Panorama

Nicht Geist oder Genuß noch Gelassenheit – Gemischtes.

Gerry Rafferty

Zeit, mal wieder in den LP Regalen zu blättern. “City to City” wurde in den 1970er Jahren allenthalben gespielt, und der darauf zu findende Song Baker Street war ein Millionseller. Garry Rafferty hatte das Album veröffentlicht und feierte damit weltweite Erfolge. 1947 wurde der Musiker mit schottisch-irischen Wurzeln geboren, und bis 1994 veröffentlichte er zahlreiche, durchweg erfolgreiche Alben, 2000 folgte noch Another World und Ende 2009 die CD Life Goes On mit Neuaufnahmen früherer Stücke und Coverversionen. Die letzten Jahre waren von wenig erfreulichen Umständen geprägt, Rafferty litt unter schwerer Alkoholsucht. Gestern ist er in Bournemouth an Leberversagen gestorben.

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Schwere Kost

Hader ist nun einmal eine Klasse für sich und kaum mit jemandem anderen aus seiner Zunft vergleichbar. Längst genießt er weit über die Grenzen Österreichs hinaus Kultstatus und breite Anerkennung bei Kollegen und Publikum.

In dem Fernsehfilm Ein halbes Leben spielt Hader den U-Bahn-Fahrer Ulrich Lenz, er hat vor 20 Jahren eine junge Frau vergewaltigt, sie anschließend umgebracht und alle Spuren beseitigt. Der Mord wurde nie aufgeklärt. Lenz blieb all die Jahre unbehelligt, niemand kam ihm auf die Schliche. Er konnte sich sogar eine neue Identität, ein neues Leben aufbauen. Er hat geheiratet und ist Vater geworden. Heute ist er ein fast spießiger Bürger: nett, unauffällig, zuvorkommend…

Ein halbes Leben ist wahrlich schwere Kost, Hader verkörpert den Lenz gespenstig realistisch und zeigt in diesem Film seine ganze Schauspielkunst. Unbedingt sehenswert, heute Abend ab 20.15 Uhr auf 3sat.

Auszeichnungen: 2009 Deutscher Fernsehpreis in den Kategorien Beste Regie(Nikolaus Leytner) und Bester Schauspieler Hauptrolle (Josef Hader). 2010 Adolf-Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Außerdem zahlreichen Nominierungen für Preise.

«Ein halbes Leben» ist packend, emotional und dabei auch intellektuell, was ihn zu einem der besten Fernsehfilme der letzten zwei Jahrzehnte macht.(www.quotenmeter.de)


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Pete Postlethwaite

Zum ersten Mal sah ich ihn in “Im Namen des Vaters“, dem IRA Film von 1990, der die Geschichte der sogenannten Guildford Four erzählt. Für diese Rolle erhielt er eine Oscar Nominierung. Aus vielen folgenden Filmen ist sein markantes Gesicht bekannt, dass sich sowohl für die Darstellung von Schurken als auch die aufrechter Männer eignete. Man kennt den 1945 geborenen britischen Darsteller aus Filmen wie  Die üblichen Verdächtigen, Brassed Off,  Vergessene Welt: Jurassic Park,  Der ewige Gärtner,  Schiffsmeldungen oder The Age of Stupid. Steven Spielberg, mit dem Pete Postlethwaite in zwei Filmen zusammenarbeitete, bezeichnete ihn als „besten Schauspieler der Welt“. Postlethwaite war auch umweltpolitisch sehr engagiert.

Am 2. Januar ist er im Alter von 64 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

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Nominierung für Deutschen Hörbuchpreis

Erik Satie, ein Pionier von scheinbar beziehungslosen Harmonien und surrealer Sprach- und Musikexperimente, hinterließ ein erstaunliches Gesamtwerk, darunter auch etliche kurze Prosatexte. Auf Hunderten von Zettelchen notierte er kleine Geschichten, Bizarrerien und fiktive Inserate. Seine Partituren durchsetzte er mit allerlei Bemerkungen und Spielanweisungen. Er hielt Vorträge, erfand absurde Szenen und schrieb sogar ein Theaterstück. Erik Satie setzte aber vor allem mit seiner „Musique Pure“ einen wichtigen Meilenstein der musikgeschichtlichen Entwicklung. Durch absolute Einfachheit, seine Abkehr von Dramatik und die Aufgabe von Funktionsharmonik, gelang ihm eine reine, unverfälschte Musik. In den „Trois Gymnopédies“ äußert sich diese „Rückkehr zum Schlichten“ in einem antivirtuosen Satz, einem simplen, zwischen zwei Akkorden pendelndem Begleitmodell und modalen Zügen in Melodik und Harmonik. Er schaffte somit die Voraussetzungen für den „reinen Ton“ – die sich selbst gestellte große Herausforderung seines Lebens.

