Neueröffnung des maritimen Strandungsmuseums an der dänischen Nordseeküste

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Das maritime „Strandungsmuseum St. George“ an der dänischen Nordsee eröffnet nach Umbau am 19. Mai mit neuem Ausstellungskonzept wieder seine Pforten

Copyright Strandingsmuseum St. George

Über Jahrhunderte galt die dänische Nordseeküste bei Seefahrern als eines der gefährlichsten Gewässer der Welt. Tausende Schiffe gerieten bei Sturm, hohem Wellengang, plötzlichen Strömungen und unberechenbaren Untiefen und Flachpassagen vor der heute bei Urlaubern so beliebten Westküste Jütlands in Seenot und sanken oder strandeten. Eine der folgenreichsten Schiffskatastrophen der Region können Besucher ab 19. Mai im wieder eröffneten „Strandingsmuseum St. George“ (deutsch: Strandungsmuseum) im Hafenort Thorsminde hautnah nacherleben: An Heiligabend des Jahres 1811 sanken die beiden englischen Schiffe der Royal Navy HMS St. George und HMS Defence mit 1.400 Mann Besatzung. Tausende an der Küste vor Thorsminde angespülte Funde der beiden Segler sowie anderer verlorener Schiffe bilden seit 1992 den Mittelpunkt des Strandungsmuseums. Nach umfassenden An- und Umbauten zeigt sich das Museum nun in neuem Gewand mit erweiterter Ausstellungsfläche und neuem Aussichtsturm mit Panoramablick.

Die dänischen Architekten Frank Maali und Gemma Lalanda erweiterten in den vergangenen Monaten die bestehenden Gebäude des Strandungsmuseums um mehr als 1.000 auf nun rund 2.300 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Dabei entstand ein faszinierender Kontrast zwischen den alten, ursprünglichen Hafenscheunen und den neuen Museumsgebäuden, die die wilde Kraft des Meeres auch architektonisch widerspiegelt. Weithin sichtbarer Mittelpunkt des neuen Strandungsmuseums ist ein 20 Meter hoher Turm, in dem das rund zwölf Meter hohe Ruder der HMS St. George zu sehen ist. Besucher haben vom Turm aus einen Panoramaausblick auf die Nordsee. Dank zeitgemäßer Ausstellungstechnik und –pädagogik erhalten Besucher im Museum darüber hinaus Hintergrundinformationen und Eindrücke vom harten Leben auf See, vom Verlust von Kriegs- und Handelsschiffen und U-Booten vor der dänischen Nordseeküste, aber auch zum nicht selten lebensgefährlichen Rettungswesen. Ein weiteres maritimes Highlight des Strandungsmuseums sind die museumseigenen Sammlungen mit Galionsfiguren von historischen Großseglern und Ankern.

Das „Strandingsmuseum St. George“ in Thorsminde hat vom 19.5. bis 30.9. täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr, in den Sommerferien von Mitte Juli bis Mitte August darüber hinaus Donnerstag und Freitag bis 19:00 Uhr geöffnet. Ab Oktober sind die Öffnungszeiten 11:00 bis 16:00 Uhr.

Finanziert wurde der Museumsneubau von der dänischen Stiftung A.P. Møller Fond und der Holstebro Kommune. ( PRESSEMITTEILUNG 17.05.2017)


Weitere Informationen:

www.visitholstebro.de

www.strandingsmuseet.dk (auf Dänisch)

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