Schon der griechische Satiriker Lukian sagte im zweiten Jahrhundert: „Denn was sie ihre Reichtümer schätzen lässt, ist nicht so sehr das Vergnügen reich zu sein, als von anderen deshalb glücklich gepriesen zu werden.“ Eine internationale Topausstellung bietet nun eindrucksvolle Blicke in das Leben der damaligen römischen Elite: „Luxus und Dekadenz – Leben an der Römischen Goldküste“ ist vom 23. August 2008 bis zum 4. Januar 2009 im „Museum Het Valkhof“ in Nimwegen zu sehen.
Nur rund ein Prozent der 50 bis 80 Millionen Einwohner des Römischen Reiches gehörte zu den Wohlhabenden. Um die Sympathie des Volkes zu gewinnen, finanzierten sie kostenlose Arena-Auftritte von Gladiatoren. Die Kehrseite: Für die Arbeit im Haushalt und in großen Landwirtschaftsbetrieben wurden damals Sklaven gehalten. Eine eiserne Fußklemme bezeugt auf stille Weise deren Lebensumstände.
Weltpremiere: Die Ausstellung mit Kunstschätzen aus Neapel wird erstmals außerhalb Italiens gezeigt. Zur Kollektion gehören neben prunkvollen Wandgemälden, Skulpturen und Schmuckgegenständen auch 3-D Animationen von Villen und Gärten. Prunkstück ist ein 3,5 Kilo schwerer Gladiatorenhelm. Auch der Kritik antiker Autoren wird Beachtung geschenkt, die schon damals den luxuriösen Lebenswandel des römischen Jetsets beanstandeten. Anschauliche Audiotouren in deutscher Sprache führen interessierte Besucher durch die Schau. Für Kinder gibt es eine spezielle Audiotour.
Weitere Informationen: www.vvvarnhemnijmegen.nl; www.niederlande.de