Die Hörbuchedition www.words-and-music.de hat mit Texten und Musik Saties eine literarisch-musikalische Inszenierung produziert und diese wurde nun in der Kategorie „Beste Information“ für den Deutschen Hörbuchpreis nominiert. Bereits auf der hr2-Hörbuchbestenliste im August 2010 ausgezeichnet, steht die Lesung von Dietmar Mues mit Steffen Schleiermacher (Piano) feat. Deutsches Filmorchester Babelsberg auf der Nominierungsliste.

Video: Making of: Trois Gymnopédies / feat. Deutsches Filmorchester Babelsberg.

Der Deutsche Hörbuchpreis wird im Rahmen der Hörbuch-Gala am 16. März im WDR Funkhaus in Köln verliehen. Wie bereits im Vorjahr ist die Gala zugleich Eröffnungsveranstaltung des internationalen Kölner Literaturfestes lit.COLOGNE. Das Herrenzimmer hat bereits frühere Produktionen von Words & Music vorgestellt, so Ubu Rex SaxoniaBarclay und FelipeJoachim RingelnatzScheerbartiania, Gedichte von Alfred Lichtenstein und Texte von Erich Mühsam. Ein Gespräch mit Labelchef, Produzent und Autor Peter Eckart Reichel gibt es ebenfalls hier zu lesen.

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Die teilweise Sofi

Partielle Sonnenfinsternis am 4.1.2011 (Foto awb)

1999 standen Millionen Menschen stundenlang vor Optikerläden an, um an eine ganz spezielle Brille zu kommen. Mit dieser konnte man unbeschadeten Auges die Sonnenfinsternis beobachten, die im August vor 11 Jahren über Mitteleuropa zu sehen war. Oder gewesen wäre, denn es regnete allenhalben aus dichtem Gewölk.

Wie gut, wenn man nichts wegwerfen kann, und so lagen die Dunkelbrillen von 1999 bereit, als heute früh eine partielle Sonnenfinsternis zu beobachten war, bei pünktlich klarem Himmel. Eine Sonnenfinsternis gibt es immer dann, wenn sich der Neumond zwischen Erde und Sonne schiebt. Dabei wirft er einen Schatten auf bestimmte Regionen der Erde, und dort wird der Himmel verdunkelt, mal mehr und mal weniger, je nach dem, wie sehr der Mond die Sonne verdeckt. Im heutigen Fall war es bis zu 74 %, je nach Standort.

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100 Jahre Huschke von Hanstein

Huschke von Hanstein mit Porsche 928 (Foto: Tobias Aichele)

Stuttgart. Huschke von Hanstein wäre heute 100 Jahre alt geworden. An den legendären Rennbaron erinnern sich auch aktuelle Formel 1-Stars wie Michael Schumacher. In der Biografie über den Rennbaron von Tobias Aichele beschrieb der siebenfache Weltmeister einen der herausragenden Köpfe des internationalen Rennsports wie folgt: „Huschke von Hanstein gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten auf und neben der Rennstrecke – über Jahrzehnte und Generationen“.

Die Allround-Begabung war auf allen Rennstrecken zu Hause, gleichermaßen erfolgreich im Gelände, auf der Rundstrecke oder bei Langstreckenprüfungen – auf zwei oder auf vier Rädern: So siegte Huschke von Hanstein mit einem BMW 328 bei der Mille Miglia 1940. Und es war der Rennbaron, der die Marke Porsche in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine Presse-Auftritte und Renneinsätze weltweit bekannt machte. In Personalunion war er Rennfahrer, Rennleiter, PR-Chef, Fotograf, Kameramann sowie Erfinder und Neuerer: die Werbung auf Rennfahrzeugen, der Schutz der Rennfahrer durch Helme bereits seit 1938 und später durch Sicherheitsanzüge sind genau wie die Einführung des Zebrastreifens sein Werk. Seine Kompetenz und sein allzeit souveränes Auftreten, das von wahrer Weltläufigkeit geprägt war, faszinierte Mitstreiter, Kollegen aber auch Rivalen. Diese Faszination ist  bis heute geblieben.

