Dass die Grünen durchgreifen können haben sie gerade erst wieder bewiesen. Am vergangenen Freitag ließen sie von der Polizei ihre NRW-Geschäftsstelle in Düsseldorf räumen, die von Aktivisten des Kölner “No-Border-Camps” besetzt war. Sie (die Aktivisten) demonstrierten für bessere Aufenthaltsbedingungen für Flüchtlinge.
Ebenso kompromisslos verhalten sich die Grünen nun in den Koalitionsgesprächen mit der SPD in NRW. Sie beharren darauf, dass Opa Heinrich am 80sten Geburtstag keine Cigarre rauchen darf, wenn er mit seinen Gästen in einem gastronomischen Betrieb feiern will, weil das Zimmerchen im Heim etwas zu klein ist. Anders gesagt: sie beharren auf ihrer absoluten Raucherdiskriminierung ohne jede Ausnahme. Der Landes-SPD allerdings ist ausgesprochen mulmig zumute, nachdem etliche ihrer Ortsvereine aus- und nachdrücklich darauf hingewiesen haben, dass selbst Raucher Menschen sind und sogar gewisse Rechte beanspruchen dürfen. „Im Ruhrgebiet leben nicht nur körnerpickende Müslimanen und rauchfreie Rohköstler, sondern auch Malocher, die abends genüsslich in Eckkneipen eine rauchen wollten“, so die Dortmunder SPD-Ratsfrau Marita Hetmeyer, der schwanen dürfte, was auf sie und viele ihrer Kollegen und Kolleginnen zukommt, wenn die Grünen sich durchsetzen sollten. Es bleibt also noch spannend. Wird die SPD etwa einmal ihrer Tradition als Umfallerpartei untreu werden? Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn es heißt: Am grünen Wesen soll die Welt genesen!


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