelt des genialen Regisseurs. Exklusive Dokumente aus dem Stanley Kubrick Fonds lassen ihn in das Universum seiner Arbeiten und Projekte eintauchen, die ihn zu einem der wichtigsten Regisseure des 20. Jahrhunderts machten.
Kubrick galt auch als Vorreiter der Spezialeffekte. Maßstabsgetreue Modelle von den Filmsets veranschaulichen seine Visionen. Eine interaktive Präsentation vermittelt Einblicke in die Dreharbeiten von 2001: Odyssee im Weltraum. Die Aufnahmen vom Set, die meisten davon einzigartig, decken noch ein anderes, bisher unbekanntes Talent des Künstlers auf: die Fotografie. Die Ausstellung, gleichermaßen intim wie unterhaltsam, ist für alle Altersklassen geeignet.
La Cinémathèque Française
51, rue de Bercy
75012 Paris
www.cinematheque.fr
Manet, der Erfinder der Moderne
Vom 5. April bis 3. Juli 2011
Edouard Manet (1832-1883), unumgängliche Persönlichkeit der Kunst des 19. Jahrhunderts, gilt noch heute als einer der Vorreiter der Moderne. Diese ihm gewidmete aufwändige Retrospektive ist die erste in Frankreich seit 1983. Sie ordnet Manet in seine Epoche ein und legt dar, wie politische und gesellschaftliche Veränderungen seine Arbeiten beeinflussten. Die Ausstellung beschäftigt sich mit der Unterrichtung Manets durch seinen Meister Thomas Couture, dem Antrieb durch Baudelaire, malenden Frauen wie Berthe Morisot oder Eva Gonzalès, die Reform der religiösen Kunst, die imaginäre Erotik, die weltliche Versuchung, seine Komplizenschaft mit Mallarmé…
Das historische und soziale Umfeld Manets erkundend, dringt die Ausstellung ganz bis tief ins Zentrum seiner Werke vor.
Musée d’Orsay
1, rue de la Légion d’Honneur
75007 Paris
www.musee-orsay.fr
Weitere Infos über die Region Ile-de-France: www.neues-paris-ile-de-france.de



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