Wer anhand von Memorabilia eine Zeitreise in die Welt des Rennbarons antreten möchte, dem sei ein Besuch des Auto + Technik Museums in Sinsheim empfohlen. Dort hat Tobias Aichele mit Ursula von Hanstein im Jahr 1999 eine Dauerausstellung über das Leben Huschkes initiiert.

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Spanien: Hasta la vista, puro!

Nun ist es auch in Spanien soweit: ein rigoroses Rauchverbot ist in Kraft getreten. Vorbei die Zeiten, in denen man selbst Kunden in Supermärkten fröhlich quarzend zwischen den Regalen schlendern sehen konnte. Verboten ist fortan das Rauchen in Flughäfen, Kneipen, Restaurants, Diskotheken, auf Spielplätzen, Schulhöfen, in Krankenhäusern, am Arbeitsplatz und weitgehend in Hotels. Bei Verstoß werden Geldbußen bis 600.000 Euro (ja, 5 Nullen!) fällig. Hasta la vista, Espana.

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Immer Drama um Tamara

Tamara Drewe (Gemma Arterton) kehrt in ihr heimatliches Provinznest zurück. © 2010 PROKINO Filmverleih GmbH

Nein, das ist kein Film über die Leiden und Freuden einer russischen, allein erziehenden Mutter, die versucht, sich als Traktoristin durchs Leben zu schlagen, auch wenn der Titel Immer Drama um Tamara so etwas suggerieren mag.

Ewedown in der englischen Grafschaft Dorset  – ländlich, beschaulich und friedlich. Doch als Tamara Drewe (Gemma Arterton) aus London in ihr heimatliches Provinznest zurückkehrt, ist es damit schlagartig vorbei. Aus dem hässlichen Entlein von einst ist Jahre später eine attraktive und erfolgreiche Kolumnistin geworden. Die Bewohner von Ewedown können ihren Augen kaum trauen, schnell verstricken sich alle in ein Katz-und-Maus-Spiel aus Verlangen, Lust und heimtückischen Intrigen…

Mit trockenem, britischem Humor und jeder Menge Sex-Appeal zelebriert Stephen Frears („High Fidelity“, „Die Queen“) mit IMMER DRAMA UM TAMARA einen ebenso komischen wie frivolen Rachefeldzug, der an Originalität seinesgleichen sucht. Nach dem Cartoon von Posy Simmonds, inspiriert von Thomas Hardys Roman „Far From the Madding Crowd“, wirft der britische Regisseur einen hintergründigen Blick auf das ach so heile Landleben und zeichnet ein süßes und gefährliches Gefühlschaos, in das sich Männer und Frauen stürzen, Lügengespinste, in denen sie sich heillos verwickeln und Liebesfallen, in die Alt und Jung blindlings geraten.

Mit viel Situationskomik und noch mehr schamlosen Wortwitz trifft Frears voll ins Schwarze, zielt dabei auf Verstand und Lachmuskeln. In der Hauptrolle brilliert das ehemalige Bond-Girl Gemma Arterton. Seit dem 30.12. in den deutschen Kinos.

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Céu – eine Brücke von der Tradition zur Moderne

Zweimal haben wir im Herrenzimmer Alben der brasilianischen Sängerin Céu vorgestellt, und zwar hier und hier.

Céu ist gerade mal 30 Jahre alt und wird von der Tropicália-Legende Caetano Veloso als “die Zukunft der brasilianischen Musik” bezeichnet. Die Handschrift Sängerin mit dem bürgerlichen Namen Maria do Céu Whitaker Poças ist unverkennbar: Sie überzeugt mit einer Mischung aus brasilianischen Rhythmen, Afro-Beats, dezenten Elektro-Elementen und jazzig-souligem Gesang. Nach ihrem 2005 erschienen Debütalbum “Céu” spricht die Kritik von “Nova Bossa Nova” und “Brasil Avantgarde”. Céu stürmt die Billboard World Music Charts, gewinnt einen “Latin Grammy” in der Kategorie “Best New Artist” und wird rund um den Globus gefeiert. Nur ein Jahr später erhält sie einen “Grammy” für das beste zeitgenössische Weltmusikalbum und 2008 zudem den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik.

