Immer mehr Krebspatienten sind auf Bluttransfusionen angewiesen

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Springe, 23.03.2011 Im Rahmen des Weltkrebstages hat das Statistische Bundesamt die Zahlen zur Behandlung von Krebspatienten in Deutschland veröffentlicht. Leider ist, trotz aller medizinischer Fortschritte, der Krebs immer noch eine der häufigsten Todesursachen (216.128 Personen in 2009) in Deutschland. Die gute Nachricht ist allerdings, dass im gleichen Zeitraum bundesweit 1.496.089 an Krebs erkrankte und in medizinischen Einrichtungen behandelte Patienten wieder entlassen werden konnten.

Die Mehrzahl dieser Patienten verdankt ihr Leben der ausreichenden Versorgung mit Blutpräparaten. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass die meisten Blutspenden zur Versorgung von Unfallopfern benötigt werden, wird der größte Teil tatsächlich für die Versorgung von Krebspatienten verwendet. Mit einem Anteil von rund 30% (Tendenz steigend) nimmt dieser den Spitzenplatz bei der Verwendung von Blutspenden ein, gefolgt von Herzerkrankungen und Magen- und Darmerkrankungen mit jeweils rund 20%. Die Versorgung von Unfallopfern findet sich hingegen mit rund 15% Anteil erst an vierter Stelle.

Dazu Prof. Dr. Thomas Müller, ärztlicher Geschäftsführer des DRK-Blutspendedienst NSTOB: „Rund ein Drittel aller Blutpräparate wird zur Therapie von Krebspatienten eingesetzt. Bei den Krebserkrankungen wird meist mit Chemotherapie oder mit Strahlentherapie behandelt. Bei sehr vielen Patienten sind Blutübertragungen notwendig, weil das Knochenmark nicht richtig funktioniert und nicht in der Lage ist, Blut selbst herzustellen. Regelmäßige Bluttransfusionen sind deshalb oft notwendig, um eine Krebserkrankung zu überleben.“

Grundsätzlich kann jeder gesunde Erwachsene ab 18 Jahren Blut spenden. Blutspenden ab einem Alter von 69 Jahren sind nach individueller Entscheidung der Ärzte des DRK-Blutspendedienstes NSTOB auch möglich. Frauen können 4 mal, Männer sogar 6 mal innerhalb von 12 Monaten Blut spenden. Zwischen zwei Blutspenden muss ein Abstand von mindestens 8 Wochen liegen. Mitbringen sollten die Blutspender/innen ihren Unfallhilfe- und Blutspenderpass, bei Erstspendern reicht ein amtlicher Lichtbildausweis.

Detaillierte Informationen zur Blutspende sowie zu den aktuellen Blutspendeterminen sind unter der kostenlosen Spender-Hotline 0800 – 11 949 11 oder im Internet unter der Adresse www.blutspende-nstob.de abrufbar.

 
 
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