Widerliche Veganer.

Wer noch Zweifel hatte, ob vegane Ernährung vielleicht schwere Hirnschäden verursachen kann, findet nun die eindeutige Antwort: Ja.

Den Beweis gibt es zu sehen, und zwar in einem neuen Werbespot der Tierschutzorganisation PETA. Die machte sich Anfang Februar schon lächerlich, als sie empfahl, Murmeltier Phil, der einmal im Jahr im amerikanischen Punxsutawney das Wetter voraussagt, durch einen künstlichen Artgenossen zu ersetzen, da Phil den jährlichen Stress des Volksfestes nicht verkrafte. So weit, so albern.

Alles andere als albern ist aber jetzt dieser Werbespot, den man beim Betrachten eigentlich nur für eine besonders bösartige Attacke auf die Tierschützer halten könnte, aber dem ist nicht so. Der Clip ist echt.

Was sieht man? Eine junge, offenbar schwer verletzte Frau mit einer Halskrause wackelt mit breitem Schritt durch die Straße, mit leerem Blick und nur halb angezogen. Sie betritt eine Wohnung, in der ihr Freund auf sie wartet. Und dann die Botschaft des Sprechers: seitdem der Freund Veganer geworden ist, sei sein Sextrieb so unersättlich, dass er sie völlig fertig gebumst habe (“he knocked the bottom out of me”). Und während der Bumsfallera ein Loch in der Wand zuspachtelt, dass offenbar durch das Anschlagen ihres Kopfes entstanden ist, wirft sie ihm einen Salat zu, den sie für ihn besorgt hat.

Gegen provokative Werbung ist ja nichts zu sagen, sie darf auch gerne mal politisch unkorrekt sein, aber was PETA allen Ernstes produziert hat ist an Widerlichkeit kaum mehr zu überbieten. Gewalt gegen Frauen wird da in völlig verharmlosender Weise im “Dienst des Tierschutzes” instrumentalisiert. Esst kein Fleisch, aber macht einen Fall fürs Krankenhaus aus eurer Frau! Hauptsache, den Tieren geht es gut. Wie krank ist das denn?

Dabei: Man hätte die Grundidee (es sei mal dahin gestellt, was an der Behauptung dran ist) ja auch ganz anders darstellen können. Eine rumalberndes Paar zum Beispiel, das in einem Laden körbeweise Gemüse kauft und sich damit zuhause kichernd aufs Bett wirft. Meinewegen gehen beide etwas steif oder haben unter Mänteln offenbar nichts an. Die Botschaft wäre rüber gekommen, ohne dass sie auf Kosten von Frauen pervertiert worden wäre.

Man stelle sich vor, irgendein Unternehmen hätte mit einem solchen Spot für ein Produkt geworben. Vielleicht Ikea für seine Betten oder Knauff für seinen Schnellgips. Was gäbe es für einen Aufschrei von allen Seiten! Aber PETA Anhänger verteidigen diesen Spot auch noch lautstark. So kann man im Internet Kommentare lesen wie: “Ok… Er mag sie etwas hart dran genommen zu haben. Aber anscheinend hat das ja unter Zustimmung beider statt gefunden.” “Selbst beim harmlosesten Liebesspiel kann man sich verletzen, da spricht dann hoffentlich niemand von Gewalt, oder?” “Ich finden den Spot witzig. Die Leute haben echt keinen Sinn für Humor und sehen “Frauenrechtler-Probleme” wo es gar keine gibt.” “Das arme Mädel hat sich beim Sex den Kopf an der Wand gestossen. Weil er zuviel Power hat (HAHA).” Nur zwei Peta Anhänger haben sich in dem betreffenden Forum distanziert, bei weit über hundert Kommentaren. Den anderen hat der Fanatismus (oder Vitamin B12 Mangel) offenbar die Synapsen im Hirn verschmort. Und wer, als PETA Sympathisant, immerhin merkt, dass sich diese Aktion tatsächlich nicht rechtfertigen lässt, der versucht es mit lauen Relativierungen: da seien halt “ein paar Spinner zu weit gegangen”. Ein paar Spinner? Eine solche Kampagne wird nicht in irgendeinem Ortsverein geplant und realisiert, dahinter steht die Führung der Organisation, und die kann man zwar gerne und zu Recht “ein paar Spinner” nennen, nur sind das die paar Spinner, die das Sagen haben sowie die Autorisierung, Spendengelder für diesen Dreck zu verwenden.

Doch es gibt außerhalb der PETA einen Sturm der Entrüstung. Gegner haben eine eigene Version des Spots veröffentlicht, in dem der Off Kommentar Klartext redet: “Wie hunderttausende andere wurde diese Frau missbraucht, die Statistiken sind grauenhaft – und in keinster Weise witzig. Weshalb, also, benutzt PETA sexuellen Missbrauch als Pointe?”

Tierliebe pervertiert zu Menschenhass. Ja, vegane Ernährung führt zumindest bei den Verantwortlichen der PETA eindeutig zu geistiger Derangiertheit.

awb

Der PETA Spot

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