15-jährig beschließt die Tochter eines renommierten Komponisten und Musikwissenschaftlers Sängerin zu werden. Schon in ihrem musikalischen Elternhaus erfährt Céu eine klassische Ausbildung, in der die brasilianische Moderne um Heitor Villa-Lobos im Mittelpunkt steht. Während des Studiums in New York entdeckt sie den Jazz Ella Fitzgeralds und Billy Holidays, doch auch der Hip-Hop von Lauryn Hill hat es Céu angetan. Zunächst im Samba-Funk beheimatet, widersteht sie allen kommerzträchtigen Elektro-Bossa-Versuchuchungen der großen Labels, um ihren ganz eigenen Stil zu entwickeln. Tatsächlich schlagen die Songs souverän eine Brücke von der Tradition zur Moderne, zwischen urbanen Sounds, Elektro-Pop und Brazil-Folk.

3sat zeigt kommende Nacht ein Konzert Céus von der “JazzBaltica 2010″.  Di, 4. Jan · 02:05-03:05 Uhr.

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Anarchie um 7.20 Uhr

In  “Die Marx Brothers im Zirkus” sorgt das anarchistische Trio Groucho-Chico-Harpo nicht nur in der Manege, sondern auch in einer Millionärsvilla für Chaos, rettet mit List und Frechheit einen Zirkus vor dem Ruin und nimmt sich zwischendurch immer wieder Zeit für ein paar hinreißende Musiknummern.

Stärker als in ihren anderen Filmen entsteht dabei der Witz auch visuell durch die Einstellungsfolgen der Kamera und durch Trickaufnahmen. Bemerkenswert ist “At the Circus” darüber hinaus als Parodie auf den Optimismus der Komödien von Frank Capra (wie z.B. “Mr. Deeds geht in die Stadt”), die den “Gutmensch”-New Deal unter der Präsidentschaft Roosevelts propagierten. Die Weltsicht der Gebrüder Marx ist dagegen eher skeptisch: Sie glauben nicht so recht an das Gute im Menschen.

Das WDR Fernsehen bringt diesen Klassiker unter den Filmkomödien zur Unzeit, nämlich morgen früh ab 7.20 Uhr. Da gilt es, die Programmieranleitung des TV-Recorders zu studieren.

Das Herrenzimmer über die Marx Brothers

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Archiv Teil 21

Kurzmeldungen und Artikel vom 18.12.2010 bis Januar 2011

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Hauptsache Bier

Der Grundgütige hat in seinem unergründlichen gnädigen Tun den Trappistenmönchen in Rochefort (Belgien) einen bösen Streich zum Jahresende gespielt: er hat gestern ihr Kloster angezündet. Das ist wahrlich nicht nett vom Allmächtigen, wird in Rochefort doch seit mehr als 500 Jahren ein feines, im weiten Erdenrund hochgeschätztes Bier gebraut. Aber von derartigen Unbillen lassen sich die Mönche nicht weiter stören, und so kann man heute den Medien die beruhigende Meldung entnehmen:  “Die Feuerwehr konzentrierte sich bei den Löscharbeiten auf den Schutz der Brauerei.” Und weiter kann man erfahren, dass schon in wenigen Tagen die Bierproduktion wieder aufgenommen werden kann. Vielleicht hat man ja stattdessen die Kirche abbrennen lassen und vertrödelt dort fortan weniger Zeit. Zum Wohl!

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Umzug mit Bier

Unser Partner, die Bierboutique Ølwechsel, zieht um. Man bleibt in Frankfurt-Bockenheim, hat aber fortan dort einen noch zentraleren Standort. Die genaue Adresse lautet Bierboutique Ølwechsel, Basaltstr. 21. Die Website wurde ebenfalls überarbeitet www.edlebiere.de und freut sich auf zukünftige Gästebucheinträge. Ab dem 17. Januar fließt dann das edle Bier unter der neuen Adresse. Und natürlich wird es auch im kommenden Jahr wieder die monatlichen Verkostungsrunden geben.

