Schlagwort-Archive: Wiglaf Droste
Scopa im Vatikan
In Nanni Morettis Film „Habemus Papam“ gibt es eine Szene, in der kirchliche Würdenträger Karten spielen. Im Kino sagte jemand hinter mir: „Die spielen ja Doppelkopf“, aber das stimmt nicht.
Reden ist des ersten Bürgers Pflicht.
Politikum heißt eine Sendung, die man Montag bis Donnerstag auf WDR5 hören kann. Der Sender sagt dazu (und übertreibt damit nicht): “Hier werden die Themen des Tages gegen den Strich gebürstet – profiliert, kritisch, bissig, spöttisch, zugespitzt. Politikum – Das … Weiterlesen
Pflichttermin für Bücherfans und -liebhaber
Gutenbergs Welt – Scherz, Ironie und tiefere Bedeutung, darin u.a. ein Gespräch mit Wiglaf Droste über sein Buch „Auf sie mit Idyll“. Wie schlecht muss es uns gehen, wenn wir eine ganze Humorindustrie brauchen, um ein kleines gefrorenes Grinsen zu … Weiterlesen
In beispiellosem Tempo
nähert sich Häuptling Eigener Herd, das Lebensmittel für Hirn und Wanst, der 50. Ausgabe, strahlend liegt nun Heft 46 vor, wie immer kuratiert von Vincent Klink und Wiglaf Droste und lektoriert von Thomas Bodmer, dem schon Friedrich Dürrenmatt, Patricia Highsmith, … Weiterlesen
Annett Louisan
ist nicht mehr blond, sieht aber immer noch sehr niedlich aus. Soeben ist ihr neues Album, erschienen, das fünfte, unter dem Titel In meiner Mitte. Neuer musikalischer Partner ist Danny Dziuk, mit dem auch Wiglaf Droste häufig zusammen arbeitet und … Weiterlesen
Vom Muckefuck zur Schaumschlägerei – aus der Welt der Kaffeerituale
Lange bevor ich meine erste Tasse Kaffee trank, war ich gründlich vor diesem Getränk gewarnt worden. “C-a-f-f-e-e, trink nicht sovie-hiel Ca-haf-fee”, sangen wir in der Grundschule. Der kanonische Rundgesang lehrte, der “Türkentrank” mache, ganz wie es das Gesetz des Reimes … Weiterlesen
Der Dichter als Bahnreisender
Wenn einer, der mit der Bahn unterwegs ist, in diesen Tagen und Wochen anderthalb Stunden zu spät kommt, dann kann das verschiedene Gründe haben. Tief Klara könnte die Weichen verhärtet haben, der Bahnhof könnte vor lauter Weihnachtsmarktbuden unauffindbar geworden sein … Weiterlesen
Bill Buford – HITZE
Hitze – das sind die Abenteuer eines Amateurs als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling. Bill Buford kündigte seinen Job als Literaturchef des berühmten Magazins The New Yorker, um ein Jahr lang in der Küche des Sterne-Restaurants Babbo Töpfe und Pfannen … Weiterlesen
Deutschland im Herbst
Der Sommer ist vorbei. Ihm folgt die Zeit, da Frauen Leggins tragen. Mir ist so müd zumute, und entsetzlich leer. Wie? Sagte ich zumut‘? – Mut hab ich keinen mehr. O, es hebt an ein großes Weh und Klagen: Der … Weiterlesen
Wein – auch irgendwie ein Feuchtgebiet
Am Anfang war die Wurst, dann kam ein Jahr später Weihnachten. Und nun legen Wiglaf Droste, Nikolaus Heidelbach und Vincent Klink das dritte gemeinsame Buch vor, handschmeichelnd im Format, fein in Leinen gebunden, gedruckt auf schön festes Papier. WEIN heißt es, und … Weiterlesen
Wiglaf Droste: der Lauscher am Nebentisch
Mit Kurt Tucholsky wird er verglichen und mit Tom Waits und sogar mit einer Nilpferdpeitsche, was immer das auch ist. Dabei sollte nun so langsam auch der letzte Feuilletonredakteur einmal begreifen, dass der Mann vor allem eins ist: er selbst. … Weiterlesen
Auf sie mit Idyll! Zur freundlichen Erinnerung an Rheinsberger Tage
Der vortragende Reiseschriftsteller lebt man als eine Art Nomade im Speck. Gezahlt wird in bar, man hat die Flocken lose und ölt und eiert recht kommod und sorgenfern durch die Welt. Irgendwann steckt naturgemäß der schrappige Finanzminister seine dicke Rübe … Weiterlesen
Im Sparadies der Friseure
Wer mit offenen Augen durch die Welt geht, liest schon rein gewohnheitsmäßig alles, was geschrieben steht im öffentlichen Raum, auch wenn er sich damit manche Last aufbürdet. Neben dem Kontoauszugsdrucker der Sparkasse hing ein Plakat, das ein “Sparadies” anpries. Sparadies? … Weiterlesen
VOM MUCKEFUCK ZUR SCHAUMSCHLÄGEREI – AUS DER WELT DER KAFFEERITUALE
Wiglaf Droste Lange bevor ich meine erste Tasse Kaffee trank, war ich gründlich vor diesem Getränk gewarnt worden. “C-a-f-f-e-e, trink nicht sovie-hiel Ca-haf-fee”, sangen wir in der Grundschule. Der kanonische Rundgesang lehrte, der “Türkentrank” mache, ganz wie es das Gesetz … Weiterlesen
Wiglaf Droste über “Die Asche meiner Mutter”
Harry Rowohlt spricht Nachdem Harry Rowohlt Frank McCourts anrührendes Buch „Die Asche meiner Mutter“, übersetzt hatte, spottete er bisweilen, er habe es dreimal übersetzen müssen: einmal aus dem irisch-amerikanischen Englisch des Autors – und zweimal aus dem Lektorat. Das hatte … Weiterlesen
Seit du da bist auf der Welt
Es gibt kein Recht auf Heiterkeitsverzicht Über den vollendeten Dichter Peter Hacks Von Wiglaf Droste Zwei große steinerne Jugendstilengel bewachen den Eingang zum Kirchhof der Französischen Gemeinde zu Berlin in der Liesenstraße in Mitte. Viele Kirchenmänner sind hier begraben; einer … Weiterlesen


Lade...

