ROT im Film und Late Night Kultkino

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Filmreihe zur aktuellen Sonderausstellung
Freitag, 5., bis Mittwoch, 31. Mai, im Kino des Deutschen Filmmuseums

In der Hauptreihe zur aktuellen Sonderausstellung ROT im Film sind im Mai weitere Filme im Kino des Deutschen Filmmuseums zu sehen. Zusätzlich werden im Mai und Juni in der Reihe Late Night Kultkino ausgewählte Filme des Thriller- und Horrorgenres gezeigt, denen in der Ausstellung besondere Bedeutung zukommt.

Freitag, 5. Mai, 18 Uhr; Sonntag, 7. Mai 20:30 Uhr
PRETTY WOMAN
USA 1990. R: Garry Marshall

D: Richard Gere, Julia Roberts, Jason Alexander. 119 Min. 35mm. OF
Die Prostituierte Vivian trifft eines Abends zufällig auf den skrupellosen Geschäftsmann Edward Lewis. Nach einer gemeinsamen Nacht fragt er, ob sie eine Woche für ihn als Escort-Dame arbeiten wolle Vivian willigt ein und wird im Handumdrehen in eine respektable Dame samt rotem Abendkleid verwandelt. Fasziniert von ihrer Lebenslust und Vitalität, spürt Edward, dass sich zwischen ihnen mehr als nur eine Geschäftsbeziehung anbahnt. Die zeitgemäße Neuinterpretation des Aschenputtel-Märchens, von Garry Marshall schnörkellos und charmant inszeniert, gilt als Prototyp der modernen romantischen Hollywood-Komödie.

Samstag, 6. Mai, 22:30 Uhr; Samstag, 13. Mai, 22:30 Uhr
DRACULA Bram Stokers Dracula
USA 1992. R: Francis Ford Coppola

D: Gary Oldman, Winona Ryder, Anthony Hopkins. 128 Min. 35mm. OmU
Der Anwaltsgehilfe Harker reist nach Transsylvanien, um für Graf Dracula Geschäfte zu regeln. Dabei entdeckt der Graf, dass Harkers Verlobte Mina seiner verstorbenen Frau ähnelt. Das lockt den Vampir nach London und ruft den Spezialisten van Helsing auf den Plan, der Harker im Kampf gegen den Blutsauger unterstützt. Francis Ford Coppola schuf die wohl erfolgreichste Neuinterpretation des Vampirmythos. Dabei entpuppt er sich als Meister der visuellen Gestaltung und Connaisseur der Techniken der frühen Filmgeschichte, die den klassischen Stoff mit postmodernem Kino verschmelzen lassen.

Mittwoch, 10. Mai, 20:30 Uhr; Samstag, 13. Mai, 20:15 Uhr
MAUVAIS SANG Die Nacht ist jung
Frankreich/Schweiz 1986. R: Leos Carax. D: Michel Piccoli, Juliette Binoche, Denis Lavant, Julie Delpy. 116 Min. 35mm. OmeU

Mit seinen Filmen verliert Leos Carax sich gerne in romantisch-surrealen Parallelwelten. In MAUVAIS SANG, irgendwo zwischen Heist-Movie, Liebes- und Science-Fiction-Film angesiedelt, erzählt er von zwei alten Gangstern. Sie sollen das Gegenmittel zu einem Virus stehlen, das allein jene Menschen befällt, die miteinander schlafen, ohne sich aufrichtig zu lieben. Der Plot spielt dabei eine weniger wichtige Rolle als die Ästhetik. Jede Pose steht im Dienst der Bildkomposition. Jede Einstellung ist ein Ereignis aus Farben und Formen. Ein Film der Extreme, gleichermaßen statisch und dynamisch.

Filmstill Twin-Peaks (Quelle-DIF)

Freitag, 12. Mai, 18 Uhr; Sonntag, 14. Mai, 20:30 Uhr
TWIN PEAKS: FIRE WALK WITH ME
USA/Frankreich 1992. R: David Lynch
D: Sheryl Lee, Ray Wise, Mädchen Amick. 135 Min. 35mm. OF

Die beiden Special Agents Chester Desmond und Sam Stanley können den mysteriösen Mord an der Prostituierten Teresa Banks nicht aufklären. Ein Jahr später treiben dieselben finsteren Mächte im idyllischen Städtchen Twin Peaks ihr Unwesen. Die junge Laura Palmer gerät dabei in einen tödlichen Strudel aus Drogen, Sex und surrealen Albträumen. David Lynch erzählt die Vorgeschichte zur gleichnamigen Kultserie. Symbolismen, Charaden und Absurditäten steigern sich zu einem verstörenden Bilderrausch. In den berühmt gewordenen Szenen im Nachtclub oder dem enigmatischen Red Room wird die Farbe Rot zum Symbol des Bösen.

