Alt und neu: aktuelle CD-Releases

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Essence
HABERECHT 4

Keiner von diesen jazzüblichen Bandnamen, der wieder mal auf den Terminus „Quartett“ endet, obwohl es sich hier tatsächlich um eine der klassischen Besetzungsformen mit Piano, Bass, Schlagzeug und Bläser handelt. Stattdessen nur HABERECHT 4. Ohne Kerstin. Nichts soll darauf hindeuten, ob hier eine Frau oder ein Mann das Zepter schwingt. „So etwas würde vom Wesentlichen ablenken“, findet die Alt- und Sopransaxofonistin. „Ich möchte vermeiden, dass die Leute die Gruppe nur unter diesem Gesichtspunkt sehen. Am liebsten wäre es mir, einfach aufgrund meiner Musik beurteilt zu werden.“

Wohlan: Lassen wir Töne sprechen! Neun Kompositionen aus der Feder der 28-jährigen Frontfrau, die mehr über diese außergewöhnliche Saxofonistin sagen, als tausend Worte. Stücke wie „Schöne Stille, stille Schöne“, „Boxstunde“, „In Freedom Of The Fearless Mind“, „Unforgettable Colors“, „Lullaby for M“, „Lost And Won“, „Metamollphose“ oder „The Machine“, die für nichts anderes stehen, als die musikalische Essenz der Kerstin Haberecht, eines raren Ausnahmetalents, das nun mit Hilfe der Jazz thing Next Generation zum ersten Mal eine größere Bühne erhält. Völlig zu Recht. „Wer vorher noch nichts von mir gehört hat, der sollte spätestens danach wissen, wer ich bin!“ Und das ist sie: Eine Musikerin, die auf eine angenehm unprätentiöse Weise den Ballast der Tradition und der akademischen Ausbildung abstreift und ausschließlich ihren Instinkten folgt. Eine von Atmosphären geleitete, aber gleichwohl blitzgescheite Instrumentalistin, die Geschichten auf ihrem Horn zu erzählen vermag, die sich abseits jeglicher Klischeevorstellungen bewegen. „Schlafloser Februar“ ist so eine, in der sie das eigene Befinden zwischen den Taktstrichen artikuliert, wenn eine Flut von jähen Gedanken immer und immer wieder den ersehnten Schlummer zerstört. Dabei beschränken sich Kerstin Haberecht und ihr kongeniales Ensemble mit Nicolas Hering (Piano, Fender Rhodes), Bastian Weinig (Bass) und Mathis Grossmann (Drums) nur auf das Allernötigste. Keine Note zu viel, keine unnötigen Schnörkel oder Verzierungen, keine geckenhaften Muskelspiele. Die Band agiert wie aus einem Guss, die Ausgestaltung der dramaturgischen Struktur liegt in Händen aller. So formt sich ganz langsam ein ausgeklügeltes, mächtiges Konglomerat aus Rhythmen und Melodien, überraschenden Wendungen, unterschiedlichen Stimmungen und erstaunlicher Risikofreude. Sie mag nur Primus inter pares sein und betont stets, wie wichtig ihr die Kommunikation mit ihren Mitmusikern und deren Gleichberechtigung sei. Aber Kerstin Haberecht überstrahlt auf ihrer Debüt-CD mit diesem mal weich fließenden, mal knorrig gründelnden, mal melancholisch fragendem, mal nervös forschem und enorm wandelbarem Ton die gesamte Performance.

In Karlsruhe geboren und in der Südpfalz aufgewachsen, entdeckte die Saxofonistin mit 13 Jahren ihre große Leidenschaft für die Improvisation und demzufolge auch für den Jazz. Als 16-Jährige sammelte sie bereits erste Big Band-Erfahrungen, zunächst im Landesjazzorchester Karlsruhe („The Hip Herd“), danach im Landesjugendjazzorchester Rheinland-Pfalz. Von 2008 bis 2015 studierte Haberecht an der Hochschule für Musik in Mainz Jazz und Popularmusik bei Steffen Weber, Denis Gäbel und Thomas Bachmann und leitet seit 2013 die Jugendjazztage in Frankfurt. In den zurückliegenden Jahren spielte sie außerdem mit der hr Big Band, den Mainzer Philharmonikern, Horacio „El Negro“ Hernandez, Joe Gallardo, Jiggs Wigham sowie Sebastian Sternal und gewann erst im März 2016 im Ensemble des Pianisten Jan Felix May den zweiten Preis beim Europäischen Nachwuchs-Jazzpreis in Burghausen.

