Weiter geht’s mit dem Verbieten.

"Räuchert sie aus!" hat Tradition - auch früher schon führten Bürgermeister den Mob an. (Screenshot aus: Frankenstein. 1931)

Das Thema Rauchen scheint bereits mehr oder weniger abgehakt zu sein, jedenfalls bei den Verbotsbefürwortern, die alles Weitere dem Mob auf der Straße überlassen können; inzwischen liest und hört man bereits von tätlichen Angriffen auf Raucher in den USA, was bedeutet, dass der Mob sich – munter im Mainstream schwimmend – nicht scheut, Rauchern auch körperlich zu schaden. Somit kann man sich in gutmenschlichen Kreisen  nun frohen Mutes der nächsten Thematik zuwenden, und allen voran ist wieder einmal New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg uinterwegs, der sich bereits im Kampf gegen das Rauchen und Passivrauchen seine Meriten verdiente.

Jetzt also der Zucker. Dessen Lobby scheint zu schwächeln, denn nur dann verspricht das Verbieten Aussicht auf Erfolg (weshalb man sich auch nie an die Hersteller von Dieselfahrzeugen wagen wird). Bloomberg hat somit offiziell seinen persönlichen, zweiten Kreuzzug angetreten. Er will, dass süße Limonaden nicht mehr in Bechern ausgeschenkt werden dürfen, wenn diese mehr als einen halber Liter Fassungsvermögen haben. Coca Cola, Pepsi, Sprite, SevenUp – ab 2013 soll es nach Bloombergs Willen mit den großen Bechern in New York vorbei sein. Alkohol ist davon ausdrücklich ausgenommen, aber wer bestellt sich schon einen XXL Becher Whisky. Eine Nachfrage für Bier wird in New York jedenfalls weiterhin befriedigt werden.

Als Vorspieler zum Kreuzzug gegen Cola und Co waren bereits vor einigen Monaten die legendären amerikanischen Wissenschaftler tätig; sie hatten diesmal herausgefunden, dass Jugendliche, die viel Limo trinken, verstärkt zu Gewalt neigen. Außer der schreierischen Headline dieser Veröffentlichung hatten die legendären amerikanischen Wissenschaftler allerdings kaum etwas zu bieten, denn nichts in der Studie deutet überhaupt darauf hin, dass der Zucker in den Drinks Ursache für das Verhalten ist. Muss auch nicht, es reicht ja, wenn die Überschrift in den Köpfen der Bevölkerung hängen bleibt.

Gutmeister Bloomberg jedenfalls hat wieder eine Beschäftigung, denn arbeiten muss der Mann eigentlich nicht mehr. Sein Vermögen wird laut Wikipedia derzeit auf 18 Milliarden US-Dollar geschätzt, Geld, dass er gewiss nur mit sauberen und philantropischen Geschäften gemacht hat.

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