Das caricatura museum frankfurt und sein Leiter, Achim Frenz, kuratieren und organisieren für das Lentos Kunstmuseum in Linz die Auftakt-Ausstellung zum 60igsten Geburtstag des Superstars der Komischen Kunst: „HADERER“ vom 6. März 2011 – 3. April 2011
Im Jahr 2011 feiert der vielfach ausgezeichnete Maler, Cartoonist und Superstar der Komischen Kunst, Gerhard Haderer seinen 60igsten Geburtstag. Trotz heftiger Bemühungen, seinen 60igsten Geburtstag „doch bitte nicht zu hoch zu hängen“, ist es seinen Freunden gelungen, die umfangreiche Ausstellungsreihe „Gerhard Haderer – Bis der Arzt kommt“ zu organisieren. So werden im Jahr 2011 die Städte Linz, Krems, Villach, Wien und Frankfurt/Main das Werk, Wesen und Wirken von Gerhard Haderer in unterschiedlichen Ausstellungen würdigen.
Den Auftakt machte am Sonntag, 6. März 2011, das Kunstmuseum Lentos, Linz, im Rahmen des Nextcomic Festivals mit der Ausstellung „HADERER“. Kuratiert und organisiert wurde diese erste Haderer Werkschau von Achim Frenz, dem Leiter des carictaura museums frankfurt.
Seit 20 Jahren bringt Gerhard Haderer wöchentlich in dem deutschen Magazin STERN in ästhetisch unnachahmlicher Art und Weise auf den zeichnerischen Punkt, was er beobachtet und Millionen von Menschen bewegt: Den ganz alltäglichen Wahnsinn.
Aus den über 1000 für den STERN entstandenen Zeichnungen hat Achim Frenz zusammen mit dem Künstler, 32 Originalbilder ausgesucht, die nun vom 6. März bis zum 3. April 2011 im Lentos Kunstmuseum, Linz, zu sehen sind.
Das Kunstmuseum Lentos schafft mit der Auftakt-Ausstellung in Österreich den angemessen Rahmen für eine erste Präsentation dessen, was im caricatura museum frankfurt vom 7. Juli bis zum 27. November 2011 umfänglich und exklusiv in Deutschland zu sehen sein wird: „HADERER“ (Arbeitstitel), mit über 200 STERN-Original-Bildern.
Ausstellungsdaten
Ausstellungstitel: GERHARD HADERER
Ausstellungsdauer 6. März bis 3. April 2011
Ausstellungsort LENTOS Kunstmuseum Linz
Exponate 32 Original-Cartoons von 1986 bis 2010
Kurator Achim Frenz, Leiter des caricatura museum frankfurt
Kooperation Die Ausstellung findet im Rahmen des NEXTCOMIC Festivals statt
und ist eine Kooperation mit dem caricatura museum frankfurt.
Biografie Gerhard Haderer
Gerhard Haderer
Karikaturist und Buchautor
geb. 29.05.1951 in Leonding, lebt in Linz
1965–1969 Studium an der Fachschule für Gebrauchs- und Werbegrafik in Linz
2001 Deutscher Karikaturenpreis
2006 Karikaturpreis der deutschen Anwaltschaft
2008 Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien
Zunächst selbstständiger Grafiker, Zeichner und Illustrator für Werbeagenturen, wechselt Haderer 1984 zur satirischen Zeichnung und arbeitet seit 1985 als Karikaturist. Seine Zeichnungen, zumeist mit „Hades“ signiert, erscheinen regelmäßig in Zeitungen und Magazinen des deutschsprachigen Raumes (seit 1985 im „profil“, seit 1991 im „stern“, 1992–1996 in den „Oberösterreichischen Nachrichten“, weiters in „Wiener“, „Geo“, „Trend“).
Von 1997-2000 und seit 2008 monatlich, erscheint das Comic-Heft „Moff“, in dem Haderer das aktuelle gesellschaftspolitische Zeitgeschehen persifliert. Neben seinen Zeichnungen ist Haderer international auch als Buchautor im Genre der Bilderzählung (das in Österreich wenig beachtet wird) bekannt: Sein Cartoon-Band, „Das Leben des Jesus“, führt 2002 zu einer öffentlich geführten Diskussion über die Legitimität humoristischer Darstellungen religiöser Inhalte, Haderer selbst wird 2005 in Athen wegen Blasphemie verurteilt, in zweiter Instanz jedoch freigesprochen.
Die anfängliche Laufbahn in der Werbegrafik spiegelt sich in seinen Karikaturen durch Übernahme deren Techniken wider: Exakter Bildaufbau, Optimierung der Farbeffekte durch Einsatz von Kalt-Warm-Kontrasten (wobei Haderer bevorzugt Acryltusche verwendet und die Farbtöne aus den Primärfarben mischt), gezielte Licht- und Blickführung erzeugen Hochglanzzeichnungen, deren Bildinhalte tagesaktuelle Ereignisse, Alltagsgeschehen, Politik, Religion, Tourismus, Sport und Gesellschaft sarkastisch festhalten. Oftmals beschränkt sich Haderer auf die bloße Wiedergabe seiner Figuren, anstatt diese in Handlungen zu zeigen.
Seit 2006 liefert Haderer der österreichischen Kulttruppe Maschek Puppenentwürfe für deren als Kasperltheater inszenierten Kabarettstücke über österreichische. Politiker und Politikerinnen („Bei Schüssels“ 2006, „Beim Gusenbauer“ 2007, „Bei Faymann“ 2009).
Einzelausstellungen (Auszug):
1994 Palais Palffy, Wien
Wilhelm-Busch-Museum (K), Hannover
1997/2002 Galerie für komische Kunst; Kassel
1999 Galerie Ulysses, Wien
2004 Karikaturmuseum Krems
2005/06 Grafische Sammlung Albertina
2006 NORDICO Museum der Stadt Linz
Publikationen:
1987 Sehr verehrte Österreicher, Wien
1989 Vorsicht, Aloisia!, Wien
1991 Das große Buch vom kleinen Oliver, Wien
1994 Haderers Wochenschau, Hamburg
1996 Think positive. Die besten Cartoons aus 10 Jahren, Wien
Leselust, Lesefrust, Wien
1997 Die letzte Märchenprinzessin, Frankfurt a. M.
1997–2000 Moff, Linz, Wiederaufnahme 2008
2000 Jörgi, der Drachentöter, Wien
2001 Haderer. Die ersten zehn Jahre im Stern, Oldenburg
Mein Hund Barolo (Illustrationen) Wien
2002 Das Leben des Jesus, Wien
2003 Von Hunderln und Menschen, Wien
2005 Die glorreichen Drei, Wien
Alles Essen, Wien
Alles Liebe, Wien
Danke gut, Wien
2006 Apropos Fußball, Wien
2008 Jahrbuch 1, Wien;
Franzobels großer Fußballtest (Illustrationen) Wien
2009 Jahrbuch 2, Wien
2010 Cordoba (Illustrationen v. H.), Wien
Jahrbuch 3, Wien




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