„Mich interessieren mehr die Dinge, die nicht jeder tut“, bekennt Kerstin Haberecht. „Alle spielen heute die Changes aus, aber es gibt auch noch andere Wege der Improvisation, ohne gleich das Freejazz-Fass aufzumachen.“ Beeinflussen lässt sie sich gerne. Latin, Flamenco, Rock. Die Welt ist schließlich ein Dorf, in dem man heute alles aufschnappen kann. Natürlich auch die Ästhetik des alten Jazz. Vorbilder? Na klar! Miguel Zenon zum Beispiel, den mag sie wegen seiner polyrhythmischen Kapriolen, oder Chris Cheek, Mark Turner und Ben Wendel. Dann noch ein paar der – Achtung! – „Älteren“ wie Kenny Garrett, Chris Potter, Joshua Redman. „Die inspirieren mich. Aber ich kopiere keinen von ihnen.“

Diese und andere Aussagen stehen repräsentativ für das Selbstverständnis der Jazz thing Next Generation, die von Beginn an eine Reihe starker Frauen als Bandleader präsentiert. Dass Kerstin Haberecht nun als Nummer 64 hinzukommt, passt deshalb perfekt in die im Umbruch befindliche deutsche Jazzlandschaft. Denn die Saxofonistin weiß ganz genau, was sie will. Und sie wird es bekommen.

Michel Reis – Marc Demuth – Paul Wiltgen
Places In Between

Suchen Sie auch Herausforderungen, endlich wieder mal eine Abwechslung, die das durch permanente Gleichförmigkeit ermüdete Ohr wieder für den Jazz hellhörig werden lässt? Aber doch nicht mit einem Pianotrio!

Warum eigentlich nicht? Vielleicht ist es ja gerade der Reiz, mit der sattsam bekannten Routine zu brechen. Das Herauslösen aus starren Rollen und Konventionen, das Niederreißen von gewachsenen Strukturen, das fröhliche Bemalen von grauen Mauern, hinter denen solch gruselige Begriffe wie „Barjazz“ oder „Fahrstuhlberieselung“ lauern. Der Pianist Michel Reis, der Bassist Marc Demuth und der Schlagzeuger Paul Wiltgen erbringen den tönenden Beweis dafür, dass aus etwas Altem jederzeit etwas Neues entstehen kann. Wenn man nur willens ist, die eigene gedankliche Limitierung infrage zu stellen – sowohl als Musiker wie auch als Zuhörer.

Aber wer will das schon. Das Spiel mit dem Pianotrio verlief bislang meist nach demselben Schema: Thema-Solo-Solo-Solo-Thema, ein bisschen Swing, ein geschmackvolles Schlendern an den harmonischen Rändern, das intellektuell eingefärbte Dekonstruieren und Wiederzusammensetzen von Standards, viel Bill Evans und Keith Jarrett, aber nur wenig unverbrauchte Ideen. Genau darin liegt die Chance für ein klingendes Dreieck wie Reis-Demuth-Wiltgen. Das Trio aus Luxemburg will die Wirkung der Musik für jeden seiner Hörer erlebbar machen, zelebrieren und keineswegs zum Zwecke der Selbstinszenierung missbrauchen. Jeder schlüpft in das jeweilige Thema hinein, verwächst mit ihm, wird ein Teil davon. Sie sind der Dünger für ihre eigenen Werke, lassen sie durch behutsame Dosierung ihrer herausragenden instrumentalen Fähigkeiten wachsen und gedeihen. Auf diese Weise entstehen aus scheinbar banalen Notenfolgen bezaubernd schöne Melodien, die ohne Umwege ins Ohr gehen und dort für lange Zeit verweilen. Keine kitschigen Schnulzen wohlgemerkt, sondern raffinierte Konstrukte voller Emotionalität, Empathie, Virtuosität, Tiefgang und hymnischer Strahlkraft.

