Kunstmuseum Stuttgart. Jubiläumsjahr 2015

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(Presseinformation) Mit 161.250 Besuchern blickt das Kunstmuseum Stuttgart auf das Jubiläumsjahr 2015 zurück. Es ist das erfolgreichste Jahr nach den Eröffnungsjahren 2005 (282.588) und 2006 (166.315). Das Museum Haus Dix konnte seinen Erfolg mit 13.716 Besuchern zwischen März und Oktober 2015 fortsetzen.



2015 war ein ganz besonderes Jahr für das Kunstmuseum Stuttgart: Die Feierlichkeiten zum 10-jährigen Jubiläum begannen im März mit einem Festakt und einem großen Bürgerfest, auf dem 28.000 Besucherinnen und Besuchern mit uns feierten. In den darauffolgenden Monaten fanden Performances und Konzerte mit William Hunt und Carsten Nicolai sowie das Musikfestival »Nice Noise Now« auf dem Kleinen Schlossplatz statt. Erstmalig gab es im Kunstmuseum Stuttgart Konzerte in Kooperation mit den jazzopen. Ein weiteres Highlight war der Live-Auftritt von Laurie Anderson mit Nik Bärtsch und Eivind Aarset, ein gemeinsames Projekt mit den Schlossfestspielen Ludwigsburg. Zusätzlich haben die Veranstaltungen zur Reihe »Offenes Museum« und die Sonderausstellungen, die sich dem Jubiläumsmotto »Kunst & Musik« von verschiedenen Seiten näherten, das Geburtstagsjahr bereichert.

Für das Kunstmuseum Stuttgart ging somit ein rundum gelungenes Jahr zu Ende. »All dies wäre ohne die Unterstützung zahlreicher Sponsoren, Kooperationspartner, Stiftungen, Spender und privater Geldgeber nicht möglich gewesen. Ihnen gilt mein besonderer und herzlicher Dank«, sagt Direktorin Ulrike Groos. »Vor allem möchte ich meinem Team danken: Durch sein unermüdliches Engagement und seine hervorragende Arbeit, die im vergangenen Jahr weit über das normale Maß hinausging, hat es maßgeblich zum Gelingen dieses ereignisreichen Jubiläums beigetragen. Der Einsatz hat sich gelohnt, wir freuen uns über den sensationellen Zuspruch.«

Die Ausstellungsreihe »Sound in Motion. Internationale Video- und Performancekunst« lockte mit Arbeiten international renommierter Video- und Performancekünstlerinnen und -künstler zum Jahresthema »Kunst & Musik«. Im Sommer folgte die Ausstellung »Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart«, in der Nevin Aladag, Peter Vogel und das Künstlerduo Discoteca Flaming Star ihre musikaffinen Arbeiten präsentierten. Der von der Sparda-Bank Baden-Württemberg und dem Kunstmuseum Stuttgart ausgelobte Kunstpreis ging 2015 an den Freiburger Peter Vogel, der mit seinen filigranen elektronischen Skulpturen nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum begeisterte – und so auch den Publikumspreis gewann, der zum ersten Mal vergeben wurde. Ein zentraler Künstler der Konkreten Kunst, der der Beziehungslogik von Kunst und Musik bereits Mitte des 20. Jahrhunderts nachspürte, ist der Schweizer Camille Graeser. Das Kunstmuseum widmete seiner Werkgruppe »Loxodromische Kompositionen« Ende des Jahres die Ausstellung »Camille Graeser und die Musik«, die in Kooperation mit der Camille Graeser Stiftung entstand und ab Ende Januar im Aargauer Kunsthaus in Aarau zu sehen ist.

Und dann ab Oktober das Ausstellungshighlight des Jahres: »I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920« (noch bis 6. März 2016). Die große Sonderausstellung ist seit der Eröffnung ein Publikumsmagnet und erhielt große Aufmerksamkeit in Presse und Feuilleton. Ausgehend von Gemälden der klassischen Moderne über Werke der europäischen und amerikanischen Nachkriegsabstraktion und bis hin zu zeitgenössischen Installationen und Videoarbeiten zeigt die Jubiläumsschau, wie der Jazz in den vergangenen 100 Jahren ein internationaler Impulsgeber für die Kunst wurde. Ernst Ludwig Kirchner, Piet Mondrian, Max Beckmann, A.R. Penck, Lotte B. Prechner, Jackson Pollock, Jean-Michel Basquiat, Romare Bearden, Kara Walker, Marlene Dumas, Stan Douglas, Andy Warhol – die Liste der Künstlerinnen und Künstler, die sich für den Jazz begeistert haben und für die er als Bezugspunkt ihres Schaffens diente, ist lang.

Ende Oktober 2015 beendete das Museum Haus Dix mit 13.716 Besuchern seine Saison. Das ehemalige Wohnhaus der Familie Dix in Hemmenhofen am Bodensee wurde im Juni 2013 als Museum Haus Dix nach aufwändiger denkmalgerechter Restaurierung wiedereröffnet. Es bietet die Gelegenheit, das Umfeld und den Lebensmittelpunkt eines der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhunderts kennenzulernen. Besucherinnen und Besuchern steht das Museum Haus Dix wieder ab dem 19. März 2016 offen. Am 2. Dezember 2016 jährt sich der Geburtstag von Otto Dix zum 125. Mal. Aus Anlass dieses Jubiläums wird eine kleine Sonderausstellung im Museum Haus Dix eine Auswahl von lithografischen Selbstbildnissen des Künstlers aus unterschiedlichen Schaffensphasen präsentieren.

Besondere Veranstaltungshighlights wird es auch 2016 im Kunstmuseum geben. Zum Höhepunkt und Abschluss von »I Got Rhythm. Kunst und Jazz seit 1920« findet am letzten Wochenende der Ausstellung – 5. und 6. März 2016 – ein international besetztes Jazzfestival statt: Peter Brötzmann, China Moses, Rüdiger Carl & Sven-Åke Johansson, Alexander von Schlippenbach und die Rolf Kühn Unit. Weitere Konzerte im Kunstmuseum Stuttgart sind in Planung.

Das Ausstellungsjahr 2016 beginnt mit »Amie Siegel. Part 2. Ricochet« (30. Januar bis 8. Mai 2016). Im April eröffnet die monografische Sonderausstellung »Candice Breitz: Ponderosa« (9. April bis 28. August 2016). Die Präsentation im Kunstmuseum Stuttgart wird einen Einblick in das facettenreiche Film- und Videowerk der Künstlerin geben und zwei neue, für diese Ausstellung entwickelte Videoarbeiten zeigen. Ab September erwartet die Besucherinnen und Besucher im Kubus die Ausstellung »[un]erwartet. Die Kunst des Zufalls« (24. September 2016 bis 19. Februar 2017), die die Bedeutung des Zufalls als gestaltende Kraft in der Kunst seit 1920 herausstellt. Außerdem widmet sich eine Sammlungspräsentation dem grafischen Werk von Willi Baumeister (28. Mai 2016 – 22. Januar 2017), und im November gibt es eine weitere Ausgabe unserer Ausstellungsreihe mit jungen Künstlerinnen und Künstlern »Frischzelle«.

Stiftung Kunstmuseum Stuttgart gGmbH
Kleiner Schlossplatz 13, D – 70173 Stuttgart

Internet: www.kunstmuseum-stuttgart.de

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