Bingen swingt!

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Bingen swingt! – oder: wer im Jazz fest verankert ist darf auch über den Tellerrand schauen! Fünf erfolgreiche Formationen der neuen heutigen Jazz-Szene bereichern das Festival-Wochenende vom 27.-29.06. mit mannigfaltigen Sounds.

Drei mal halten dabei Frauen das Zepter fest in der Hand – und zeigen, wie gut weibliche Power dem Jazz tut!

Jazz – welch anderes Thema zieht seine energetische Spur prägnanter durch die Musikhistorie als dieses? Seine Wurzeln im Blues verhaftet, über den Swing der frühen 1920er und 30er Jahre (Namensgeber dieses Festivals) entfaltet er sich ab 1940 zum Modern Jazz mit all seinen Stilen. In den frühen 1960ern streift er selbstauferlegte Regeln ab – der Free Jazz wird geboren und dominiert die Szene für mehr als ein Jahrzehnt. Die 70er, Zeit des Aufbruchs und der Rebellion, der Jazz verbündet sich mit der immer komplexer werdenden Rock- und Popmusik – und nennt sich Fusion Jazz. Ein kreativer Dammbruch, der bis in die heutige Zeit hinein anhält. Der Jazz Tradition verbunden, zeigt sich die neue Szene frei von Berührungsängsten mit andere Genres, bedient sich selbstbewusst in Komposition und Ausdruck beim gesamten musikalischen Kaleidoskop – und gebiert so manchen Geniestreich!

Bingen swingt freut sich auf fünf illustre VertreterInnen dieser neuen vibrierenden Jazz-Szene: das Martina Eisenreich Quartett, Lindy Huppertsberg & WitchCraft, Zydeko Annie mit ihrer Band Swamp Cats, Max Mutzke feat. monoPunk und das Klaus Heidenreich Quartett.

Heute: das Martina Eisenreich Quartett

Eine Geige, ist eine Geige, ist eine Geige… und manchmal ersetzt sie ein ganzes Orchester, entführt gar in die opulenten Szenerien großer Filmproduktionen. In den Händen Martina Eisenreichs scheint die Geige ein lebendiges Wesen – mit geschlossenen Augen fühlt sich die rothaarige Zaubergeigerin durch ihre Musik, lässt ihr Instrument schnauben, sanft säuseln und in unendlich virtuosen Läufen sein überbordendes Temperament versprühen.

Ihre magische Ausstrahlung als Geigerin potenziert sich mit der eigenwilligen cineastischen Tonpoesie ihrer Kompositionen. Die charismatische Ensemblekunst des Martina Eisenreich Quartetts trägt dieses wundersame Projekt mit mitreißender Lebendigkeit und Dynamik.

Auf Tourneen durch ganz Europa füllen sie große Konzerthäuser, spielen in kleinen legendären Jazzclubs intime Konzerte und begeistern im warmen Schein italienischer Laternen als „Straßenmusiker“ ein fasziniert lauschendes Publikum.

Martina Eisenreich ist freie Komponistin und Multi-Instrumentalistin, seit 2009 unterrichtet sie Filmmusik und Sounddesign an der Hochschule für Fernsehen und Film in München, feiert
Erfolge als Filmkomponistin und Musikproduzentin und ist Trägerin des Erdinger Kulturpreises.

Morgen: Zydeko Annie & Swamp Cats

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