Ja doch, so etwas können Pianotrios heute auch: Geschichten erzählen, die ohne Worte fesseln und berühren. Aufmerksamkeit wecken und dennoch komplett auf Effekte, Tricks und Muskelspiele verzichten. Definitions- und Stilgrenzen einfach aushebeln und trotzdem ein Spiegelbild dessen abgeben, was Jazz 2016 sein soll und früher in Händen des Esbjörn Svensson Trios vielleicht einmal war – ein vorurteils- und klischeefreies musikalisches Abenteuer, das die individuelle Handschrift der jeweiligen Protagonisten trägt.

Diese Kunst beherrschen Michel Reis, Marc Demuth und Paul Wiltgen auf ganz erstaunliche Weise. Das nicht nur in der Namensgebung gleichberechtigte Trio existiert bereits seit den Schulzeiten 1998 und arbeitet mit einer kurzen Unterbrechung bis heute zusammen. Drei Ausnahmetalente an ihren Instrumenten suchten und fanden im Laufe der Jahre die „Places In Between“, die Zwischenräume neben den zahlreichen Klischees und Traditionen. Dort bewegen sich eingängige Themen, ansteckender Groove und vielschichtige Rhythmen wie in einem Mobile. Niemand dominiert den anderen.

Dass sich Michel Reis das Mysterium der Improvisation mithilfe einer fundierten klassischen Ausbildung erschloss, meint man aus jedem Anschlag heraushören zu können. Nach Studien am Berklee College of Music in Boston sowie am New England Conservatory spielte und arbeitete der junge Luxemburger Pianist mit Legenden wie Joe Lovano, Danilo Perez, Dave Holland, George Garzone, Ran Blake, Frank Carlberg, Esperanza Spalding und Hal Crook. Genauso wie seine Freunde Marc Demuth und Paul Wiltgen zählt er zu denjenigen, die eifrig, beharrlich und mit Erfolg an einem neuen Vokabular des europäischen Jazz basteln. Demuth (Michael Brecker, Kenny Werner, Slide Hampton, Hein van de Geyn, Florian Weber, Jef Neve) gilt als eine der interessantesten und stärksten neuen Tieftöner des Kontinents, während sich „Big Player“ wie Kurt Rosenwinkel, Mike Moreno, Dave Binney, Lage Lund oder Ambrose Akinmusire schon die vertrackten Rhythmus-Architekturen von Wiltgen, der wie Reis zeitweise in New York lebt, für ihre Performance sicherten.

Sie kommunizieren miteinander über ihre Instrumente. Ein perlendes, farbenreiches Klavier, ein treibend groovender Bass und ein tänzelndes, prickelndes Schlagzeug. Ein Pianotrio. Ja, doch! Es kann so verblüffend einfach, so spannend, so ergreifend sein.

Dominic J. Marshall
The Triolithic

‘Stolz auf seine Einflüsse, ohne sich von ihnen übermannen zu lassen: das Resultat ist erfrischend und innovativ’, so beschreibt Bruce Lindsay bei AllAboutJazz die Musik des 1989 geborenen Pianisten und Komponisten Dominic J. Marshall. Und mit dieser Meinung steht er nicht allein da. Jamie Cullum bringt diese Einflüsse auf den Punkt:
‘Man kann – nicht nur in seinem Spiel, sondern auch in seinen Kompositionen – kleine Elemente von Duke Ellington und Thelonious Monk direkt neben denen von Keith Jarrett und Brad Mehldau hören, ebenso wie die Einflüsse klassischer Musik. Diese schelmischen, mathematischen Kompositionen von Bach zum Beispiel. Und gleichzeitig ist er inspiriert von den Rhythmen und Offbeat-Texturen von Hip-Hop-Produzenten wie J Dilla. Er versammelt dieses großartige Erbe der Vergangenheit mit etwas Frischem und Neuem und all das innerhalb der Grenzen eines simplen, akustischen Piano Trios.’