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Dr. Billy Taylor

Kurz vor Jahresende hat der Schnitter einen weiteren Pionier des Jazz aus dem Leben gerissen. Billy Taylor war ein einflussreicher Pianist und TV- und Radio-Präsentator von Jazzmusik, sowie Hochschullehrer und Komponist. Seit 1944 trat er professionell auf und war einer der Pioniere des Be-Bop und spielte u.a. mit Charlie Parker, Dizzy Gillespie, Charlie Mingus und Miles Davis. Als erster Afroamerikaner leitete er 1969 eine Fernseh-Band in der Show von David Frost. In den 1970er Jahren hatte er die Radio-Serie Jazz alive, ab 1981 leitete er die Jazz-Ecke in der erfolgreichen Show CBS Sunday Morning. Er war Berater für Jazz amKennedy Center for the Performing Arts in Washington D.C.. Er war promovierter Erziehungswissenschaftler und Professor für Musik an einer Universität in Carolina. Vorgestern ist Billy Taylor im Alter von 89 Jahren in New York City gestorben.

http://www.billytaylorjazz.net/

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Eine Menge Kamele und Ziegen.

Der Domainchecker-Dienst Webarbiter sagt über das Herrenzimmer: “According to Google, the quality of this site is very good and possibly website generates unique content.” Dies spiegelt auch unser erfreulich hohes Googleranking von 5 wider. Webarbiter kalkuliert auch den Wert von Websites, und dies in einigen recht ungewöhnlichen Währungen, so in Kamelen, Ziegen, Wodka- und Bierflaschen. Aber auch etwas seriösere Währungen wie Dollar, Euro und Goldbarren werden aufgelistet, und da hat unser Portal einen geschätzten Wert von … aber wir wollen nicht angeben. Jedenfalls haben wir uns für das neue Jahr einiges vorgenommen, was sich schon in Kürze optisch zeigen wird. Es bleibt also spannend. Seien Sie dabei!

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Wutbürger

So langsam müssen sich die Regierenden wohl mal ein neues Volk wählen, das alte jedenfalls ist nicht mehr kompatibel. Zu viele Bürger lassen sich immer weniger gefallen, mit Betonung auf Bürger, denn gerade Stuttgart 21 zeigt, dass keineswegs mehr Schwarze Blöcke das Protestgeschehen dominieren. Und das hat Auswirkungen. Die Gesellschaft für deutsche Sprache in Wiesbaden setzte den Begriff WUTBÜRGER am Freitag auf Platz eins ihrer jährlichen Liste. „Wutbürger” stehe für die Empörung in der Bevölkerung, „dass politische Entscheidungen über ihren Kopf hinweg getroffen werden”. Gutmenschen werden zu Wutmenschen – dass man das selbst in Deutschland erleben kann lässt tief blicken. Aber merkbefreit wie Merkel und Co. wird man sich davon nicht weiter beirren lassen, vorerst jedenfalls.

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Archiv Teil 20

Kurzmeldungen und Artikel vom 2.11.2010 bis zum 17.12.2010

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The Working Class Hero

Er war kein makelloser Mensch, aber wer ist das schon. Er vernachlässigte seinen ersten Sohn, nahm exzessiv Drogen, war notorisch untreu. Vor zwei Monaten wäre er 70 geworden. Heute sieht man ihn auf Briefmarken, und Schulen werden nach ihm benannt, so ein Berliner Gymnasium. Ohne Zweifel hatte er immensen Einfluss auf die Musikgeschichte der letzten 50 Jahre, der auch auf unabsehbare Zeit anhalten wird. Am 8. Dezember 1980, heute vor 30 Jahren, wurde John Lennon in New York von einem Verwirrten mit 5 Kugeln erschossen.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=njG7p6CSbCU

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Der Philosoph auf Abwegen

Konfuzius liebte es, abends nach dem Philosophieren noch eine Runde um den Block zu drehen. Nun geschah es, dass er sich, tief in einen neuen Gedanken versunken, eines Tages verirrte, und es dämmerte schon, als ihm seine missliche Lage bewusst wurde. Beunruhigt blickte er in alle Richtungen, aber keine schien ihm die richtige zu sein. „Ich weiß zwar, dass zum Weg des Edlen dreierlei gehört, aber den Weg nach Hause kenne ich nicht,“ dachte er voller Sorge, „hier findet die Philosophie offenbar ihre Grenzen“.

