Vor der sozialistischen Revolution auf Kuba herrschte das diktatorische Regime von General Fulgencio Batista y Zaldívar auf der Karibikinsel. Unter seiner Herrschaft blühten Drogen- und Waffenhandel, Korruption, Spielkasinos und Prostitution. Betrieben wurden die dunklen Geschäfte von verschiedenen Mafia-Organisationen. Während die Mafia-Bosse und der Batista-Clan immer reicher wurden, hungerte die kubanische Bevölkerung. Doch trotz staatlicher Repression wuchs die revolutionäre Stimmung unter den Kubanern. Und zum Jahresbeginn 1959 setzten Fidel Castro, Ernesto “Ché” Guevara und ihre Genossen dem drohenden Mafia-Staat ein Ende.
Inzwischen sind 53 Jahre vergangen, Castro ist ein Greis und zieht höchstens noch hinter den Kulissen einige Fäden. Aber was wird geschehen, wenn der cubanische Sozialismus beerdigt ist? Wird Cuba dann wieder “das Bordell der USA”? Werden Kapitalismus und Gier das Land wieder in die Klauen bekommen und alles aus der Insel pressen, was drin ist? Die parallelen Schicksale vieler anderer lateinamerikanischer Länder in den letzten 50 Jahren lassen nichts Gutes erwarten, Eine Dokumentation heute Abend zeigt die Geschichte der Insel bis zur Revolution und die hemmungslosen Begierden der Mächtigen. Und die sind wie eh und je vorhanden. Denn wenn auch das Letzte, was die Kubaner wollten, eine Rückkehr staatlicher und privater Verbrecher ist, stellt sich berechtigt die Frage, ob die sich auf die Meinung der Cubaner etwas geben.
arte Di 07.08.2012 21:40 – 22:35
Das Mafia-Paradies
Kuba vor der Revolution von 1959


RSS


Lade...