Auf seinem vierten Album ‘The Triolithic’ verarbeitet der 27-jährige sein bisheriges Leben. Die Songs sind inspiriert von persönlichen Ereignissen, Familienerinnerungen und Reisen. Keine Frage, dass er hierfür auch mit verschiendenen Künstlern zusammen arbeitete, die seine bisherige Laufbahn begleiten. Dominic J. Marshall studierte in seiner Heimat England und den Niederlanden, wo er jeweils mit fixen Rhythmusgruppen arbeitet. Durch die unterschiedlichen Einflüsse dieser beiden Gruppen entwickelten sich die Stücke seiner letzten Alben bei Livekonzerten in verschiedene Richtungen, so dass er entschied für ‘The Triolithic’ mit beiden Gruppen zu arbeiten und jeweils die Versionen zu wählen, die dem Song das nötige Je ne sais quoi, eine klangliche Tiefe, verleihen.

Harold Arlen – Quincy Jones – Hoagy Carmichael – Erroll Garner – Ray Charles – Johnny Mercer – Benny Golson – Sonny Stit – Titus Turner – Stuart Gorell – Hank Crawford – Con Conrad – J. Russel Robinson – Benny Davis – Percy Mayfield – Ernie Wilkins – Roy Alfred – Cecil Gant

Swiss Radio Days Vol. 41 – Zurich 1961
Ray Charles Orchestra

Mit der Big Band kam Ray Charles, das Genie hinter Hits wie ‘Hit The Road Jack’, ‘I got A Woman’ und ‘ Georgia On My Mind’, seinem musikalischen Credo ‘Genius + Soul = Jazz’ am nächsten. Das stellt diese Aufnahme von 1961 unter Beweis, die zu einer Zeit entstand, in der Charles einer der aufgehenden Sterne am Musikhimmel war. Der gewaltige Sound der Big Band mit seinen Orchester-Tuttis ermöglichte ihm seiner Vorstellung eines Jazz mit Einflüssen aus Soul und Rhythm’n'Blues zu versehen und ihm somit seinen ganz eigenen Stempel aufzudrücken.

Von Anfang bis Ende ist die Rhythm Section makellos und das sogar bei den höchst anspruchsvollen Arrangements von Quincy Jones oder Ernie Wilkins, wobei besonders der Drummer Bruno Carr hervorzuheben ist. ‘Brother Ray’ verstand es bestens die Instrumentierung der einzelnen Passagen der Songs perfekt anzupassen und die richtige Balance zwischen Tuttis, die die Gesangparts perfekt unterstreichen, den sinnlichen Backings der Raelettes und seinen Solos zu finden.

Bill Evans – Stephan Plecher – Benjamin Zalud
Jungfernballett
Stephan Plecher Trio

Auf ihrem Debüt ‘Jungfernballett’ nimmt das Stephan Plecher Trio den Hörer mit auf eine ausgelassene und erhebende musikalische Reise. Als Rhythmusgruppe des kons.wien.jazzorchestras finden sie sich zusammen, als eigenständiges Klaviertrio gehen sie ein Jahr später ihren eigenen Weg. Drei Individualisten, die musikalisch (und menschlich) unterschiedlicher nicht sein könnten. Und vielleicht gerade deswegen so gut zusammen passen. Experimentierfreude und gegenseitiges Vertrauen fügen die drei jungen Musiker zu einer Einheit, bei der nichts so bleibt, wie es ist, und nichts so ist, wie es scheint. Dabei sind die drei Stürmer und Dränger stets auf der Suche nach etwas Neuem, ohne jedoch die Wurzeln zu vergessen. Moderner Trio-Sound mit viel Augenmerk auf Groove und Individualität.