Da sah er weit weg ein Licht, es musste sich um ein beleuchtetes Fenster handeln. „Dort kann ich fragen“, dachte Konfuzius, und neuer Mut kam in ihm auf. Also ging er zu der bescheidenen Hütte, klopfte und grüßte freundlich den alten Bauer, der ihm wenige Momente später öffnete. „Ich habe mich verlaufen“, sagte Konfuzius, und der alte Mann sah ihn fragend an. „Sie sind wohl etwas durcheinander!“ stellte er fest. „Ja,“ antwortete Konfuzius, „man könnte mich auch verwirrt nennen.“ „Somit fehlt ihnen momentan der Durchblick?“ „Richtig“, lachte der Philosoph, „ich stehe ziemlich neben mir!“

Der Bauer nickte zustimmend. „Wenn sie so von der Rolle sind will ich mal nicht so sein.“ Daraufhin zeigte er Konfuzius den richtigen Weg, der Weise danke herzlich und trollte sich, um bald vor der Türe seines Heims zu stehen. „Das soll mir nicht noch einmal passieren“, sagte er zu sich, und fortan hielt er sich auch daran.

(Aus: Da habe ich mich glatt verlaufen – die schönsten Philosophenanekdoten)

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Archiv Teil 19

Kurzmeldungen und Artikel vom 11.8.2010 bis zum 29.10.2010

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Archiv Teil 18

Kurzmeldungen und Artikel vom 27.5.2010 bis zum 10.8.2010

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Archiv Teil 17

Kurzmeldungen und Artikel vom 1.4.2010 bis zum 26.5.2010

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Archiv Teil 16

Kurzmeldungen und Artikel vom 25.11.2009 bis zum 31.3.2010

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Archiv Teil 15

Kurzmeldungen und Artikel vom 31.12.2009 bis zum 8.2.2010

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Archiv Teil 14

Kurzmeldungen und Artikel vom 25.11.2009 bis zum 23.12.2009

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Archiv Teil 13

Kurzmeldungen und Artikel vom 28.10.2009 bis zum 25.11.2009

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Archiv Teil 12

Kurzmeldungen und Artikel vom 3.9.2009 bis zum 28.10.2009

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Archiv Teil 11

Kurzmeldungen und Artikel vom 8.5.2009 bis zum 2.9.2009

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Joschi Schneeberger Sextett: Du und I

Was für eine sympathische Platte. Gypsy Jazz trifft Wiener Lied – eine unwiderstehliche Melange, zubereitet von wahren Könnern ihres Faches.

Joschi Schneeberger ist einer der meistgefragten Kontrabassisten Österreichs und sowohl national als auch international in den verschiedensten musikalischen Richtungen unterwegs. Als Bandleader bleibt er aber seinen “Roots” treu: er pflegt den GypsyJazz!

Joschi Schneeberger sucht immer wieder neue Wege und Verbindungen, um diese Musik frisch zu halten und ihr neues Leben einzuhauchen. Das vorliegende Album präsentiert eine ganz neue Begegnung zwischen dem Wienerlied und GypsyJazz.

Joschi, sowie sein Sohn Diknu (Solo und Rhythmusgitarre) – der Jüngste in der Band (geb. 1990) – sind Sinti. Dieses Volk ist hinlänglich bekannt für seine enorme Musikalität. Wer aber annimmt, hier handle es sich um klischeehaften GypsyJazz, der irrt. Mit dem Joschi Schneeberger Sextett, präsentieren sich sechs kongeniale Partner nicht nur als reife und überzeugende Musiker, sondern auch als Musikanten und zwar im besten Sinne des Wortes. Ihre Eigenkompositionen und Improvisationen sind auf fulminant swingende Weise unverwechselbar.

