GLM Music – ein Qualitätslabel aus München

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GLM Music ist eine unabhängige, in München ansässige Plattenfirma, deren Schwerpunkte die Musikrichtungen Jazz, World, Instrumental, Reggae, Funk & anspruchsvoller Pop darstellen. International erfolgreiche Künstler und Bands wie Quadro Nuevo, Lisa Wahlandt, Evelyn Huber, Mulo Francel, Robert Wolf, Jamaram und viele andere stehen bei GLM unter Vertrag. Das Herrenzimmer hat schon mehrfach Alben dieses qualitativ hochstehenden Labels vorgestellt und freut sich, heute auf drei Neuerscheinungen hinzuweisen. Denn auch diese erfüllen wieder alle die Kriterien, die GLM für sein Programm aufgestellt hat.

Christoph Müller ‘Home’

Home beschreibt den Ort, wo man herkommt. Home ist der Ort, wo man sich zu Hause fühlt. Home beschreibt den Ort, wo man lebt.

Die reizvollen Kombinationen, die Christoph Müller mit seinem ersten Album schafft, eröffnen sich gleich im Titelsong, dem erwärmenden Herzstück, wo er mit seinem Debut als Songwriter und Rebecca Lovell, die Sängerin mit der betörend klaren Stimme der US Folk Rock Band Larkin Poe in wohligem Einklang aufeinander treffen. Die beiden nehmen den Hörer einfühlsam an der Hand, und ziehen ihn so gleich in die erwartungsvolle Aufbruchstimmung des Albums mit hinein. Es werden die Koffer gepackt.

Christoph Müller holt seine Hörer mit seinem Album „Home“ ab, an welchem fremden Ort dieser Welt sie sich auch immer befinden mögen.

Spätestens wenn das kleine toskanische Dorf Sassetta seine rot leuchtenden Dächer zwischen den Hügeln hervorspitzen lässt, dann weiß man, dass man endlich angekommen ist auf der Reise. Doch während sich das erste Sommergewitter noch verzieht, sehnt man sich schon weiter. Georgia… Ganz schön weit bis dahin. Doch die anrührende Stimme von Rebecca aus Atlanta hilft über die lange Reise hinweg. Die Dunkelhaarige der beiden Larkin Poe – Schwestern singt gleich drei Songs auf Christophs tongewordenen Lonely Planet – bei Georgia On My Mind meint man schon, die salzige Luft der national seashore zu atmen, während man zu coolen Licks auf der Interstate 16 Richtung Osten brettert.

Ein traumhaft-surrealer Spaziergang durch den Luna Parc führt geradewegs zu spirituellen Aboriginesstätten. Flinke Gitarrenläufe und die treibende Cajon von Bernhard Pricha setzen Pebbles, verwitterte Granitkugeln, wieder in Bewegung. Ihr Klackern, wenn sie aneinanderstoßen, erinnert an Absätze eleganter Damenschuhe auf dem Pflaster der engen Gassen von Montmartre, erleuchtet von den letzten, tief stehenden Sonnenstrahlen, die, angekommen in der großen Stadt, die Schatten der Häuser immer länger werden lassen.

Dann Nachts in der Bar Reso – der letzte Drink wird im Stehen genommen und noch einmal schnell mit Tom Waits angestoßen, während Lilac Wine in der Jukebox läuft. Dann folgt der lange Heimweg in der Parallelwelt der erwachenden Metropole, deren frühe Geschäftigkeit noch nicht die wundersame letzte Nacht vergessen machen konnte.

Wenn der letzte Song erklingt, ist man wieder zu Hause, in der gewohnten Umgebung. Man stellt die Tasche in den Flur, gewaschen wird morgen, und wenn man tagträumend auf den Polstern liegt, erklingt Georgia On My Mind noch einmal – ganz leise und gedämpft, ganz weit hinten im Kopf- und in diesem Augenblick zieht die Reise wieder vor dem geistigen Auge vorbei. Home ist die erste Soloscheibe von Christoph Müller. Doch nicht das Erste, was von ihm auf Tonträger zu hören ist. Nachdem er erfolgreich sein Studium bei Peter O´Mara an der Hochschule für Musik und Theater München absolviert hat, bringt er zusammen mit dem Percussionisten Bernhard Pricha sein Soloprogramm auf den Weg. Seine Gabe, mit Tönen Geschichten zu erzählen, führt ihn in einer erfolgreichen und kontinuierlichen Zusammenarbeit mit der Filmkomponistin Martina Eisenreich immer wieder zu internationalen Film-, Fernseh-, Hörspiel- und Theaterproduktionen. Und auch live entstehen im gemeinsamen Ensemble immer neue Inspirationen. Christoph Müller steht mit dem Martina Eisenreich Quartett in vielen hundert Konzerten auf den Bühnen Europas.

