
5. Auflage des JIM CLARK-REVIVAL mit guter Resonanz - eine Nachlese von Jürgen Holzer
Als vor fünf Jahren erstmals das JIM CLARK-REVIVAL auf dem badischen Hockenheimring stattfand, schien eine Lücke im Kalender des historischen Motorsports geschlossen. Die Veranstaltung, in Erinnerung an den am 7. April 1968 tödlich verunglückten Jim Clark, wurde von den Zuschauern angenommen und entwickelte sich kontinuierlich zu einer festen Größe im historischen Motorsportkalender.
Um so verwunderlicher nahmen die Fans des JIM CLARK-REVIVAL zu Beginn des Jahres die Meldung zur Kenntnis, dass das Event nicht wie geplant stattfinden wird.
Terminprobleme und Streitigkeiten hinter den Kulissen schienen eine Austragung an "historischer Stätte" unmöglich werden zu lassen. Als dann die Verantwortlichen des Hockenheimrings eine eigene Veranstaltung präsentierten, war klar, dass es 2009 in Hockenheim kein JIM CLARK-REVIVAL geben wird.
Ronny G. Bredhauer suchte nach einer Alternative und fand diese mit dem EuroSpeedway Lausitz vor den Toren Dresdens. Eine moderne Rennstrecke, wohl gemerkt ohne historischen Bezug zu Jim Clark da es die Rennstrecke damals noch nicht gab, aber mit einer sehr guten Infrastruktur und einer Region, die mit historischem Motorsport nicht gerade verwöhnt ist.
Die drei Veranstaltungstage haben aber gezeigt, dass Ronny G. Bredhauer sicher nicht auf das falsche Pferd gesetzt hat. Historischer Motorsport, klassische Fahrzeuge und Nostalgie lassen sich eben auch auf einer modernen Anlage umsetzen. Die Veranstalter sprechen von über 9000 Zuschauern über das gesamte Wochenende bei der JCR-Erstauflage am EuroSpeedway Lausitz, eine Zahl, auf der man aufbauen kann.
Dass die bewährte Mixtur, ergänzt mit einigen neuen Ideen, eine reibungslose und unterhaltsame Veranstaltung präsentierte, spricht für den Organisator.
10 internationale Rennserien, darunter mit den HAIGO Tourenwagen und HAIGO Formel, sowie dem ADMV - TRABANT - LADA - RACING - CUP viel Rennsport - Nostalgie aus DDR Zeiten, boten spannenden und fairen Motorsport. Besondere Leckerbissen für Formelfans waren natürlich die EuroBOSS und die INTERSERIE mit ihren schnellen und PS trächtigen Boliden. Schnell und laut waren auch die Fahrzeuge des ORWELL SuperSports Cup, die Big Banger der CanAm-Rennwagen aus den 60er und frühen 70er Jahren mit den großvolumigen V8-Motoren. Zwei spannende Rennen boten auch die Piloten des STT H&R Cup - Tourenwagen und GT Fahrzeuge mit mächtig Power und Flügelwerk.
Neben den bekannt spannenden Rennserien hatte das JIM CLARK-REVIVAL wieder zahlreiche weitere Highlights auch bei der 5. Auflage zu bieten. Die Jim Clark Memorial Parade - Zeitzeugen des Motorsports, welche zu Ehren des zweifachen schottischen Formel 1-Weltmeisters Jim Clark samstags und sonntags stattfand, präsentierte den Zuschauern mit den Trabis, Ladas, Porsche, Nascars, Formel 1oder Formel 2 Fahrzeugen eine bunte Palette der Motorsporthistorie auf dem Trioval des EuroSpeedways. Großer Andrang herrschte auch auf dem Klassiker Areal hinter der Haupttribüne. Das Angebot mit dem eigenen Fahrzeug bei den Klassikerkorsos einmal selbst als Fahrer die Rennstrecke aus einer anderen Perspektive zu erleben, begeisterte mehrere hundert Automobilliebhaber.
" Das 5. JIM CLARK-REVIVAL war auch am EuroSpeedway Lausitz eine rundum gelungene Veranstaltung, welche dank des neuen Standorts viele neue Ideen und Inspirationen entstehen ließ, die alle mit Begeisterung angenommen wurden ", resümierte Organisator Ronny G. Bredhauer und ließ keine Zweifel aufkommen, dass es auch 2010 die 6. Auflage des JIM CLARK-REVIVAL (the Original on Tour) geben wird.
Weitere Informationen unter
www.jimclark-revival.com
www.arp-foto.de
www.auto-rennsport.de