Schlagwort-Archive: Große Männer

Chet Baker – Tod in Amsterdam

Chet Baker im Haus von Jacques Pelzer, Lüttich, 1987. Mit herzlichem Dank an Jacky Lepage

Für die 50ste Ausgabe des Magazins “Häuptling Eigener Herd” habe ich im Frühjahr 2012 diesen Text von 2008 über Chet Baker noch einmal komplett überarbeitet. Sie können hier beide Fassungen lesen, der erste Text ist die überarbeitete und aktualisierte Version.

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Pete Postlethwaite

Zum ersten Mal sah ich ihn in “Im Namen des Vaters“, dem IRA Film von 1990, der die Geschichte der sogenannten Guildford Four erzählt. Für diese Rolle erhielt er eine Oscar Nominierung. Aus vielen folgenden Filmen ist sein markantes Gesicht bekannt, dass sich sowohl für die Darstellung von Schurken als auch die aufrechter Männer eignete. Man kennt den 1945 geborenen britischen Darsteller aus Filmen wie  Die üblichen Verdächtigen, Brassed Off,  Vergessene Welt: Jurassic Park,  Der ewige Gärtner,  Schiffsmeldungen oder The Age of Stupid. Steven Spielberg, mit dem Pete Postlethwaite in zwei Filmen zusammenarbeitete, bezeichnete ihn als „besten Schauspieler der Welt“. Postlethwaite war auch umweltpolitisch sehr engagiert.

Am 2. Januar ist er im Alter von 64 Jahren einem Krebsleiden erlegen.

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100 Jahre Huschke von Hanstein

Huschke von Hanstein mit Porsche 928 (Foto: Tobias Aichele)

Stuttgart. Huschke von Hanstein wäre heute 100 Jahre alt geworden. An den legendären Rennbaron erinnern sich auch aktuelle Formel 1-Stars wie Michael Schumacher. In der Biografie über den Rennbaron von Tobias Aichele beschrieb der siebenfache Weltmeister einen der herausragenden Köpfe des internationalen Rennsports wie folgt: „Huschke von Hanstein gehörte zu den schillerndsten Persönlichkeiten auf und neben der Rennstrecke – über Jahrzehnte und Generationen“.

Die Allround-Begabung war auf allen Rennstrecken zu Hause, gleichermaßen erfolgreich im Gelände, auf der Rundstrecke oder bei Langstreckenprüfungen – auf zwei oder auf vier Rädern: So siegte Huschke von Hanstein mit einem BMW 328 bei der Mille Miglia 1940. Und es war der Rennbaron, der die Marke Porsche in den fünfziger und sechziger Jahren durch seine Presse-Auftritte und Renneinsätze weltweit bekannt machte. In Personalunion war er Rennfahrer, Rennleiter, PR-Chef, Fotograf, Kameramann sowie Erfinder und Neuerer: die Werbung auf Rennfahrzeugen, der Schutz der Rennfahrer durch Helme bereits seit 1938 und später durch Sicherheitsanzüge sind genau wie die Einführung des Zebrastreifens sein Werk. Seine Kompetenz und sein allzeit souveränes Auftreten, das von wahrer Weltläufigkeit geprägt war, faszinierte Mitstreiter, Kollegen aber auch Rivalen. Diese Faszination ist  bis heute geblieben.

Wer anhand von Memorabilia eine Zeitreise in die Welt des Rennbarons antreten möchte, dem sei ein Besuch des Auto + Technik Museums in Sinsheim empfohlen. Dort hat Tobias Aichele mit Ursula von Hanstein im Jahr 1999 eine Dauerausstellung über das Leben Huschkes initiiert.

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The Working Class Hero

Er war kein makelloser Mensch, aber wer ist das schon. Er vernachlässigte seinen ersten Sohn, nahm exzessiv Drogen, war notorisch untreu. Vor zwei Monaten wäre er 70 geworden. Heute sieht man ihn auf Briefmarken, und Schulen werden nach ihm benannt, so ein Berliner Gymnasium. Ohne Zweifel hatte er immensen Einfluss auf die Musikgeschichte der letzten 50 Jahre, der auch auf unabsehbare Zeit anhalten wird. Am 8. Dezember 1980, heute vor 30 Jahren, wurde John Lennon in New York von einem Verwirrten mit 5 Kugeln erschossen.

httpvh://www.youtube.com/watch?v=njG7p6CSbCU

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Serge Gainsbourg

Ein Mann und seine Fresse Es war einmal ein kleiner Junge, Lucien; er lief durch die Straßen von Paris und stellte stolz den schrecklichen gelben Stern zur Schau, der an seine Jacke geheftet war. Es ist 1941. Als dieses Kind … Weiterlesen

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„Nein ernst, als ob das komisch wär…“

Meine erste Begegnung mit Poesie, kaum dass ich lesen konnte, hatte ich durch einen Gedichteband im Bücherschrank meiner Eltern, in dem es zumeist komisch zuging (in dem Buch, nicht im Schrank). Unter den Autoren, an die ich mich erinnern kann, … Weiterlesen

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Die vielen Welten des Dennis Hopper

„Ich habe etwas gemacht, von dem ich dachte, dass es eines Tages von Bedeutung sein könnte. Es sind wirklich diese Fotos, die meine Kreativität beflügelt haben.“ Dennis Hopper In den 60er Jahren hatte Dennis Hopper seine Kamera überall dabei – … Weiterlesen

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“Mögen hätt’ i schon wollen” – Karl Valentin wird 125

“Ein zaundürrer, langer Geselle, mit langen, spitzen Don-Quichotte-Beinen, mit winkeligen, spitzigen Knien, einem Löchlein in der Hose, mit blankem, abgeschabtem Anzug. Sein Löchlein in der Hose- er reibt eifrig daran herum. “Das wird Ihnen nichts nützen!” sagt der gestrenge Orchesterchef. … Weiterlesen

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