Dafür sorgen, neben den beiden Schneebergers, auch noch vier Ausnahmemusiker der Wiener Szene: Joschis Freund und jahrelanger Weggefährte Karl Hodina, ein Virtuose auf dem Akkordeon und verdienter Bewahrer des Wiener Lieds, singt hier seine eigenen Texte mit swingender Zigeuner-Begleitung. Hodina – mit Ehrenprofessur bedacht und österreichischem Ehrenkreuz ausgezeichnet – arbeitet bereits seit 10 Jahren mit Joschi zusammen. Seit 2007 nun im Sextett.

Joschi’s Sohn Diknu – die Gypsyguitar-Entdeckung des vorletzten Jahres (Hans Koller Preisträger 2006 als „Talent of the Year”) – ist natürlich mit von der Partie, wie auch der geniale Pianist Aaron Wonesch (auch auf dem Flügelhorn!), der zu den vielseitigsten und gefragtesten Musikern der Österreichischen Szene gehört.

Ebenfalls dabei ist Martin Spitzer (Rhythmus und Sologitarre), der als Hans Koller Preisträger 2008 als „Sideman of the Year” ausgezeichnet wurde. Abgerundet wird alles vom Percussionisten Toni Mühlhofer, er steuert zusätzlich lateinamerikanische Einflüsse bei – sein Zusammenspiel mit den Rhythmusgitarren verleiht den Kompositionen einen ganz persönlichen Sound.

“Als Sintu aus Wien wurde ich schon oft gefragt: bist du stolz, ein Zigeuner zu sein? natürlich bin ich stolz, ein Zigeuner zu sein, aber ich bin auch stolz, Wiener zu sein! Bei dieser CD ist es mir mit Hilfe meines Freundes Karl Hodina gelungen, unsere musikalischen Wurzeln zu verbinden. [...] Wir hatten viel Spaß bei den Aufnahmen, denn alle Bandmitglieder haben den Wiener Schmäh, und ich glaube diese Freude spürt man beim Anhören von Du und I.”

Joschi Schneeberger – Kontrabass

Geb.1957 in Wien, begann seine Laufbahn 1982 als Autodidakt. Gilt heute als einer der gefragtesten und versiertesten Bassisten der österreichischen Jazzszene.

Fernseh- und Rundfunkaufnahmen mit:
Zipflo Weinrich Ensemble
Elly Wright und Band
Lady „P“ and Friends
Vienna String Quartett
Wolfgang Wehner Trio
Swinging Jazz-Gitti
Harri Stojka und Band
und dem Joschi Schneeberger Trio

Gastspiele in:
Deutschland, Italien, Frankreich, Tschechische Republik, Ungarn, Slowakei, Slowenien, Kroatien, Polen, Rumänien, Griechenland, Luxemburg, Finnland, Schweden, England, Belgien, China und Indonesien.

Zusammenarbeit und Konzerttourneen mit:
John Allred, Erich Bachträgl, Bruno Castellucci, Benny Bailey, Gustavo Bergalli, Till Brönner, Conte und Pete Candoli, Bobby Durham, Klaus Dickbauer, Johannes Enders, Rolf Ericson, Bumi Fian, Jim Galloway, Bill Grah, Lee Harper, Heinz von Hermann, Red Holloway, Merill Hoover, Ingrid Jensen, Barney Kessel, Oskar Klein, Mundell Lowe, Bradford Leali, Kosta Lukas, Danny Moss, Richard Österreicher, Fritz Pauer, Wolfgang Puschnig, Bosco Petrovic, Ed Polcer, Valery Ponomarev, Allen Praskin, Karl Ratzer, Randy Sandke, Hans Salomon, Bobby Shew, Hal Singer, Allen Smith, Harri Stojka, Clark Terry, Ed Thigpen u. v. a. Zusammenarbeit mit weiteren Musikern siehe unter: http://www.joschischneeberger.at/projects.htm

1999 Gründung seines eigenen Trios mit Karl Hodina und Striglo Stöger.
Seit 2007 Joschi Schneeberger Sextett mit Karl Hodina, Aaron Wonesch, Diknu Schneeberger, Martin Spitzer und Toni Mühlhofer. Joschi ist auf vierunddreißig Tonträgern zu hören
www.joschischneeberger.at

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Archiv Teil 10

Kurzmeldungen und Artikel vom 28.2.2009 bis zum 8.5.2009

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