Immer wenn du meinst, es geht nicht mehr …

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kommt die EU daher. Und die überrascht mal wieder durch Kreativität in ihrem Ressort “Was verbieten wir als nächstes?” Tabak? Gegessen. Glühlampen ohne Gift drin? Geschenkt. Energiedrinks? Ist in Arbeit. Fett? Kommt, sobald man Synonyme für die Begriffe “fettes Gehalt” und “fette Provisonen” gefunden hat. Zucker? Längst in der Pipeline, nur dieser Ferrero macht noch Ärger. Und ehe der EU Bürger sich fragt: Was fällt denen wohl jetzt noch ein? ist es bereits geschehen. Geradezu fassungslos fällt man aus aktuellem Grund vor der Kreativität der EU Bürokraten auf die Knie.

Was ist unseren Gesundheitshüttlern diesmal ins Visier geraten? Sie werden nicht drauf kommen, drum verraten wir es. Parfüm. 100 potenziell unverträgliche Parfüm-Substanzen hat eine Kommission der EU ermittelt, und gegen die gilt es, vorzugehen. Hautausschläge können diese Stoffe auslösen, heißt es. Nicht so sehr wie die vielen Gifte, die uns, von der EU geduldet, umschwirren, aber an die wagt man sich nicht dran. Dann doch lieber wieder einen einfachen Gegner suchen, der nicht über die Lobbymacht einer Auto- , Pharma- oder Energieindustrie verfügt.

Chanel No 5 has never done any harm to anyone,” said Sylvie Jourdet of the French perfumer’s society. “It is the death of perfume if this continues.”
Das alles ist leider kein Scherz, sondern bitterer EU Ernst. Betroffen ist von dem für 2014 geplanten Verbot zum Beispiel das seit 1921 hergestellte, weltweit erfolgreichste Parfüm aller Zeiten, Chanel No. 5. Man stelle sich das einmal vor! Mehr als 90 Jahre hat dieses Gift also bei unzähligen Frauen für Hautausschläge gesorgt, und nie hat eine davon etwas gesagt, denn sonst wäre das Teufelszeug ja schon seit Jahrzehnten nicht mehr zu haben. Auch Shalimar von Guerlain (1925 kreiiert) soll es dann nicht mehr geben. Und im Grunde alle weiteren Düfte auch nicht mehr. Es sei denn, die Hersteller ersetzten die nun von der EU als so toxisch definierten natürlichen Komponenten durch synthetische Stoffe. Das freut die Chemieindustrie, denn deren Produktionsstätten und Ein- und Ausgangsprodukte können natürlich keine Allergien auslösen. Leider riechen diese Stoffe aber nicht so wie die bisher verwendeten Naturprodukte, sind also kein Ersatz. Und ganz sicher wird die nächste EU Bürokratengeneration eh dann  herausfinden, dass diese Stoffe – genau! – Hautausschläge verursachen können.

Man könnte das Ganze für einen cleveren Marketinggag der Parfümmafia halten, die durch das Erfinden und Streuen solcher wirren Geschichten darauf spekuliert, dass die Kundinnen sich vor 2014 noch ordentlich mit ihren geliebten Düften eindecken würden und damit viel Geld ausgeben. Aber wer sich nur ein wenig mit der EU Bürokratie beschäftigt hat, weiß, dass es deren Instanzen mit so etwas stets bitter ernst ist. So auch, was das Produkt Parfüm angeht. Der Suchbegriff EU Wahnsinn ergibt bei Google immerhin ungefähr 2.030.000 Ergebnisse. Und das nicht ohne Grund, wie man annehmen darf. Nachdem man die Jahrhunderte lange Tradition des Tabakgenusses nahezu ausgerottet hat geht es nun der ebenfalls uralten Tradition der Düfte an den Kragen. Fragt sich, was dann ab 2014 der höhere EU Beamte seiner heimlichen Geliebten zum Geburtstag schenkt. Buchweizenkekse? *

Und wenn Sie das alles immer noch nicht glauben: Hier können Sie es nachlesen.

P.S. Eine gewisse klammheimliche Freude kann ich mir allerdings nicht verkneifen. Es ist wohl anzunehmen, dass viele der Frauen, die sich über das Parfümverbot aufregen werden, sich ebenso vehement zuvor über die Rauchverbote gefreut haben. Aber, meine Damen und Herren, wir Bürger sind alle gleich betroffen. Was dem Cigarrenliebhaber seine Corona in einer Cigarrenlounge war, das ist Frau Dr. Buer-Schmittkalden ihr Chanel No. 5 …

Meine Hoffnung ist, dass bei dem immer wahnsinniger werdenden Verbotswahn mehr und mehr Leute begreifen werden, dass vielleicht demnächst ihr “Ding”, ihr Hobby, ihr Lieblingssport oder ihr Lieblingsgetränk und -essen an der Reihe sind. Da hilft nur ein solidarisches Verhalten gegenüber den Auswüchsen der Gesundheitsfanatiker in Brüssel.

P.P.S. Gerüchte, dass demnächst auch Erdbeeren, Nüsse, Sellerie, Sesam, Kernobst, Gräser, Heu sowie Bienen und Wespen verboten werden sollen, wurden noch nicht seitens der EU bestätigt. Und was ist mit Bananen (Ausrutscher), Bergsteigen (Schürfwunden) oder Tauchen (Hirnschwurbel)? Es ist anzunehmen, dass es so kommen wird, da diese Stoffe und Tätigkeiten und Tiere (wenn sie stechen) neben Hautauschlägen und anderem Geraffel sogar den Tod zur Folge haben können. Legen Sie sich also rechtzeitig einen Honigvorrat an und horten Sie Nüsse!

awb

* Inzwischen wurde uns zugetragen, dass Buchweizen schwere allergische Reaktionen hervorrufen kann. Darunter urtikarielle Beschweren, Asthma bronchiale, schwere anaphylaktische Reaktionen, Konjunktivitis und Rhinitis. Urtikarielle Beschwerden ist ein vornehmer Ausdruck für Hautausschläge. Also: Buchweizen verbieten, EU! Zack zack!

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