Transcending Tradition: Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur

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Am Sonntag, dem 17. Juli, eröffnet das Jüdische Museum Berlin anlässlich des 7. Europäischen Mathematiker-Kongresses die Wanderausstellung »Transcending Tradition: Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur«. Seit 2011 war die Ausstellung in Israel, den USA, Australien und Deutschland zu sehen. Das Jüdische Museum Berlin bildet den Abschluss dieser internationalen Ausstellungsschau.

Felix Hausdorff © Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Nachlass Hausdorff Die Wanderausstellung »Transcending Tradition« stellt das Leben und Wirken jüdischer Mathematikerinnen und Mathematiker in Deutschland von ihrer Emanzipation im 19. Jahrhundert bis zur Verfolgung und Vertreibung im Nationalsozialismus vor. Basierend auf neuen historischen Forschungen und vielen bislang unveröffentlichten Dokumenten dokumentiert sie die Tätigkeit jüdischer Mathematikerinnen und Mathematiker an deutschsprachigen Universitäten und ihren Beitrag zur deutschsprachigen mathematischen kulturellen Welt. Dabei beleuchtet die Ausstellung das Leben und Wirken berühmter Mathematikerinnen und Mathematiker wie Emmy Noether, Richard Courant, Felix Hausdorff (Bild: Felix Hausdorff © Universitäts- und Landesbibliothek Bonn, Nachlass Hausdorff), Max Dehn, Otto Blumenthal, Richard von Mises und John von Neumann.»Während das Leben jüdischer Mathematiker von den Nationalsozialisten bedroht werden konnte, erwiesen sich ihre mathematischen Ideen und Schriften als unzerstörbar. Ihre Wirkung ist in jedem Gebiet der heutigen Mathematik zu spüren«, sagt Moritz Epple, Professor für Wissenschaftsgeschichte am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Leiter des Ausstellungsprojekts.

Das Programm der Ausstellungseröffnung:

FESTVORTRAG
16 Uhr
Begrüßung: Martin Grötschel, Präsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften
Festvortrag: Liba Taub, Professorin für Wissenschaftsgeschichte und -theorie an der University of Cambridge: „Mathematics and Culture in Ancient Greece: Poetry, Pythagoreanism, and Ancient Jewish Accounts of the Development of Philosophy“

AUSSTELLUNGSERÖFFNUNG
17 Uhr
Begrüßung: Peter Schäfer, Direktor des Jüdischen Museums Berlin und Volker Mehrmann, Sprecher des Forschungszentrums MATHE-ON und des 7ECM Organisationskomitees
Einführung in die Ausstellung: Moritz Epple, Leiter des Ausstellungsprojekts
Anschließend Empfang und Ausstellungseröffnung

Eine Ausstellung des Historischen Seminars der Goethe-Universität Frankfurt am Main unter der Leitung von Prof. Moritz Epple in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin und dem Jüdischen Museum Berlin.

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache. Bitte planen Sie ausreichend Zeit für die Sicherheitskontrollen ein.

Der 7. Europäische Mathematiker-Kongresses
Gastgeberin des 7. Europäischen Mathematiker-Kongresses vom 18. bis 22. Juli 2016 ist die Technische Universität Berlin. Zu diesem alle vier Jahre stattfindenden Gipfeltreffen der Mathematik werden weit über 1000 Mathematikerinnen und Mathematiker aus Europa und der ganzen Welt erwartet. Mehr Informationen hierzu finden Sie unter www.7ecm.de.

Laufzeit: 17. Juli bis 14. August 2016
Ort: Großer Saal, 2. OG Altbau
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 20 Uhr, montags 10 bis 22 Uhr
Eintritt: mit dem Museumsticket (8 Euro, erm. 3 Euro)

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