Lottchen ‘Traveling Birds’

Das schweizerisch-belgische Duo Lottchen ist nicht nur ungewöhnlich instrumentiert, es macht auch außergewöhnliche Musik: Da trägt das facettenreiche Vibrafon-Spiel von Sonja Huber, die auch Marimba spielt, die charismatisch-gefühlvolle Stimme der Sängerin Eva Buchmann, die als «Vokal-Instrumentalistin» ebenso überzeugt wie als Song-Interpretin, in lichte Höhen … Die zwei Musikerinnen bezaubern mit faszinierend-mysteriösen Klangmalereien und melodischer Überschwänglichkeit.

Manchmal kommt es einem so vor, als würden da zwei Engel musizieren. Das mag nun reichlich pathetisch klingen, doch Hand aufs Herz: Was wären wir Menschen für armselige Geschöpfe, wenn wir unsere Batterien nicht hin und wieder am Überschwang starker Emotionen aufladen könnten. Das Duo Lottchen hat solche Emotionen zu bieten, doch Achtung: Diese werden nicht ungefiltert auf die Zuhörerinnen und Zuhörer losgelassen, sondern erhalten durch die Einfühlsamkeit der zwei kongenialen und überaus vielseitigen Musikerinnen eine sublim-subtile Gestalt.

Last but not least kann die Musik von Lottchen auch ganz schön verspielt daherkommen: Sie lädt wahrlich nicht nur zum Träumen ein, sondern fordert die Ohren zuweilen mit wunderbaren Überraschungen heraus (mehr sei hier nicht verraten).

Eva Buchmann

Eva Buchmann studierte Jazz-Gesang am Königlichen Konservatorium in Antwerpen, absolvierte ein Auslandsjahr am Jazz-Institut Berlin und schloss ihr Masterstudium im Jahr 2008 ab.

Um ihre Kenntnisse zu erweitern, belegte sie anschließend Intensivkurse am Complete Vocal Institute in Kopenhagen, wo sich für Eva Buchmanns gesangliche Entwicklung völlig neue Perspektiven eröffneten. Mit einem tiefen Verständnis der Wirkung ihrer klaren und zugleich warmen Stimme überzeugte sie die Jury des internationalen Gesangswettbewerbs „Voicingers“ in Polen. 2010 wurde Eva Buchmann mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

2011 zog Eva in die Musik Metropole Köln. Von dort aus arbeitet sie als freischaffende Sängerin und Musikpädagogin, u.a. an der Folkwang Universität der Künste in Essen und ist vielseitig in verschiedenen Ländern aktiv.

Sonja Huber

Die Vibraphonistin Sonja Huber studierte von 2003 bis 2008 an der Hochschule für Musik der Stadt Basel, Abteilung Jazz. Im September 2008 legte sie erfolgreich ihr Diplom als Musikerin MH Jazz ab. Während ihres Studiums hatte Sonja Huber Unterricht bei Urs Wiesner in Basel und bei David Friedman an der Universität der Künste in Berlin.

Sonja Huber interessierte sich bereits während ihres Studiums sehr für Komposition und Arrangement. Bei Lottchen und dem Sonja Huber Quartett, mit welchem sie 2012 ihr erstes Album bei „Jazz thing next Generation“ veröffentlichte, kann sie dieses Interesse stark einbringen und erweitern. Neben dem Engagement für ihre eigenen Formationen ist Sonja Huber auch in klassischen Orchestern, Popformationen und als Pädagogin an verschiedenen Musikschulen in der Schweiz tätig.