Mit dem ersten Track des Debüts setzt das Stephan Plecher Trio bereits den Grundton für das gesamte Album: ‘Jungfernballett’ ist ebenso märchenhaft wie es der Name verspricht. Eine Reise beginnt. Der warme Sound des wundervollen belgischen Trompeters Bert Joris führt den Track zum Höhepunkt.

‘Auf seinem Debüt Trio Album beweist Stephan Plecher seine Vielseitgkeit als Pianist, Komponist, Arrangeur und Begleiter. Er ist bewandert in der Tradition und hat seinen Personalstil voll entwickelt: groovend und swingend, dabei aber auch einfühlsam, offen und modern – nahtlos entdecken er und seine Mitmusiker neue Territorien. Ein wundervolles Album!’ – Anke Helfrich

Marc van Roon
Inventions & Variations

Für den Jazz Pianisten Marc van Roon stellen diese Aufnahme die Erfüllung eines lang gehegten Traumes dar, denn sie dokumentiert das Ergebnis einer fast 50-jährigen Reise des Erforschens, Spielens, Konzertierens, der Betrachtung, des Konstruierens, Dekonstruierens, Suchens und Recherchierens, der Reflektion, darüber Sprechens, des Jammens, Sinn-Herstellens, Reisens, Belehrens, Teilens, Träumens und des Seins. Lange Zeit hatte van Roon den Wunsch völlig in diese unverfälschte Art der erforschenden Improvisation einzutauchen und die gewohnten Patterns und Grooves gehen zu lassen und mehr in Einklang mit der Musik und ihrer generativen Kraft zu treten; eine Kraft, die sich in der Stille bemerkbar macht und deren Sound so unendlich mysteriös ist.

Diese Musik aufzunehmen gleicht dem Balanceakt auf dem Drahtseil, die vorgefassten Entwürfe und antrainierte, künstlerische Konzeptualisierungen ziehen zu lassen, war eine Reise an die Grenzen der Technik und Kontrolle. Der starke Wunsch gegen Wiederholungen anzukämpfen und das Verlangen Risiken einzugehen und das Unbekannte zu erforschen, sollten die Eckpfeiler von ‘Inventions & Variations’ werden, für das er zusätzlich die Klavier-Partituren von Johann Sebastian Bach als Gerüst verwendete. Herausgekommen ist ein wunderschönes Album, das den Hörer dazu einlädt, zu entdecken, wie man auf kreative Art und Weise vorkomponierte Kunstmusik mit dem lebendigen und improvisierten Jazz verbinden kann: ein Jazz der beides beinhaltet – sorgenvollen Blues und freudebringenden Swing. Wie das Leben.

Joris Posthumus – Jacob Bedaux
Tokyo’s Bad Boys
Joris Posthumus Group

Für sein zweites Album reiste der Saxophonist Joris Posthumus nach Japan, wo er mit einigen der besten Musiker Japans tourte und aufnahm, welche er 2011 bei einem Festival während einer Chinatour kennen lerne, als er mit der niederländischen Band State of Monc unterwegs war. Eine enge Freundschaft mit, dem ebenfalls Alt-Saxophonisten, Yuichiro Tokuda entstand hierbei, der ihn 2014 für eine Tour durch Japan und Korea einlud. Die lebendige Jazzszene in Japan inspirierte Joris dazu, neue Songs zu schreiben, als er wieder zu Hause war. Um diesen den letzten Feinschliff zu verpassen, lud er Yuichiro Tokuda im April 2015 ein, die Songs bei einer Tour durch Holland und Belgien gemeinsam weiter zu entwickeln, woraufhin sie diese in Japan aufnahmen.

Die unterschiedlichen Herangehensweisen in der japanischen und niederländischen Art Jazz zu spielen, die präzise organisierte mathematische gegen die flexible Vier-Viertel-Variante, wurden miteinander verschmolzen und münden in einer Explosion an Geschwindigkeit und Emotionen.

Joris Posthumus Group
Joris Posthumus – alto & soprano sax, compositions
Yuichiro Tokuda – alto sax
Yuki Nakae – tenor sax
Shunichi Yanagi – piano
Satoshi Tokuda – bass
Gaku Hasegawa – drums

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