Freitag, 12. Mai, 22:30 Uhr; Samstag, 20. Mai, 22:30 Uhr
4 MOSCHE DI VELLUTO GRIGIO Vier Fliegen auf grauem Samt
Italien/Frankreich 1971. R: Dario Argento
D: Michael Brandon, Mimsy Farmer, Bud Spencer. 103 Min. 35mm. DF

Der Schlagzeuger Roberto wird von einem mysteriösen Mann verfolgt, den er in einem Handgemenge unwillentlich tötet. Fortan wird er von einem weiteren Unbekannten bedroht, der Fotos des vermeintlichen Mordes geschossen hat. Roberto sieht sich einem perfiden Spiel ausgeliefert. Ein Musterbeispiel des italienischen Giallo-Genres, das mit ausgefeilter Farbdramaturgie und viel Gespür für Architektur, Atmosphäre, schaurige Szenarien, mit verschrobenem Humor und melancholischen Morricone-Musikeinsätzen besticht. In Technicolor-Kopie!

Mittwoch, 17. Mai, 20:30 Uhr; Mittwoch, 24. Mai, 20:30 Uhr
PULP FICTION
USA 1994. R: Quentin Tarantino. D: John Travolta, Uma Thurman, Samuel L. Jackson, Bruce Willis. 154 Min. 35mm. OFwoch, 17. Mai, 20:30 Uhr; Mittwoch, 24. Mai, 20:30 Uhr

Zwei Auftragskiller, die über einen “Quarterpounder with cheese” und Fußmassagen diskutieren, ein Boxer mit einer sentimentalen Beziehung zu einer Armbanduhr, ein Twist-Tanzwettbewerb und ein Koffer, dessen Inhalt rätselhaft bleibt, sind nur einige der Zutaten zu diesem stilbildenden Kultfilm. Die Episoden um Liebe, Verrat, groteske Zufälle und moralische Fragen sind mit lakonisch-skurrilen Dialogen und schwarzem Humor gewürzt. Virtuos bürstet Quentin Tarantino Motive aus Trivialkultur und B-Movies gegen den Strich. Die Farbe Rot spielt dabei immer wieder eine prägnante Rolle.

Freitag, 19. Mai, 18 Uhr; Samstag, 20. Mai, 20:30 Uhr
VISKNINGAR OCH ROP Schreie und Flüstern
Schweden 1972. R: Ingmar Bergman

D: Harriet Andersson, Ingrid Thulin, Liv Ullmann. 91 Min. 35mm. OmeU
Schweden, Ende des 18. Jahrhunderts. Karin und Maria kehren auf den elterlichen Landsitz zurück, um sich von ihrer krebskranken Schwester Agnes zu verabschieden. Doch die Familienangehörigen sind vor allem auf ihre eigenen Ängste und Enttäuschungen fixiert. Trost und Liebe können sie der Schwester nicht schenken. Bergmans Drama setzt motivische Schwerpunkte auf die Themen Vergänglichkeit und Tod und überzeugt mit prägnanten Nahaufnahmen sowie einer ausgefeilten Farbdramaturgie rund um die zentrale Farbe Rot, mit der er das Seelenleben seiner Protagonistinnen ausleuchtet.

Mittwoch, 31. Mai, 20:30 Uhr
AMERICAN BEAUTY
USA 1999. R: Sam Mendes

D: Kevin Spacey, Annette Bening, Thora Birch. 122 Min. 35mm. OmU
Lester und Carolyn führen ein scheinbar perfektes Leben. Doch ihr wundervolles Haus und die liebenswürdige Nachbarschaft sind nur die Fassade eines bigotten Lebensstils, hinter der Lester ein trostloses Dasein fristet. Als er sich in die Freundin seiner Tochter verliebt, bricht er aus dem starren Gerüst aus. Nicht nur die Tagträume, in denen rote Blütenblätter als Vorboten der Sünde auf ihn niederregnen, sondern auch Kevin Spaceys eindrucksvolles Mienenspiel machen Sam Mendes’ Oscar®-prämiertes Werk zu einer hypnotisierenden Erfahrung.
Deutsches Filminstitut – DIF e.V.
Deutsches Filmmuseum
Schaumainkai 41
60596 Frankfurt am Main

www.deutsches-filminstitut.de | www.deutsches-filmmuseum.de

www.filmportal.de | www.europeanfilmgateway.eu
www.filmfestival-goeast.de | www.lucas-filmfestival.de

Sonderausstellung:
ROT. Eine Filminstallation im Raum
8. März bis 13. August 2017

Der Film-Blog des Deutschen Filmmuseums auf fnp.de:

http://www.fnp.de/freizeit/kinoprogramm/film-blog/

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