Passo Avanti ‘Delikatessen’

Delikatessen“ ist eine einzigartige und erfrischende Mischung aus Klassik und Jazz. Durch die Kombination von kammermusikalischer Spielweise mit improvisierten Elementen, wird Klassik innovativ zu ihren Wurzeln geführt und gleichzeitig einen Schritt nach vorne gebracht. Es entstehen fließende Übergänge mit feinen Nuancen und großen Bögen zwischen den Stilrichtungen. Der Schlüssel hierzu ist die neuartige Instrumentalbesetzung. Angelehnt an ein Streichquartett, ermöglicht sie klassische Klangkultur wie auch das Swingen einer Jazzband. Die Musiker sind in beiden Stilrichtungen beheimatet und ausgebildet. Der Crossoverprozess findet also bereits in jedem einzelnen statt. Das Ergebnis ist charmant, originell und humorvoll. Es überzeugt mit seinem innovativen und zugleich respektvollen Umgang mit den Altmeistern. Die feinen Arrangements verblüffen genauso wie die ausgereiften Improvisationen, in denen die Virtuosität mit Leichtigkeit und Spielwitz gepaart wird. Der letzte Titel zeigt: Auch live ist Passo Avanti ein Genuss- die Spielfreude springt sofort auf die Zuhörer über.

Das Quartett Passo Avanti begeistert durch eine neuartige Symbiose von Klassik und Jazz. Die vier hochvirtuosen Musiker sind jeder in beiden Stilrichtungen beheimatet und bewegen sich mühelos zwischen den Genres, zwischen Interpretation und Improvisation, zwischen zart und ungestüm.

In der äußerst flexiblen Besetzung (Violine, Klarinette, Gitarre und Cello) ist kammermusikalisches Zusammenspiel in bester Streichquartetttradition ebenso möglich wie das feurige Swingen einer Gypsyjazzcombo. Hier werden nicht einfach Jazzmusiker mit klassischen Musikern zusammengeführt- hier sind vier Künstler am Werk, die jeder für sich eine fundierte Ausbildung in beiden Stilrichtungen haben. Deshalb sind neue, besonders enge Formen des Zusammenspiels möglich. Das Quartett versieht nicht einfach klassische Melodien mit einem swingenden Rhythmus. Klassik und Jazz werden vielschichtig verwoben und ergänzen sich zu einer eigenen, universalen Sprache. Das Konzept der Durchmischung, ja Verschmelzung der beiden Stile, zudem dargeboten in einer ungewöhnlichen Instrumentalbesetzung, zieht sich wie ein roter Faden durch das Konzert und baut enorme Spannungsbögen auf. Das Ergebnis ist unterhaltsam, abwechslungsreich und ganz einfach virtuos – die intensive Musikalität der vier Profis wirkt ansteckend und begeisternd.

Die Musiker

Sergey Didorenko (Violine) studierte am Moskauer Tschaikowsky- Konservatorium mit Diplomabschluss und anschließendem Aufbaustudium. Danach war er als Solist verschiedener Orchester in Moskau tätig. Er war u. a. Konzertmeister des Staatlichen Moskauer Rundfunkorchesters. In Deutschland absolvierte der Künstler ein Studium im Fach Jazz-Violine am Richard-Strauss- Konservatorium München. Er konzertiert mit verschiedenen Orchestern weltweit (Tourneen nach Australien, Asien und Europa). Neben dem Musizieren veröffentlichte der Geiger ein Buch über Philosophie.

Alexander von Hagke (Klarinette) konzertiert unter eigenem Namen sowie mit weiteren hochkarätigen Ensembles regelmäßig auf vielen großen Festspielen in weiten Teilen Europas sowie in Asien und USA. Er veröffentlichte zwei CDs unter eigenem Namen. Der Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes studierte Klarinette und Saxophon in New York und München. 2011 erhielt er den Bayerischen Kunstförderpreis.

Alex Jung (Gitarre), der sein Studium am Richard-Strauß- Konservatorium München in den Fächern Klassik und Jazz mit Auszeichnung abschloss, spielt regelmäßig mit bekannten Jazzgrößen wie Klaus Doldinger und John Marshall. Er veröffentlichte drei CDs unter eigenem Namen und lehrt an der Musikhochschule München.

Eugen Bazijan (Cello) studierte Klassik bei H. Cenariu und Jazz bei G. Hübner an der Münchner Musikhochschule. Ausgedehnte Konzertreisen mit Orchestern und Kammermusikgruppen führten ihn schon bis ins Sydney Opera House. Als Jazzsolist spielt er mit internationalen Stars wie Abdullah Ibrahim und Cleave Guyton. Außer der Konzerttätigkeit ist er in zahlreichen Theaterund Filmprojekten als Komponist tätig.

Alle drei Alben erscheinen im September 2013, können aber bereits jetzt vorbestellt werden.

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